20.02. - 02. 03. 2019 neubuehnevillach, Villach

Kärntner Erstaufführung des Dramas "Vater"

Alles beginnt damit, dass seine älteste Tochter mit ihrem neuen Lebenspartner in eine andere Stadt ziehen will. Obwohl André ganz gut allein zurechtkommt, soll ihm eine Pflegehilfe zur Seite gestellt werden. Der Kampf um den Erhalt seiner Würde ist vorprogrammiert. Er glaubt, bedroht und verfolgt zu sein, es verschwinden Gegenstände. Eine Art Krimi entspinnt sich. Aber was steckt wirklich dahinter? Ein theatralisches Spiegelkabinett über die Bedrohungen des Alters, die ganze Familien beschäftigen – überraschend, schräg, beängstigend, aber auch komisch und schrill ist diese Geschichte.

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Ein berührendes und humorvolles Stück über André, einen alten Mann, der sich scheinbar inmitten einer Verschwörung wiederfindet Foto: PATRICK C. KLOPF

„Der Franzose Florian Zeller ist einer der interessantesten Dramatiker unserer Zeit (und längst kein Geheimtipp mehr) dessen Stücke europaweit mit großem Erfolg laufen. Seine Stücke zeichnet eine große Lust an Erzählungen aus, deren Aufbau - oder sagen wir deren Dramaturgie - auch etwas unüblich ist. Zeller spielt mit Erwartungen und Rezeptionsgewohnheiten. Mit „Vater“ ist ihm dahingehend wirklich ein Meisterstück gelungen, denn die Art, wie die Geschichte erzählt wird, lässt viel Spielraum für Interpretation. Am Ende des Abends wird alles aufgelöst, aber sehr lange verfolgt man die Figuren und Situationen mit großer Spannung, da nicht immer alles so ist, wie es scheint. Ich bezeichne das immer mit dem Begriff des „Krimi“, weil der Verlauf dieses Stücks einem Krimi nicht ganz unähnlich ist. Wer ist im Recht? Wer ist das Opfer? Und was geht hier eigentlich vor?“ (Christine Wipplinger, Regie)

Zu sehen ist das Stück noch bis 2. März 2019 auf der neubuehnevillach