Veganer, aufgepasst! Dieses Obst ist nicht vegan

Eier, Fleisch und andere tierische Erzeugnisse wie Honig findet man auf dem Speiseplan eines strengen Veganers nicht. Obst und Gemüse hingegen sehr wohl. Doch so manches vermeintlich vegane Obst und Gemüse ist nicht so vegan wie gedacht.

Frau isst Banane nach Sport
Bananen sind nicht immer vegan Foto: Antonio_Diaz/iStock/Thinkstock

1. Bananen enthalten Tierschalen

Besonders nach dem Sport lieben es viele, eine kleine Banane zu essen. Doch auch Bananen sind nicht immer vegan. Viele von ihnen werden nämlich mit Chitosan behandelt, damit sie auf ihren oft langen Transportwegen nicht so schnell unansehnlich braun und matschig werden. Das Pestizid verhindert das Ausreifen der Bananen und wird hauptsächlich aus den Panzern von Garnelen gewonnen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, dass er chitinfreie Bananen kauft, braucht lediglich auf Bio-Bananen achten. Bei Bio ist der Einsatz von Chitosan nicht erlaubt.

2. Feigen "verspeisen“ Wespen

Es könnte alles so einfach sein! Feigen sind Früchte, und Früchte sind vegan. So einfach ist es aber nicht. Viele Feigenarten werden von sogenannten Feigenwespen befruchtet. Als Gegenleistung für ihre Dienste können die Insekten ihre Eier in den Blütenständen ablegen. Für die Wespen auf den ersten Blick ein guter Deal, da die Eier dort gut geschützt sind. Doch oftmals schaffen es die Wespen nicht mehr aus der Blüte zu kommen und verenden an Ort und Stelle. Die Wespe wird zwar vollständig von der Feige zersetzt, streng genommen ist aber Tierisches in der Frucht enthalten.

Wer jetzt Bedenken hat, weiterhin Feigen zu essen, kann beruhigt sein. Die Wespen verenden meist in den männlichen Blüten. Es sind aber die weiblichen, aus denen sich die Feigen, die wir essen, entwickeln. Natürlich kann nicht völlig ausgeschlossen werden, dass eine Wespe nicht auch einmal in einer weibliche Blüte ihr Leben lässt. Da es sich um einen ganz normalen natürlichen Bestäubungsvorgang handelt, kann diesem nur schlecht vorgebeugt werden. Man hat also die Wahl: Entweder man geht das Risiko ein, oder man verzichtet darauf Feigen zu essen.

Frau mit Feige in der Hand
Feigen "verspeisen" Wespen Foto: mabe123/iStock/Thinkstock

3. Marmelade und Gemüsesuppe

Wer glaubt, dass Marmelade und Gemüsesuppe vegan sein müssen, weil es sich ja um verarbeitetes Obst und Gemüse handelt, irrt. Neben der Gelatine, die von vielen Herstellern eingesetzt wird, um die richtige Konsistenz zu erreichen, wird in vielen Marmeladensorten auch Karmin verwendet. Der rote Farbstoff wird aus trächtigen Schildläusen gewonnen.

Bei der Gemüsesuppe verhält es sich ganz ähnlich. Natürlich müssen laut Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung alle zugesetzten Aromen angeführt werden. Allerdings lässt sich mit der Bezeichnung "natürliches Aroma“ nicht feststellen, ob es sich um rein pflanzliche oder tierische Zutaten handelt. Gemüse-Fertigsuppen können somit auch tierische Inhaltsstoffe enthalten.

Was ist noch vegan?

Die löbliche Motivation von Veganern: dass Tiere für ihre Ernährung nicht leiden sollen. Wer es damit ganz genau nimmt, dürfte jedoch auch keine Obst- und Gemüsesorten mehr konsumieren, da auch darunter Tiere zu leiden haben. So können etwa Avocados, Kiwis, Melonen, Butternuss-Kürbisse und Mandeln nicht als vegan bezeichnet werden.