Heute leben mehr Frauen bei ihren Eltern als 1940

Die Millenials (Jahrgang 1980-199) brechen einen neuen Rekord. Denn die jungen Erwachsenen wollen einfach nicht ausziehen! Ein Drittel der Frauen und fast die Hälfte der Männer leben noch zu Hause. Doch woran liegt das?

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Die Generation Y lebt lange bei ihren Eltern Foto: James Woodson/DigitalVision/Thinkstock

Seit dem Jahr 1940 sind Männer und Frauen immer früher ausgezogen. Das haben verschiedene Datensätze über die letzten 80 Jahre gezeigt. Doch jetzt scheint sich ein neuer Trend zu entwickeln, denn die jungen Erwachsenen wohnen wieder länger zu Hause bei ihren Eltern.

Damals und Heute

Im Jahr 1940 lebten 48 Prozent der Männer und 36 Prozent der Frauen im Alter von 18 bis 36 Jahren bei ihren Eltern. Nach und nach zogen die jungen Erwachsenen früher von zu Hause aus und in den 1960er Jahren waren es insgesamt nur noch 24 Prozent an Männern und Frauen in dieser Altersklasse, die bei ihren Familien lebten. Seitdem sind die Zahlen wieder gestiegen. Heute leben sogar mehr Frauen zu Hause als 1940. Die Ergebnisse des Datensatzes beziehen sich zwar auf Amerika, aber dieselben Tendenzen sind auch in Europa zu beobachten.

Darum leben Frauen länger zu Hause

Früher lebten Frauen so lange bei ihren Eltern bis sie verheiratet waren. Da das Durchschnittsalter von Frauen bei Eheschließungen zwischen 21 und 22 Jahren lag, zogen sie dementsprechend in diesem Alter aus. Männer studierten häufiger und hatten deshalb zu wenig Geld für eine eigene Wohnung. Seit damals hat sich einiges verändert. Denn 2014 war knapp ein Drittel der Frauen für ein Studium angemeldet. Da die Universitäten sehr teuer sind, wohnen sie länger zu Hause. Frauen von heute haben also denselben Grund bei ihren Eltern zu leben, wie Männer 1940.

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