Vollmond: Sechs hilfreiche Infos

Von jeher werden dem Vollmond geheimnisvolle Kräfte zugesprochen. Wussten Sie zum Beispiel, dass Wölfe gar nicht den Mond anheulen? Oder dass dieser Ihre Wäsche weißer macht? Sechs hilfreiche Fakten über den magischen Trabanten.

Cover Vollmond
Auch die Liebe wird vom Vollmond beeinflusst Foto: zoff-photo/iStock/Thinkstock

1. Wölfen ist der Vollmond egal

Ein hartnäckiges Gerücht, das sich schon lange hält: Wölfe heulen den Mond an. Das stimmt so nicht! Der Wolf ist ein nachtaktives Tier - er heult, um soziale Kontakte zu knüpfen und nicht, um dem Mond zu huldigen. In der Vergangenheit stellte man fälschlicherweise eine tiefe Verbindung zwischen dem Wolfsgeheul und dem Vollmond her, da beides nachts zu sehen und zu hören war. Vor allem in klaren, mondhellen Nächten, wenn die Bäume kahl, und die Luft sehr kalt war, wurde der Gesang der Wölfe sehr weit getragen und dadurch verstärkt von den Menschen wahrgenommen.

2. Liebe

Dem Vollmond wird nachgesagt, dass er wie eine Art Vergrößerungsglas wirkt. Er lässt alle vorhandenen Empfindungen noch deutlicher werden. Das trifft sowohl auf die guten als auch die negativen Gefühle zu. Hatten Sie kurz vor dem Vollmond eine Krise oder einen Streit, werden Sie diese Distanz und die innere Unzufriedenheit noch stärker wahrnehmen. Ist Ihre Beziehung hingegen gerade in einer glücklichen und zufriedenen Phase, wird sich auch dieses Gefühl verstärken. Es ist übrigens tatsächlich so, dass in Vollmondphasen die meisten Heiratsanträge gemacht werden.

2. Abnehmen dank Vollmond?

Leider ist der Himmelskörper absolut keine Hilfe beim Abnehmen. Im Gegenteil! Es wäre sogar empfehlenswert, zu Vollmond einen Fastentag mit Obst, Gemüse und viel Flüssigkeit einzulegen. Denn rund um den Vollmond (einen Tag davor und am Tag des Vollmondes selbst) ist es ratsam, weniger zu essen, da kleine Sünden es sich in dieser Zeit besonders gerne auf der Hüfte bequem machen.

3. Weißere Wäsche

Einem alten Glauben nach wird Wäsche, die im Licht des Vollmonds trocknet, besonders weiß. Tatsächlich hat das Licht des Himmelskörpers eine bleichende Wirkung. Es ist aber Vorsicht geboten! Setzt man seine Wäsche dem Mondschein zu lange aus, kann der natürliche Bleichvorgang die Fasern angreifen.

weiße Wäsche
Abends die Wäsche raushängen: Im Vollmondlicht wird sie weißer Foto: IdealPhoto30/iStock/Thinkstock

4. Vollmond zur Mittagsstunde

Den Mond kann man häufig auch am Tageshimmel bewundern - allerdings ist das kein Vollmond. Um einen richtigen Vollmond zu sehen, muss die Erde genau zwischen Mond und Sonne sein. Die Sonne beleuchtet dann die der Erde zugewandten Seite des Mondes vollständig. Dabei befinden sich aber Sonne und Mond auf den genau entgegengesetzten Seiten der Erde. Das ist der Grund, warum der Mond genau dann aufgeht, wenn die Sonne untergeht - und umgekehrt. Wenn Vollmond ist, ist der Mond die gesamte Nacht - sofern keine Wolken die Sicht behindern - am Himmel zu sehen, aber nicht am Tag. Vollmond und Sonne gleichzeitig am Himmel zu sehen ist in der Nähe des Pols oder unter bestimmten Voraussetzungen in einer kurzen Zeitspanne während eines Sonnenuntergangs möglich.

5. Gefräßige Löwen

In Ostafrika ist es empfehlenswert, an Tagen kurz nach Vollmond zu Hause zu bleiben. Das Risiko, in dieser Zeit von einem Löwen in Stücke gerissen zu werden, ist besonders hoch. Wissenschaftler der Universität Minnesota haben das Phänomen in Tansania anhand von rund 500 Attacken der Raubtiere auf Dorfbewohner untersucht und festgestellt, dass der Himmelskörper daran indirekt beteiligt ist. Sie erklären die Angriffslust der Tiere damit, dass der Jagderfolg mit den Lichtverhältnissen zusammenhängt. Je weniger Licht, desto erfolgreicher ist die Beutetour. Bei zunehmendem Mond sind die Nächte aber relativ hell, wodurch die Löwen weniger Erfolg bei der Jagd haben und deshalb zunehmend hungriger werden. An den Tagen nach Vollmond geht der Mond in dieser Gegend erst einige Zeit nach dem Sonnenuntergang auf. Viele Menschen sind dann noch aktiv, und für die Löwen bieten sich ideale Jagdbedingungen.

6. Begünstigt Gartenarbeit

Der Mond beeinflusst nicht nur die Gezeiten, sondern auch die Flora. Pflanzen können bei Vollmond Nährstoffe besonders gut aufnehmen, Wunden am Stamm verwachsen zu dieser Zeit weniger gut. Es ist somit ratsam, Bäume und Sträucher erst später zurückzuschneiden. Wer sich häufiges Rasenmähen ersparen möchte, kann sich ebenfalls an den Mondkalender halten. Zu Vollmond gemäht, wächst das Gras angeblich langsamer nach. Sie glauben an die Kraft der Heilkräuter und wollen sich gerne einen eigenen kleinen Vorrat anlegen? Ernten Sie die Pflanzen zu Vollmond. Zu dieser Zeit sind ihre Wirkstoffe am stärksten.

Hier der Vollmondkalender für 2019:

  • Montag, 21. Jänner 2019, 06:16:05 Uhr (totale Mondfinsternis)
  • Dienstag, 19. Februar 2019, 16:53:36 Uhr
  • Donnerstag, 21. März 2019, 02:42:54 Uhr
  • Freitag, 19. April 2019, 13:12:12 Uhr
  • Samstag, 18. Mai 2019, 23:11:24 Uhr (Blue Moon)
  • Montag, 17. Juni 2019, 10:30:42 Uhr
  • Dienstag, 16. Juli 2019, 23:38:18 Uhr
  • Donnerstag, 15. August 2019, 14:29:18 Uhr
  • Samstag, 14. September 2019, 06:32:48 Uhr
  • Sonntag, 13. Oktober 2019, 23:07:54 Uhr
  • Dienstag, 12. November 2019, 14:34:30 Uhr
  • Donnerstag, 12. Dezember 2019, 06:12:18 Uhr