Die fünf besten Tipps gegen Heißhunger

Ein Vanillekipferl hier, ein Lebkuchen da – in der Adventszeit locken besonders viele süße Verführungen. Und einmal angefangen, hat man den Keksteller dann auch schon leer gegessen. Aber es gibt einige Tricks, um Heißhunger zu vermeiden.

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Mit diesen Tipps hat der Heißhunger keine Chance mehr  Foto: Jacob Wackerhausen/iStock/Thinkstock

Heißhunger hängt direkt mit dem Blutzuckerspiegel zusammen. Steigt dieser rasant an, beispielsweise durch zuckerhaltige Lebensmittel, so fällt er auch dementsprechend schnell wieder ab. Das Ergebnis: Der Körper verlangt nach immer mehr Süßem, um den Blutzuckerspiegel wieder in die Höhe zu treiben. Dieser steigt dann wiederum rasch an und fällt genauso schnell wieder ab, und das Spiel beginnt von Neuem. Es gibt aber einige gute Strategien, um die Weihnachtszeit ohne überschüssige Pfunde zu überstehen.

1. Morgens, Mittags, Abends

Der Kampf gegen den Heißhunger beginnt bereits am frühen Morgen: Ein gesundes Frühstück gibt Energie, und wer so schwungvoll in den Tag startet, ist schon einmal bestens gegen Heißhungerattacken gewappnet. Es empfiehlt sich seine Mahlzeiten auf Frühstück, Mittag- und Abendessen aufzuteilen und dem Körper dazwischen Pausen zu gönnen. Dies hilft nicht nur dabei, den Insulinspiegel konstant zu halten und so Heißhunger zu vermeiden, sondern man vermeidet gleichzeitig, sich unbewusst und nebenbei mit Schokolade und Co. vollzustopfen. Wenn es schon was Süßes sein muss, dann bitte mit Genuss und ganz bewusst – direkt nach dem Mittagessen ist eine kleine Nascherei also kein Problem. Gönnt man sich seinen Lieblingskeks im Anschluss an eine ausgewogene Mahlzeit, steigt auch der Blutzuckerspiegel nicht so markant in die Höhe, wie wenn man nur zuckerhaltige Lebensmittel verzehren würde. Grund dafür sind die in der Mahlzeit enthaltenen Ballaststoffe. Wer ohne Snacks gar nicht durch den Nachmittag kommt, der sollte zu gesunden Nahrungsmitteln greifen – diese machen länger satt und stecken dabei auch noch voller wertvoller Nährstoffe.

2. Her mit dem Ballast!

Ballaststoffe sind eine wunderbare Möglichkeit, Heißhungerattacken entgegenzuwirken. Das beginnt schon beim Frühstück: Lieber auf die Semmel mit Marmelade verzichten und dafür zum gesunden Vollkornmüsli und frischem Obst greifen. In Weißmehlprodukten stecken vor allem leere Kalorien und kaum Nährstoffe, der Blutzuckerspiegel reagiert auf sie jedoch empfindlich und schießt in die Höhe – und schon bald braucht man ganz dringend wieder einen Snack. Vollkornprodukte hingegen lassen den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen und genauso langsam fällt er auch wieder ab. So übersteht man eine Pause zwischen den Mahlzeiten ganz einfach und fühlt sich dabei auch noch voller Energie. Wertvolle Ballaststoffe stecken vor allem in Vollkornprodukten und Gemüse, aber auch bestimmte Obstsorten – z.B. Äpfel – sind sehr zu empfehlen.

3. Trinken, trinken, trinken

Ausreichend Flüssigkeit ist wichtig für den Körper – und wir reden hier nicht von süßen Softdrinks. Wasser ist die beste Medizin, aber auch eine schöne Tasse Tee hilft gegen den Appetit auf den nächsten Keks. Durch den Geschmack von Pfefferminze beispielsweise verschwindet der Gusto auf Süßes und eine Tasse Grüntee schenkt neue Energie. Übrigens: Wer Durst hat, verwechselt dieses Gefühl oft mit Hunger. Grummelt der Magen, sollte man es zuerst einmal mit einem Glas Wasser versuchen – hat man dann immer noch Hunger, sollte man dann aber eine gesunde Mahlzeit zu sich nehmen.

4. Bewegung bringt's

Ausreichend Sport ist nicht nur für eine gute Figur wichtig, sondern auch für die Psyche. Etwas Bewegung, bevorzugt an der frischen Luft, macht den Kopf klar und hilft gegen Stress. Wer so neue Energie tankt, der bewältigt Job und Alltag leichter und gibt dem Heißhunger keine Chance. Ebenso wichtig wie Bewegung ist aber auch ausreichend Schlaf: Wer zu wenig schläft, schüttet vermehrt das Hormon Ghrelin aus, das appetitanregend ist.

5. Keine Verbote

Zu guter Letzt: Verbote bringen nichts! Wer sich jetzt eisern vornimmt, die ganze Adventszeit nichts und an Heiligabend nur einen einzigen Keks zu naschen, der braucht sich nicht zu wundern, wenn dieser Plan nicht aufgeht. Durch Verbote wird Süßes nur noch reizvoller. Das Ergebnis: Man kämpft sich durch die Adventszeit und versucht all den süßen Verführungen zu widerstehen. Isst man dann aber einen Keks, kommt schnell der Gedanke "Jetzt ist es auch schon egal" - und ratzfatz ist aus einem Keks der Inhalt der ganzen Keksdose geworden. Also besser sich hin und wieder mit Genuss und Freude etwas gönnen!