Beste Medizin: Warum Sie unbedingt weinen sollten

Meist fühlen wir uns besser, nachdem wir uns so richtig ausgeheult haben. Diese positive Nachwirkung wurde nun erstmals wissenschaftlich bestätigt – mit tröstenden Ergebnissen.

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Nicht zurückhalten - weinen ist die beste Medizin! Foto: Marjan_Apostolovic/ iStock/Thinkstock

Aktuelle Untersuchungen haben ergeben, dass vergossene Tränen gleich nach dem Emotionsschub zu einem Stimmungstief führen. ABER: Rund 90 Minuten später kommt es zu einem richtig positiven Gemütszustand, der sogar besser ist als der vor dem Weinkrampf, so die Studienergebnisse der Tilburg Universität in den Niederlanden.

Drama, baby, Drama!

Da vorgehende Studien zu diesem Thema bislang kontroverse Ergebnisse geliefert haben, wurde dieser Test zu drei verschiedenen Zeitpunkten gemessen: Direkt nach dem Weinen, 20 Minuten später und schließlich 90 Minuten danach. Den Probanden wurde dazu das herzzerreißende Holocaust-Drama „Das Leben ist schön“ gezeigt oder „Hachiko“, in dem es um einen treuen Hund geht, der sieben Jahre nach dem Tod seines Herrchens noch immer jeden Tag auf ihn wartet. Werden Ihre Augen etwa jetzt schon feucht?

Weinen ist gute Therapie

Diejenigen, die während des Films geweint haben, fühlten sich nach 90 Minuten besser als vor dem Film, jedoch schlechter gleich nach der ersten Heulattacke. Bei der 20-Minuten-Markierung fühlten sie sich sozusagen neutral beziehungsweise so, wie vor dem Film.  Die Stimmung braucht demnach einige Zeit, um sich wieder zu erholen und vor allem zu verbessern. Nicht-Heulsusen hingegen konnten keinerlei Stimmungsänderungen feststellen. Stauen sich Emotionen also an, lassen Sie Ihrem heulenden Elend freien Lauf.