Wenn der neuesten Technik nicht zu trauen ist ...

Black Mirror prophezeit’s uns schon seit 2011: Der modernen Technik ist nicht immer zu trauen. Auch wenn uns Technologien und Gadgets das Leben erleichtern, können sie auch ganz schön nach hinten losgehen.

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Nicht immer vertrauenswürdig Foto: pixabay.com/pexels.com

Wir lassen die Fiktion einmal außer Acht und liefern Ihnen ein paar Beispiele, die aufzeigen, wie fragil neueste Technologien sind.

1. Fruchtbarkeits-App: 37 ungewollte Schwangerschaften

Die Fruchtbarkeits-App „Natural Cycles“ ist unter Beschuss. 37 Frauen haben sich auf die App verlassen und ihre fruchtbaren und unfruchtbaren Tage davon berechnen lassen. Im letzten Quartal 2017 wurden sie jedoch von einer ungewollten Schwangerschaft überrascht, wie die schwedische Nachrichtenagentur „SVT“ berichtet. Die App „funktioniert“ so, dass Frauen ihre Temperaturwerte, die sie mit einem Thermometer messen, eingeben, und somit erfahren, ob sie ihren Eisprung haben. „Natural Cycles“ verteidigt sich: „Kein Verhütungsmittel ist zu 100 Prozent effektiv und ungewollte Schwangerschaften sind ein unglückliches Risiko mit egal welcher Methode... Mit dem Anstieg unserer Nutzerzahlen, steigt auch die Anzahl an ungewollten Schwangerschaften, das ist eine unausweichliche Realität“.

2. Verschlüsselte Nachrichten: Polizei liest trotzdem mit

Achtung bei Ihren "WhatsApp"-Inhalten! Auch wenn die Social Media-App zur Gewährleistung der Nutzersicherheit die End-zu-End-Verschlüsselung eingeführt hat, sind Ihre Nachrichten anscheinend doch nicht so verschlüsselt, denn die Softwarefirma Kasperky Lab hat ein Programm gefunden, das der Polizei hilft, sie lesbar zu machen: Die Spionagesoftware "Skygofree". Betroffen sollen bislang "nur" Android- und Windows-Smartphones sein.

3. Uber: Hacks und Geheimhaltung

Wie sicher ist Uber? Anscheinend nicht hundertprozentig, doch welches Online-System ist das schon? Vergangenes Jahr wurde demnach auch Uber gehackt. Wer also sicher nach Hause gekommen ist, war nicht obligatorisch WIRKLICH sicher, denn die Hacker haben persönliche Daten von Passagieren und Fahrern gesammelt. Uber bezahlte 100.000 Dollar an sie, um diese Informationen nicht zu veröffentlichen und hielt diesen Skandal ein Jahr lang geheim.

4. Gesichtserkennung: Ähnlichkeit reicht

Bei der letzten Apple-Präsentation wurde der neueste Fortschritt in Sachen Handy-Sicherheit vorgestellt. Mit der Gesichtserkennung des iPhone X soll niemand anderes Ihr Handy entsperren können, außer Sie selbst, denn das iPhone öffnet nur, wenn es Ihr Gesicht scannt. Genau das Gegenteil hat jedoch ein Zehnjähriger (sowie mehrere Hacker) im November 2017 bewiesen. Er nahm das Handy seiner Mutter, dessen Face-ID zur Sperrung aktiviert war, und entsperrte es ohne auch nur eine minimale Komplikation. Fail!

5. Selbstfahrender Bus: Unfall gleich am 1. Tag

In Las Vegas wurde ein neues Shuttle eingeführt, der keinen Fahrer braucht, sondern seine Linie ganz automatisch fährt. Nur Stunden nach seiner Jungfernfahrt, die von mehreren Touristen begleitet wurde, passierte auch schon der erste Unfall. Ein Lieferbus fuhr hinein. Gerechterweise muss man sagen, dass das Shuttle zwar automatisch gestoppt hatte, als er den Bus anhand seiner Sensoren erkannt hatte, der Unfall war dennoch nicht zu vermeiden, zumal das menschenbetriebene Fahrzeug nicht stehengeblieben ist. Technologie-Unternehmen stehen jetzt dennoch unter großem Druck, der Welt zu beweisen, dass selbstfahrende Vehikel  sicher und verlässlich sind. Das Shuttle hat zwar richtig reagiert, Unfälle sind dennoch nicht ausgeschlossen...

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