Wassereinlagerungen im Sommer: 8 schnelle Tipps

Müde Beine, geschwollene Füße, schmerzende Hände: Wassereinlagerungen treten vor allem im Sommer häufiger auf. Wir klären die Ursachen und verraten acht schnelle Tipps gegen die unangenehmen Schwellungen.

Frau fühlt starke Fußschmerzen Wassereinlagerungen geschwollene Füße
Wassereinlagerungen im Sommer lösen Schwellungen und unangenehme Schmerzen aus Foto: Aleksej Sarifulin/iStock/Getty Images Plus/Getty Images

Keine Frage, wir lieben den Sommer. Doch vor allem in Sachen Beauty und Pflege bringt die sonnige Jahreszeit das ein oder andere Problem mit sich. Eines davon: Wassereinlagerungen im Körper. Je wärmer die Temperaturen, desto mehr Wasser lagert sich im Körper ein. Frauen mit schwächerem Bindegewebe leiden besonders darunter. Die Folge sind geschwollene Beine, dickere Finger, ein aufgeschwemmtes Gesicht und hin und wieder sogar Wassereinlagerungen in Armen und Bauch. Verursachen die Ödeme Spannungen, müssen manche Menschen unangenehme Schmerzen ertragen. Normalerweise sind solche Einlagerungen harmlos und können mit ein paar Tricks reduziert werden.

Die häufigsten Ursachen

Die Liste der Ursachen für Ödeme ist lang und kann viele verschiedene Gründe haben. Dazu gehören unter anderem: Mangelernährung, langes Stehen oder Sitzen, hormonelle Schwankungen durch das prämenstruelle Syndrom, Schwangerschaft, hoher Salzkonsum, Unterfunktion der Schilddrüse oder die Nebenwirkungen von Medikamenten. Sind die Schwellungen intensiv, gehen nicht zurück und stören Sie über einen längeren Zeitraum, sollten Sie dringend einen Arzt aufsuchen. Es könnte nämlich auf eine Fehlfunktion der Nieren oder des Herzens hinweisen. Im Sommer ist meistens die Hitze der ausschlaggebende Grund für die fiesen Wassereinlagerungen. Die hohen Temperaturen führen dazu, dass Wasser aus dem Lymph- oder Blutsystem austritt und sich in anderen Körperbereichen ansammelt.

Woran erkenne Sie Wassereinlagerungen?

Das Gefühl, wenn Ihnen nach einem langen Tag das Schuhe-Ausziehen deutlich schwerer fällt oder Sie gar nicht mehr reinkommen, Ihr Lieblingsring plötzlich drückt oder Sie ihn nicht mehr über den Finger streifen können: die Folgen von Wassereinlagerungen. Bestimmte Körperteile sind geschwollen, manche empfinden ein Pochen, Spannungen oder unerträgliche Schmerzen. An den Beinen lassen sich die sogenannten Ödeme besonders einfach und schnell erkennen: Drücken Sie mit dem Finger auf die gespannte Stelle. Bleibt eine sichtbare Delle zurück, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine Wassereinlagerung.

1. Salz und Zucker reduzieren

Frau mit Hand lehnt Junk-Food ab kein Zucker und Salz Wahl auf Apfel Gesundheit
Eine Reduktion von Zucker und Salz kann Wassereinlagerungen vorbeugen Foto: Kiwis/iStock/Getty Images Plus/Getty Images
Um unangenehmen Wassereinlagerungen vorzubeugen, verzichten Sie auf Lebensmittel, die Wasser im Körper binden. Das sind vor allem Salz und Zucker. Mit frisch zubereiteten Mahlzeiten haben Sie eine bessere Kontrolle über die eingenommene Salz- und Zuckermenge. Also Fertiggerichte lieber vom Speiseplan streichen. Können Sie nicht auf Salz verzichten, dann steigen Sie zumindest auf Meersalz um. Es enthält weniger Natrium, das hauptsächlich für die Wasserbindung verantwortlich ist.

2. Kalium, Magnesium und Vitamin B6

Sportliche junge Frau mit gesunden Lebensmitteln
Grünes Gemüse enthält viel Magnesium und reduziert Symptome von Ödemen Foto: Vasyl DolmatoviStock/Getty Images Plus/Getty Images
Meersalz etwa enthält weniger Natrium und höhere Anteile anderer Mineralien wie Kalium. Davon sollten wir mehr zu uns nehmen. Es bringt Balance in unseren Körper. Am besten können Sie es über Nüsse, Quinoa, Avocado, Bananen und Spinat aufnehmen. Magnesium ist ebenfalls in grünem Gemüse, Nüssen, Vollkornprodukten und sogar dunkler Schokolage gespeichert und reduziert Symptome von Ödemen – sowie Vitamin B6. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass es eine Hilfe bei der Reduzierung von Wassereinlagerungen ist. Enthalten ist es in Wassermelonen, Ananas, Birnen, Fleisch, Gurke, Sellerie, Bohnen und Kartoffeln.

3. Smoothies

Prozess der Herstellung gesunde smoothie
Smoothies mit entwässerndem Obst helfen Wassereinlagerungen zu bekämpfen Foto: nerudol/iStock/Getty Images Plus/Getty Images
Falls Sie einmal weniger Zeit haben und keine Mahlzeiten mit den oben genannten Lebensmitteln vorbereiten können, lassen sich davon auch viele leicht und schnell zu einem Smoothie verarbeiten. Zur Reduktion von Wassereinlagerungen funktioniert dabei entwässerndes Obst am besten: Wassermelone, Ananas und Erdbeeren. Wichtig: nicht künstlich süßen!

4. Dry Brushing

Ähnlich wie bei einer Lymphdrainage wird beim Trockenbürsten durch eine sanfte Massage der Rückfluss der Lymphflüssigkeit angeregt, die die Wassereinlagerungen verursacht haben. Mit einer Naturborstenbürste die Haut zehn bis 20 Minuten leicht massieren. Bei regelmäßiger Anwendung verbessert sich Ihre Durchblutung, gestaute Flüssigkeiten gelangen beinahe sofort aus dem Körper, und Ihre Haut fühlt sich weich und zart an.

5. Wechselduschen

Nicht nur Lebensmittel können die Ursache für Wassereinlagerungen sein. Die große Hitze macht dem Körper mindestens genauso zu schaffen. Logisch also, dass eine gezielte Kühlung die Symptome lindern kann. Versuchen Sie beim Duschen das Wasser abwechselnd von kalt auf lauwarm einzustellen. Durch die kühlen Strahlen ziehen sich die Gefäße zusammen, und das eingelagerte Wasser wird abtransportiert. Durch den Temperaturwechsel wird die Elastizität der Gefäße trainiert und gefördert. Tipp: Für eine langfristige Wirkung bei jedem Duschgang anwenden.

6. Viel Wasser und Kräutertees trinken

Frau trinkt Glas Wasser Flüssigkeit Wasserzufuhr
Je mehr Wasser der Körper bekommt desto schneller werden Giftstoffe ausgespült Foto: seb_ra/iStock/Getty Images Plus/Getty Images
Ja, richtig – gegen Wassereinlagerungen hilft mehr Wasser. Wassermangel bzw. Flüssigkeitsentzug begünstigen Wassereinlagerungen. Der Körper braucht für sämtliche Prozesse – Zellproduktion, Ausspülen von Giftstoffen usw. – Flüssigkeit. Es ist also hilfreich, immer mal wieder zur Wasserflasche oder zu Kräutertees zu greifen. Sie sind echte Wundermittel gegen Ödeme. Brennnesseltee wirkt besonders entwässernd. Auch Löwenzahn, Schachtelhalmkraut oder Birkenblätter verschaffen Abhilfe. Geheimtipp: Leinsamen und Koriander. Koriandersamen fördern die Durchblutung, linden Schmerzen und Schwellungen. Leinsamen entgiftet und wirkt entzündungshemmend. Für eine schnelle Schmerzlinderung zweimal täglich einen halben Teelöffel davon in ein Glas Wasser geben.

7. Regelmäßige Bewegung

Spazieren gehen, Fahrrad fahren, Joggen, statt Aufzug einfach einmal Treppen steigen: Ein aktiver Lebensstil kann Wassereinlagerungen vorbeugen und ist der Schlüssel zur schnellen Bekämpfung. Intensive Workouts sind natürlich gut, aber nicht unbedingt notwendig. Wichtig ist die Integration regelmäßiger Bewegung in Ihren Alltag. Sitzen Sie berufsbedingt viel im Büro, lassen sich Wassereinlagerungen mit kurzen Übungen für zwischendurch lösen. Stellen Sie sich aufrecht hin und heben Sie Ihre Fersen kontrolliert langsam auf und ab. Ihre Wadenmuskulatur wird angeregt, und gebundenes Wasser fließt schneller ab.

8. Das richtige Schuhwerk

Barefoot Business Woman Changing Shoes from High Heel to Comfortable Sneaker
Unbequemes Schuhwerk verstopft die Blutzirkulation und fördert Wassereinlagerungen Foto: dragana991/iStock/Getty Images Plus/Getty Images
Mules, Wedges, High Heels & Co. sehen super sexy aus, zaubern ein schlankes Bein und sind stylisch, aber oft der Grund für Wassereinlagerungen. Schuhe, die drücken, eng oder sehr hoch sind, unterbrechen die Durchblutung und fördern schmerzende, anschwellende Füße und Waden. Also das moderne Schuhwerk lieber gegen flache, bequeme Schuhe eintauschen und bei Gelegenheit hin und wieder barfuß laufen bzw. gehen.