Nervige Eltern: So wollten Sie doch nie werden!

Eltern können manchmal ganz schön anstrengend sein! Auch wenn sie nur das Beste für ihre Sprösslinge wollen, kommt das häufig ganz anders rüber oder sie übertreiben einfach maßlos. Wir haben die Top 10 der Kategorie "nervige Eltern".

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Eltern können manchmal sehr nervig sein Foto: vadimguzhva/iStock/Thinkstock

Top 1: "Wir haben Bauchweh"

Wenn Eltern mit ihren Kindern verschmelzen und nur noch in der Wir-Form von dem Kind sprechen, wirkt das meist sehr befremdlich auf Außenstehende. Auch die eigene Abgrenzung der Eltern leidet unter Aussagen wie "wir müssen jetzt ind Bett" oder "wir haben Hunger". Mutter, Vater und Kind sind eigenständige Charaktere und haben unterschiedliche Bedürfnisse - auch bei einer innigen Beziehung sollten diese nicht ineinander übergehen.

Top 2: Babysprache

Natürlich kann man mit einem fünf Monate alten Baby keine hochphilosophischen Gespräche führen und gewisse Ausdrücke aus der Babysprache sind auch vollkommen in Ordnung. Was allerdings zu weit geht, ist, wenn Eltern diese Wortwahl auch untereinander und in Gesprächen mit anderen Erwachsenen verwenden.

Top 3: Zu viel Ehrgeiz

Vorschule? Förderunterricht? Bilinguale Volksschule? Natürlich wollen alle Eltern das Beste für Ihr Kind, aber manche übertreiben es maßlos. Musikschule, Fußballtraining und dann auch noch alles Einser im Zeugnis, geht sich für viele Kinder nicht aus. Stattdessen sollten Eltern versuchen den Kindern so viel Freiraum wie möglich zu geben und auch die Chance verschiedene Hobbys zu Freizeitaktivitäten auszuprobieren.

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Verschiedene Hobbies ausprobieren Foto: shironosov/iStock/Thinkstock

Top 4: Angeber-Eltern

"Meine Sophie krabbelt bereits und das mit acht Monaten." "Mein Lukas bekommt schon seinen ersten Zahn, obwohl er erst fünf Monate alt ist." Es sind Aussagen wie diese, die andere Eltern häufig unter Druck setzen. Andere Eltern sollten davon aber nicht unter Druck setzen lassen! Manche Eltern verspüren das Bedürfnis die eigenen Kidner ständig mit anderen vergleichen zu müssen, Tatsache ist aber, dass sich nicht alle Kinder gleich schnell entwickeln und manche Sprösslinge etwas länger brauchen als andere - das ist kein Grund zur Besorgnis.

Top 5: Die Besserwisser

Ein besonders nerviger Elterntyp, sind die Besserwisser. Sie haben zu jedem Problem eine Lösung, auch wenn man sie nicht danach gefragt hat und es bis dato vielleicht noch gar kein Problem gegeben hat. Sie überschütten andere Eltern mit gut gemeinten Ratschlägen und vermitteln ihnen gleichzeitig das Gefühl, alles falsch zu machen.

Top 6: Helikopter-Eltern

Hubschrauber, oder auch Helikopter-Eltern sind überfürsorglich und mischen sich auch liebend gern in die Angelegenheiten der Kinder ein. Das führt vor allem in der Pubertät sehr häufig zu Konflikten zwischen den Jugendlichen und ihren Eltern, die es zwar nur gut meinen, aber einfach übertreiben. Das Gegenteil von gut, ist eben gut gemeint. Eltern sollten sich daher selbst einen Gefallen tun und  schnellstmöglich lernen, loszulassen. Das Kind braucht die Ratschläge, Tipps und Lebensweisheiten der Eltern ohnehin noch lange genug, dafür muss nicht alles kontrolliert werden, was der Teenager macht.

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Nicht spionieren! Foto: doble-d/iStock/Thinkstock

Top 7: Die Kontrollfreaks

Manche Eltern werden zu richtigen Kontrollfreaks was ihre Kinder betrifft. Sie müssen immer genau wissen, um welche Uhrzeit das Kind gegessen und auch wie viele Bissen von Fleisch, Gemüse und Kartoffeln verzehrt wurden. Hat es danach ein Nickerchen gemacht, dann muss auch das auf die Minute genau dokumentiert werden. Liebe Eltern, das ist zu viel des Guten! Versuchen Sie sich etwas zurückzulehnen und zu entspannen. Es muss nicht alles nach Plan verlaufen. Das Kind wird trotzdem gesund und munter heranwachsen.

Top 8: Best Friends

Die Aufgabe der Eltern ist es, die Kinder zu erziehen und da bleiben auch Konflikte nicht aus. Wenn Eltern allerdings versuchen diesen Streitsituationen aus dem Weg zu gehen, indem sie versuchen die besten Freunde der Kinder zu sein, geht das häufig nach hinter los. Den Kindern und gerade Teenagern sind Eltern in Situationen, in denen sie versuchen ihre besten Freunde zu sein meist peinlich . Sie wollen nicht gemeinsame "Mädels-Abende" mit den Freundinnen und der Mutter oder einen "Männer-Abend" mit den Freunden und dem Vater verbringen.

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Peinliche Eltern Foto: CREATISTA/iStock/Thinkstock

Top 9: Regeln, Regeln, Regeln

Um 19:00 Zuhause sein, zwei Stunden täglich lernen und zum MIttagessen immer genug Gemüse essen. Obwohl Eltern, die viele Regeln aufstellen, versuchen alles richtig zu machen, nehmen sie ihren Kindern häufig jeglichen Freiraum. Kinder dürfen Fehler machen und müssen auch lernen mit den Konsequenzen umzugehen. Wenn den Sprösslingen jegliche Entscheidung abgenommen wird, entwickeln sie sich zu sehr unselbstständigen Erwachsenen.

Top 10: Keine Grenzen

Das Kind liegt auf dem Boden in der U-Bahn und hat einen hysterischen Schreianfall, während die Mutter daneben sitzt und wartet, bis es sich beruhigt hat. Diese Situation kennen viele Eltern, die sich für einen antiautoritären Erziehungsstil entschieden haben. Kein Zwang und keine Regeln, das sind die viel umstrittenene und diskutierten Gundsätze dieser Erziehung. Es sei dahingestellt ob das nun gut oder schlecht ist, eines steht allerdings fest: Die Eltern brauchen Nerven aus Stahl.