Test: Das Huawei Matebook X Pro - frisst alles, am liebsten Äpfel!

Nicht falsch verstehen - ihr solltet dem Matebook X Pro natürlich physisch keine Äpfel geben, aber was Huawei hier abliefert bringt den Laptop-Platzhirsch Apple arg in Bedrängnis. Mehr dazu im ausführlichen Test...Viel Spaß beim Lesen!

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Foto: Lukas Steinberger
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Foto: Lukas Steinberger

Wer vor ein paar Jahren einen schönen und performanten Laptop haben wollte der kam an Apples MacBooks nicht vorbei. Es gab sogar eine Zeit, in der das Macbook dank BootCamp der beste und schnellste Windows Laptop war. Kurios, oder? Viele Hersteller in der Windows-Welt stellen Funktion vor Design und viele Laptops sehen deswegen ähnlich aus: brave Arbeitstiere aber designtechnisch keine Augenweiden.

Huawei ist 2017 mit dem Matebook X in den Laptop-Markt eingestiegen und was soll ich sagen – tolles Debüt, optisch wie technisch! Leider war die Verfügbarkeit bei uns nicht so gut gegeben. Heuer schießen die Chinesen das Matebook X Pro nach und machen alles noch viel besser als beim Erstlingswerk. Bis auf einen Punkt...

Design und Verarbeitung - na bumm!

Selten habe ich abseits von Apple so einen gut verarbeiteten Laptop gesehen. Das Aluminiumgehäuse ist eine Wucht, das Huawei-Logo sehr dezent am Deckel angebracht. Die Spaltmaße stimmen und Tastatur wie auch Trackpad wirken sehr hochwertig. Spannend ist das fast rahmenlose Display mit 13,9 Zoll Diagonale. Es lässt mit seinen 91 Prozent Display-Rahmen Verhältnis nämlich keinen Platz für eine Webcam. Diese ist beim Matebook X Pro in der Tastatur versteckt und lässt sich ausklappen.

Datenschutztechnisch und platztechnisch ist dies genial - nur der Anwendungswinkel ist nicht ganz so gut, da man immer von unten beleuchtet wird und das macht ja bekanntlich dick. Spaß beiseite: Das Bild ist nicht optimal und das könnte vor allem für Business-User ein Problem darstellen. Die Unterseite ist nicht besonders spektakulär, die zwei Lüftungsschlitze und die Schrauben für einfachere Wartung fallen auf, das war's.

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Foto: Lukas Steinberger

Technik - neueste Hardware!

Im Inneren unseres Testgerätes verrichtet ein moderner Intel Core i5 aus der achten Generation seine Dienste (im Vergleich dazu im Macbook Air: fünfte Generation!). Zusammen mit den 8GB RAM und der 256 GB SSD ist dies ein pfeilschnelles System. Vor allem die Lese- und Schreibraten der LiteOn SSD sind fast schon außerirdisch flott. Den Fingerabdrucksensor integriert Huawei in den Einschaltknopf. Der Vorteil: Das System bootet sofort ganz hoch, denn der Scanner erkennt den Finger beim Einschalten - GENIAL! Sollte das mal nicht klappen, reicht ein einfacher Tapser auf den Einschaltknopf und man kommt vom Startbildschirm ins System – vorausgesetzt, man benutzt den Fingerabdrucksensor mit Windows Hello. Eine bessere Lösung gibt es aber meiner Meinung nach derzeit nicht.

Der Sound aus den Lautsprechern ist dank Dolby-Unterstützung ein Wucht. Selten habe ich so guten Sound bei einem Laptop erlebt. Das Display ist ein Touch-Panel mit einer Auflösung von 3000x2000 Pixel im Seitenverhältnis 3:2. Das bringt Vorteile wenn man zwei Dokumente nebeneinander offen haben will. Das Panel ist superhell, knackscharf und reagiert perfekt auf Touch-Eingaben. Leider lässt sich das Display aber nicht ganz zurückklappen oder im Zeltmodus verwenden. Der Akku ist mit 57 Wattstunden ausreichend dimensioniert und das Trackpad funktioniert einwandfrei.

Ganz neu ist heuer auch die dedizierte Grafikkarte. Eine Nvidia Geforce MX150 mit 2GB RAM sorgt für moderate Power bei nicht hardwarhungrigen Spielen. Hier kommt allerdings die einzige Verschlechterung im Gegensatz zum Matebook X. Dieses hatte nämlich eine komplett passive Kühlung ohne Lüfter. Aufgrund der Grafikkarte musste Huawei diesmal einen aktiven Lüfter integrieren und den hört man dann eben auch beim Spielen oder hardwareintensiven Anwendungen. Das ist bei vielen anderen Laptops natürlich auch so, aber wer das passiv gekühlte Matebook X schätzte, dem wird das Surren des Lüfters auffallen.

Eine riesige Verbesserung ist allerdings der vollwertige USB-Anschluss. Das Vorgängermodell hatte nämlich „nur“ USB-C und da musste man mit Adaptern operieren. USB-C ist zwar die Zukunft, aber die ist eben noch nicht ganz angekommen und deswegen tut ein vollwertiger USB-Anschluss dem Matebook X Pro sehr sehr gut. 

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Foto: Lukas Steinberger

Fazit - absolut Gelungen!

Für eine UVP von 1.499 Euro bekommt hier jeder Windows-User ein absolut vollwertiges und schnelles Ultrabook mit Touchscreen, flottem Prozessor, perfekter Portabilität, knackigem Sound und genialer Optik. Das Matebook X Pro ist derzeit sicher einer der besten Windows-Laptops auf dem Markt und konkurriert in punkto Design auch mit den Apple MacBooks. Die stärkere Variante (i7 Prozessor, 16GB RAM, 512GB SSD) gibt es um rund 1.799 Euro. Wer mehr Power braucht sollte gleich zu dieser greifen, denn eine Erweiterung bei der kleineren Variante ist nicht möglich.

Wer auf Touchscreen und dedizierte Grafik verzichten kann, sollte sich auch das nicht minder wertige Matebook X anschauen. Das kostet mittlerweile weniger und ist auch ein absolut fähiger Arbeitslaptop. Das Matebook X Pro bekommt 9 von 10 Tech-Blog Wertungspunkten und bildet – zusammen mit dem Surface Book 2 und dem Dell XPS 13– die derzeitige Spitze bei schlanken und leistungsfähigen Windows-Laptops.

Bis zum nächsten Mal!

Hinweis: Das Gerät wurde mir von Huawei für einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung gestellt.

Weekend-Redakteur Lukas Steinberger ist ein Technik-Freak sondergleichen. Wobei ihn die Bezeichnung „Nerd“ nicht beleidigt, sondern ehrt. Er saugt alle Neuheiten in sich auf und ist immer am neuesten Stand, liebt Computerspiele, beschäftigt sich ausführlich mit den neuesten Smartphones und den dazugehörigen Gadgets und ist ein Experte für Unterhaltungselektronik. In seinem Blog testet er Spiele, Konsolen, Smartphones, Gadgets und vieles mehr und lässt die Leser an seiner Faszination für die spannende Technik-Welt teilhaben

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