Darum sollten wir beim Essen kein Wasser trinken

Warum Wassertrinken während dem Essen laut Ernährungswissenschaftlern ungesund ist, und welche Auswirkungen es auf die Verdauung hat.

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Trinken ja - aber das Timing ist entscheidend Foto: JANIFEST/iStock/Getty Images Plus/Getty Images

Ein Glas Wasser zu jeder Mahlzeit? Gar nicht so gesund, wie es scheint. Ausreichende Wasserzufuhr über den Tag verteilt ist wichtig für den Stoffwechsel, eine tolle Haut, einen strahlenden Teint, Außerdem stillt es das Hungergefühl. Beim Essen sollten wir allerdings laut Ernährungswissenschaftlern auf das Glas Wasser verzichten. Welche negativen Folgen die Kombination von Speisen und Flüssigkeit für unseren Körper haben kann, verraten wir hier:

Auswirkungen auf die Verdauung

Für einen gesunden, schlanken Körper gilt die Grundregel: viel Wasser. Ausnahmefall: während des Essens. Ernährungswissenschaftlerin und Bestseller-Autorin Kimberly Synder ist der Meinung, dass die täglich empfohlene Menge von zwei bis drei Liter Wasser uns nicht im Geringsten schadet, es während der Mahlzeiten aber unseren Körper beeinträchtigen kann. Kohlensäurehaltige Getränke wie Mineralwasser, Prosecco und Limonaden wirken sich demnach negativ auf den Stoffwechsel aus und belasten den Magen. Synder erklärt, dass durch Wasser zu den Mahlzeiten die Magensäure verdünnt wird, was unsere Verdauung wiederum verlangsamt. Folglich halten sich die eingenommenen Speisen länger im Körper auf. Die Folge: Wir fühlen uns müde und kraftlos. Denn der verlangsamte Verdauungsprozess entzieht uns wichtige Energie, und das bekannte Mittagstief kann bei dem ein oder anderen sogar stärker ausfallen.

Das richtige Timing

Statt Wasser zum Essen sei es dagegen besser, vor der Mahlzeit ein Glas zu trinken. Damit vermeiden wir Verdauungsprobleme, drosseln unser Hungergefühl und verlieren bestenfalls noch einige Kilos, weil das Sättigungsgefühl schneller eintritt und man so beim Essen nicht über die Stränge schlägt. Aber Vorsicht: Eine kontrollierte Trinkmenge ist wichtig, um eine Überlastung von Nieren und Magen-Darm-Trakt zu vermeiden. Denn zu viel Wasser in kurzer Zeit kann ebenfalls schädlich sein - Kopfschmerzen, Schwindel und Krampfanfälle hervorrufen. Daher lieber über den Tag verteilt öfter zum Wasserglas greifen, kleine Schlucke trinken und so den Körper regelmäßig mit ausreichend Flüssigkeit versorgen. So bleiben Energie und Konzentration konstant auf einem hohen Level, die Organfunktionen in Takt und Ihre Haut schön straff.