Work & Travel: 10 Urlaubsziele für Engagierte

Reisen und gleichzeitig Gutes tun wird immer beliebter. Wieso also nicht die Sonne genießen und dabei die Welt ein klein wenig besser machen? An diesen zehn Orten geht beides!

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In der Mongolei kann man Gemüse anbauen Foto: muha04/iStock/Thinkstock

Reisen öffnet den Horizont und lässt einen offener auf die Welt sehen. Kein Wunder, dass dabei immer mehr Menschen auch auf die herrschenden Missstände aufmerksam werden und beschließen, selbst etwas dagegen zu unternehmen und tatkräftig mit anpacken. Wem die Idee, Urlaub mit Freiwilligenarbeit zu verbinden zusagt, findet hier vielleicht einige inspirierende Empfehlungen. Allerdings sollte man darauf achten, seine Reise nur bei seriös wirkenden Anbietern zu buchen – Arbeiten, für die es im Grunde eine spezielle Qualifikation bräuchte, nach der aber nicht gefragt wird, sollte man ablehnen, hier könnte es sich um einen unseriösen Anbieter handeln.

1. Garteln in der Mongolei

Wer gerne ökologisch einwandfreies Gemüse anbauen und dabei die wilde Schönheit der Mongolei erleben möchte, kann im Rahmen eines mehrwöchigen Aufenthalts sein Können bei der Farmarbeit unter Beweis stellen. Für Kost und Logie ist natürlich gesorgt – bis das selbst angebaute Gemüse erntereif ist, ist der eigene Freiwilligenurlaub nämlich meist schon wieder beendet. Was man aber ernten kann, ist das gute Gefühl, bei etwas Sinnvollem mitgewirkt zu haben.

2. Orang-Utans versorgen auf Sumatra

Orang-Utans sind vom Aussterben bedroht, seit 1985 wurde der Regenwald um 60 % reduziert, woraufhin sich die Orang-Utan-Population um 86 % verringerte. Wer mithelfen möchte, diese wundervollen Tiere zu schützen, kann dies in Indonesien tun. Im Nationalpark kann man aktiv dabei helfen, diese Tiere zu schützen und wertvolle Forschungsarbeit zu leisten. Zum Programm gehört die Wiederaufforstung des Dschungels, in mehrtägigen Trekkingtouren kann die Wildnis erforscht werden und die Orang-Utans in ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet werden. Ebenso wird Kontakt zur lokalen Bevölkerung hergestellt, um nachhaltige Produkte herzustellen. Vorkenntnisse muss man für dieses Abenteuer keine mitbringen.

3. Heuarbeiten in Südtirol

Südamerika ist zu weit entfernt? Wie wäre es denn mit einem etwas alpinerem Ambiente? In Südtirol kann man auf Bergbauernhöfen noch ganz urig beim Heuarbeiten helfen. Traktoren? Fehlanzeige, hier wird noch mit der Hand gemäht. Rund 300 verschiedene Einsatzorte gibt es und immer mehr junge Menschen zieht es für eine Zeit lang in die Abgeschiedenheit der Berge. Lange ausschlafen und faulenzen gilt hier allerdings nicht, auf einem Hof herrscht Zusammenhalt und alle müssen gleichermaßen mit anpacken. Auch reine Stadtkinder dürfen hier einmal Bergluft schnuppern, landwirtschaftliche Vorkenntnisse sind nämlich nicht vonnöten. 

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In Südtirol das bäuerliche Leben kennenlernen Foto: TomasSereda/iStock/Thinkstock

4. Unterrichten in Paraguay

Laut Gallup-Umfrage im Jahr 2013 leben hier die glücklichsten Menschen der Erde – wenn das mal kein Grund ist, Land und Leute etwas näher kennenzulernen. Wer dazu auch noch Spanisch und Deutsch beherrscht, kann ja in einem Kulturzentrum Kindern seine Muttersprache näherbringen und Organisationen als Hilfslehrer unterstützen. Dabei lernt man nicht nur seine Kollegen sowie die Einheimischen besser kennen, sondern bietet den Kindern Zugang zu Bildung und bereitet sie auf ihre Zukunft vor.

5. Naturschutz auf Kuba

Im herrlichen Kuba kann man nicht nur die Sonne genießen und das karibische Flair in sich aufnehmen, sondern auch die Umwelt schützen. Dabei reicht das Aufgabengebiet von Müll aufsammeln am Strand bis hin zum Einfangen des Rotfeuerfisches, der die einheimischen Fischarten zunehmend bedroht. Damit man sich mit den Einwohnern auch problemlos unterhalten kann, kann man nebenbei einen Spanischkurs besuchen. Nach einigen Wochen kehrt man so braun gebrannt und mit perfekten Spanischkenntnissen zurück.

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Die Umwelt retten auf Kuba Foto: Delpixart/iStock/Thinkstock

6. Rehabilitationszentrum in Portugal

Eukalyptusbäume, rote Sanddünen und frischen Fisch genießen, während man in einem Rehabilitationszentrum für drogenabhängige und armutsgefährdete Menschen seinen Beitrag leisten kann. Das Thema Armut ist auch in Portugal präsent, besonders in Lissabon gibt es diesbezüglich Probleme und eine große Kluft zwischen Arm und Reich. Im Zenter arbeitet man direkt vor Ort, kann aber auch administrative Aufgaben erledigen und Broschüren ins Englische übersetzen oder den Social-Media-Kanal betreuen.

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In Lissabon herrscht eine große Kluft zwischen Arm und Reich Foto: SeanPavonePhoto/iStock/Thinkstock

7. Tierschutz in Florida

Im sonnigen Florida kann man aktiv dabei helfen, ein Tierschutzzentrum zu erhalten, das als Auffangstation für Wildtiere dient. Und in Florida kommt da schon einiges daher: Bären, Alligatoren, Pumas, Affen, Schlangen und noch vielem mehr wird man hier begegnen. Helfen kann man bei der Fütterung der Tiere oder der Reinigung der Gehege, in direkten Kontakt darf man mit den Tieren aber nicht treten.

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In Florida werden Wildtiere wieder aufgepäppelt Foto: SINGTO2/iStock/Thinkstock

8. Vegan in Kalifornien

Wem Wolf und Bär zu wild ist, sich aber dennoch um Tiere kümmern möchte und dazu auch noch vegan lebt, kann sich in Kalifornien um Tiere kümmern, die aus der Massentierhaltung gerettet wurden. Bis zu 300 Rinder, Schafe oder Hühner finden hier ein Zuhause. Der Aufgabenbereich deckt von Tierfütterungen bis hin zu Streicheleinheiten alles ab. Und die Verpflegung ist natürlich rein pflanzlich!

9. Ökotourismus auf Japan

Manche Touristen wissen gar nicht, wie bedroht und wertvoll die Natur ist. Damit sich das ändert, kann man in Japan freiwillig in Besucherzentren den Touristen eine geführte Tour in der jeweiligen Landessprache geben. Ebenso kann man mit den dort ansässigen Biologen auf Erkundungstour gehen und aufpassen, dass sich keine Touristen im Wald verirren. So kann man ganz einfach während des Arbeitens die frische Luft und die beeindruckende Natur Japans genießen.

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Den Touristen in Japan die Natur erklären Foto: Pexels

10. Kindergarten in Vietnam

Wer ein Herz für Kinder hat, kann in Vietnam seinen Beitrag leisten. Manche Organisationen haben sich auf die Betreuung von behinderten Kindern spezialisiert. Diese brauchen viel Zuwendung und Liebe, wollen aber natürlich auch ein wenig unterhalten werden. Wer lieber in den medizinischen Bereich eintauchen möchte, kann auch auf einer Kinderstation im Krankenhaus für ein Kinderlächeln sorgen – eine rote Nase ist dabei sicher hilfreich.

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In Vietnam kann man mit behinderten Kindern arbeiten  Foto: cristaltran/iStock/Thinkstock

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