Diese sechs Yoga-Klischees sind völlig überholt

Der Sonnengruß, der herabschauende Hund oder der Lotussitz, im Yoga gibt es über tausend Stellungen und auch mindestens so viele Vorurteile darüber.

Mann bei Yoga
Yoga ist für jedermann ein guter Ausgleich Foto: YakobchukOlena/iStock/Thinkstock

Yoga ist seit einigen Jahren in aller Munde, vor allem in jenen von Vollzeit-Muttis, Veganern, Öko-Fans und Supermodels. Männer haben im Yoga-Studio nichts zu suchen, außer Singles, die gelenkige Schönheiten aufreißen wollen, denn Yoga ist ja kein Sport sondern nur langweilige Meditation und daher nichts für echte Männer.

1. Yoga ist nur etwas für Ökos und Supermodels

Öko-Yogis laufen nur in weiten Hanf-Hosen aus dem Dritte-Welt-Laden herum, essen kein Fleisch und auch keine anderen tierischen Produkte, trinken grüne Smoothies mit Spinat zum Frühstück und gehen im Sommer gerne barfuß in der Stadt herum. Dann gibt es natürlich noch die zweite Kategorie: Die Supermodels, die in hautengen Laufhosen, nur mit einem Sport-BH bekleidet und einem Coffee-to-go in der Hand ins Yoga-Studio einlaufen. Wir können entwarnen: Sie werden in der Yoga-Klasse den unterschiedlichsten Charakteren begegnen, ja darunter werden sich auch Ökos und Models befinden, aber eben auch Geschäftsfrauen und Hausfrauen, Studenten und Pensionisten und Frauen und - auch Männer. 

2. Yoga ist nichts für "echte" Männer

Wenn Sie als Mann glauben, Yoga ist nur etwas für Frauen, dann haben Sie falsch gedacht. Die jahrhundertealte Tradition wurde nämlich ursprünglich sogar von Männern entwickelt und durchgeführt. Falls Sie das noch nicht überzeugt hat, hier ein weiteres schlagkräftiges Argument: Sogar das FC-Bayern München-Team und das amerikanische Militär haben eigene Yoga-Lehrer. Also rein in die Leggings (oder Sporthose) und ab zum Yoga.

3. Yoga ist kein Sport

Ein Grund warum sich wohl auch die meisten Männer gegen Yoga sträuben, ist das Klischee, dass man nur auf einer rosa Yoga-Matte herumsitzt und Ommmm sagt: falsch gedacht. Bei Yoga geht es um die richtige Atmung, Flexibilität und Muskelstärke, und bei der richtigen Durchführung kann sogar trainierten Männern mal die Puste ausgehen. 

4. Ich bin nicht flexibel genug für Yoga

Flexibilität ist zum Glück keine Charaktereigenschaft und auch keine Grundvoraussetzung um Yoga zu machen, denn gerade unflexible Menschen können beim Yoga Ihre Grenzen austesten. Durch den Wechsel von Spannung und Entspannung können vor allem ungelenkige Personen Fortschritte erkennen und ihrem Körper etwas Gutes tun.

5. Nur dünne und junge Menschen machen Yoga

Yoga ist für jeden geeignet, ob dick oder dünn, jung oder alt. Yoga hilft Ihnen dabei, sich in Ihrem Körper wohl und selbstbewusst zu fühlen. Durch die Workouts ändern sich häufig automatisch die Ernährungsgewohnheiten. Vor allem für ältere Menschen kann Yoga viele Vorteile bringen: Durch regelmäßige Workouts wird die Flexibilität erhöht und Muskeln um Knie- und Fußgelenke sowie um die Wirbelsäule werden gestärkt. Das Ergebnis: eine gute Balance und eine gute Vorbeugung vor Verletzungen. Denn eine aufrechte Haltung und straffe Muskeln sind vor allem im Alter wichtig.  

6. Yoga ist überteuert 

Zugegeben, man muss sich Yoga leisten können (und wollen). Aber vergessen Sie nicht: Auch Yogalehrer müssen von etwas leben, die Raummieten, die Yogamatten sowie die Heizkosten sind - neben der Arbeit des Lehrers - zu bezahlen. Falls Sie noch unentschlossen sind, empfehlen wir, einen einen Testmonat zu nutzen. Hier können Sie beispielsweise für deutlich weniger Geld als üblich ein Yoga-Studio einen Monat lang nutzen. Außerdem gibt es in den meisten Städten auch Gratis-Angebote, die zum Teil von den Krankenkassen gefördert werden.

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