Süß und gesund? Das sind die 10 besten Zuckeralternativen

Weißer raffinierter Zucker kommt zusehends in Verruf. Doch wie soll man die leckeren Kuchen und Kekse nun süßen? Zum Glück gibt es tolle Alternativen, die wesentlich gesünder als herkömmlicher Zucker sind.

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Huch – plötzlich ist der Kuchen ja gar nicht mehr so ungesund Foto: Massonstock/iStock/Thinkstock

Zucker ist allgegenwärtig, nicht nur in Desserts oder Gebäck, auch viele Fertiggerichte enthalten Unmengen davon. So kommt man auf rund 40 Kilogramm Zucker pro Jahr. Dabei wirkt sich Zucker nicht nur auf das Körpergewicht negativ aus, sondern auch Entzündungsprozesse im Körper werden verstärkt und das Immunsystem wird geschwächt. Höchste Zeit sich nach Alternativen umzuschauen!

1. Kokosblütenzucker 

Kokosblütenzucker punktet vor allem mit seinem niedrigen glykämischen Index. Dadurch steigt der Insulinspiegel viel langsamer als beim Verzehr von normalem Zucker an. Kokosblütenzucker steckt auch voller gesunder Nährstoffe wie Eisen, Zink und Kalzium und sein Geschmack, der an Karamell erinnert, verleiht den Weihnachtskeksen eine besonders gute Note.

2. Honig 

Honig ist eine wunderbare Alternative und passt nicht nur zu einer Tasse Tee. Auch zum Backen eignet sich Honig sehr gut. Er steckt voll gesunder Nährstoffe und Antioxidantien. Den fleißigen Bienen haben wir da ein wahres Kraftpaket zu verdanken! Allerdings sollte man nicht zu viel davon naschen, er beinhaltet genauso viel Kalorien wie normaler Zucker. Sportler profitieren besonders von der Wirksamkeit von Honig, der Körper kann diesen nämlich besonders gut verwerten. So hat man beim Wettkampf richtig Power. Wer Honig zum Backen verwenden möchte, kann einfach die angegebene Zuckermenge durch Honig ersetzen.

3. Ahornsirup 

Farblich erinnert der Saft des Ahornbaums ein wenig an Honig. Dabei enthält die dunkle Variante des Sirups sogar mehr Nährstoffe als Bienenhonig und hat eine stärkere Süßkraft. Nutzt man Ahornsirup in der Küche, sollte man Zucker nicht 1:1 durch den Sirup ersetzen, sondern ruhig ein bisschen weniger verwenden – der Kuchen wird dennoch wunderbar süß schmecken. Auch Pancakes mit Ahornsirup sind ein wahrer Klassiker. Der Preis sollte einen nicht abschrecken: Immerhin benötigt es 40 Liter Baumsaft, um 1 Liter des köstlichen Ahornsirups herzustellen.

4. Obst 

Auch sehr süße, reife Bananen oder Apfelmus können Zucker ersetzen. Wer vegan lebt, wird diese Obstsorten doppelt zu schätzen wissen, denn man kann auch mühelos ein Ei damit ersetzen. Dafür einfach zwei Esslöfel Apfelmus oder eine Banane anstelle eines Eis verwenden und schon wird der Kuchen schön saftig und locker.

5. Agavendicksaft 

Dieses Produkt ist süßer als Zucker, kann also sparsamer verwendet werden. Auch der Blutzuckerspiegel schießt durch den Agavendicksaft nicht sofort in die Höhe. Im Gegensatz zu Honig ist Agavendicksaft dünnflüssiger und kann so leichter verarbeitet werden. Bei den Kalorien punktet der Saft der Agave, er enthält auf 100 Gramm ca. 100 Kalorien weniger als Zucker. Somit ist Agavendicksaft eine gutes und gesundes Süßungsmittel.

6. Stevia 

Süßen ohne Reue? Das verspricht Stevia. Gewonnen wird der Süßstoff aus der Steviapflanze und ist auch für Diabetiker geeignet, da der Insulinspiegel nicht beeinflusst wird. Die Süßkraft ist enorm, ungefähr 300 mal stärker als Zucker, dabei hat Stevia kaum Kalorien. Stevia wird in flüssiger Form oder als Granulat angeboten, die exakte Dosierung entnimmt man am besten der Verpackung. Das klingt alles zu schön, um wahr zu sein? Naja, einen Haken gibt es schon: Stevia hat einen leicht bitteren Eigengeschmack, der nicht jedermanns Sache ist … Da hilft nur: ausprobieren!

7. Birkenzucker 

Auch bekannt unter dem Namen Xucker oder Xylit. Das Tolle am Birkenzucker: Durch seine kristalline Form kann er genauso verwendet werden wie herkömmlicher Zucker, was besonders bei Rührteigkuchen wichtig ist, da hier das Volumen des Zuckers auch ausschlaggebend für einen lockeren Teig ist. Aber aufgepasst, wer einen Hefeteig macht, kann nicht auf Birkenzucker zurückgreifen, da der Stoffwechsel die Hefepilze Xylit nicht verarbeiten kann Am besten verwendet man Birkenzucker 1:1 wie Zucker. Jener hat dabei aber nur halb so viel Kalorien wie Zucker. Darüber hinaus verursacht er auch weniger Karies. Na dann, auf zum fröhlichen Naschen!

8. Erythrit 

Kaum Kalorien und etwas weniger süß als Zucker – das ist Erythrit. Dabei handelt es sich um einen chemisch erzeugten Alkoholzucker, das bedeutet, dass er mittels Fermentation hergestellt wird. Auf 100 Gramm liefert dieser Stoff nur um die 20 Kalorien. Doch wer jetzt denkt, hier kann man schlemmen so viel man will, sollte aufpassen: Eine zu große Menge des Stoffs kann zu unangenehmen Bauchschmerzen und Verdauungsproblemen führen. Also vielleicht doch lieber vorsichtig verwenden.

9. Zuckerrübensirup 

Hierfür werden Zuckerrüben gekocht und ausgepresst, der dadurch gewonnene Saft wird gänzlich ohne die Verwendung von Zusatzstoffen eingedickt. Verwendet wird der dunkle Sirup vor allem auch bei der Herstellung von Pumpernickel, das Brot bekommt so eine schön dunkle Farbe. Auch Soßen lassen sich mit dem Sirup verfeinern. Zuckerrübensirup enthält im Vergleich zu raffiniertem Zucker viele Mineralstoffe und kann so Teil einer vollwertigen Ernährung sein.

10. Yacon Sirup 

Nicht nur süß, sondern auch gesund ist die Yacon-Wurzel. Daraus kann sowohl Sirup als auch Pulver gewonnen werden. Die Wurzel steckt voller probiotischer Ballaststoffe, die sich positiv auf das Wohlbefinden auswirken können. Die Knolle steckt zudem voller Mineralstoffe und auch der Blutzuckerspiegel wird nicht zu sehr belastet. Sieht man sich die Kalorien an, schneidet Yacon Sirup besser als Zucker oder Honig ab. Wer sein morgendliches Müsli also einmal mit dieser Zuckeralternative versüßen möchte, tut seinen Geschmacksknospen und seiner Figur etwas Gutes!