Haustiere für Kinder: Checkliste für Eltern

Es gibt viele gute Gründe, seinem Kind den Wunsch nach einem Haustier zu erfüllen. Entscheidend ist, einige grundlegende Fragen abzuklären und Vorbereitungen zu treffen, um zu vermeiden, dass einer von beiden am Ende leiden muss.

Hund Golden Retriever Kinder - Cover
Starkes Trio: Kinder und ihr Familienhund Foto: Wavebreakmedia/iStock/Thinkstock

Kinder, die mit Tieren aufwachsen, profitieren in ihrer Entwicklung nachweislich in vielerlei Weise: Sie entwickeln ein ausgeprägteres Verantwortungsgefühl, sind mitfühlender im Umgang mit anderen, können besser zuhören. Nicht hoch genug eingeschätzt kann der Beitrag für das seelische Wohl und die körperliche Gesundheit. So haben Kinder mit Haustieren laut Studien ein stabileres Immunsystem und leiden seltener unter Depressionen oder Stress als Gleichaltrige ohne Haustiere.

Was es dennoch zu beachten gibt - die wichtigsten Fragen und Antworten:

1. Kann ich mir ein Haustier nehmen, wenn Babys/Kleinkinder im Haushalt leben?

Mit Vorbehalt. Denn der zeitliche und finanzielle Aufwand für die artgerechte Haltung - etwa von Hunden und Katzen - wird leicht unterschätzt: ob tägliche Spaziergänge, regelmäßige Untersuchungen und Impfungen beim Tierarzt, die Reinigung der Utensilien, die nötige Ruhe, die Tiere und Kinder jeweils brauchen, um sich wohlzufühlen.

Das Baby- oder Kinderzimmer sollte von den Tieren grundsätzlich nicht betreten werden. Tierkäfige, Futterstellen und Katzenkistchen am besten in einem ruhigen Winkel der Wohnung oder des Hauses aufstellen, wo die Kleinen nicht hinkommen. Diese Plätze am besten täglich reinigen.

Hunde sollte man - solange die Kinder jünger als sechs Jahre alt sind - grundsätzlich nicht mit ihnen alleine lassen.

2. Was ist unbedingt zu machen?

Wichtig ist, das Tier regelmäßig untersuchen, impfen und entwurmen zu lassen. Nach dem Spielen mit ihren vierbeinigen Lieblingen sollten Kinder es sich zur Angewohnheit machen, ihre Hände zu waschen. Sinnvoll ist auch eine Tetanus-Impfung. Bei Bisswunden die Wunde vorsorglich desinfizieren. Gegen Flöhe helfen Mittel aus der Apotheke.

3. Welche Haustiere eignen sich - und ab wann?

Als Faustregel gilt, dass Kinder erst ab circa 14 hundertprozentig die volle Verantwortung für ein Haustier übernehmen können. Das sollte bei der Tierhaltung berücksichtigt werden. Ab vier können die Kleinen allerdings bereits kleine Aufgaben übernehmen, zum Beispiel den Futternapf aufzufüllen.

Hier ein paar Richtwerte: Meerschweinchen und Katzen sind für Kinder ab vier Jahren geeignet, wobei es ratsam ist, ihnen das Verhalten der Tiere verständlich zu machen. Kaninchen ab sechs. Die Haltung von Fischen oder Schildkröten erfordert bereits ein gewisses Geschick. Bis sechs Jahren sollten Kinder mit Hunden grundsätzlich nicht allein gelassen werden.

4. Was sollte bei der Haltung der Tiere berücksichtigt werden?

Meerschweinchen, die bei vielen Kindern gut ankommen, wollen nicht unbedingt gestreichelt werden. Dafür eignen sich wiederum Katzen deutlich besser.

Bewegen sich Kaninchen frei in der Wohnung, benötigen sie rutschfeste Unterlagen, da sie auch unter den Pfoten Haare haben und auf glatten Böden leicht ins Schleudern kommen.

Da Hamster nachtaktive Tiere sind und dabei recht laut werden können, sollte der Käfig nicht im Kinderzimmer stehen. Ideal ist es, wenn Nagetiere im Sommer über ein kleines Freigehege im Freien verfügen.

Wer seine Katze nur in der Wohnung halten will, sollte sicherstellen, dass sie beim Vorbesitzer oder Züchter noch nicht im Freien war - denn sonst kann es ein Kraftakt werden, sie in den vier Wänden zu halten.

5. Wann sollte man sich kein Haustier nehmen?

Sobald ein Familienmitglied an Asthma leidet, sind Katzen, Hamster, Meerschweinchen oder Kaninchen aus gesundheitlichen Gründen leider tabu, Hunde nur bedingt möglich.

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