Sprechverbot: Die letzten Tabus in Beziehungen!

Es heißt, man soll in einer Partnerschaft über alles reden. Doch wären gewisse Gedanken nicht vielmehr eine Zumutung für den Anderen als eine gesunde Art der offenen Kommunikation, würden sie laut ausgesprochen?

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Lieber nicht laut aussprechen! Foto: stock.tookapic.com/pexels.com

Natürlich kann man die absurdesten Ideen austauschen und dem Partner mitteilen - Kommunikation ist wichtig! Doch auch in der Liebe gibt es Tabus, denn unüberlegte Worte können ganz schön was anrichten. Nicht nur das, gewisse Aussagen gehen dem Partner gewaltig auf die Nerven, vor allem, wenn sie zum üblichen Nörgel-Repertoire gehören. Die letzten Tabus in Beziehungen lesen Sie hier.

1. „Immer... nie!“

Die zwei furchtbarsten Worte, die sich skurrilerweise nur liierte Menschen anhören müssen, sind „immer“ und „nie“, wenn es um das theatralische Ausdrücken der Unzufriedenheit geht. Mann: „Du lachst immer nur über die Witze der anderen!“ – Frau: „Dir fällt nie auf, wenn ich abnehme!“ Manche Österreicher verbinden die zwei Teufelswörter sogar in einem Satz: "Du machst das immer nie richtig!"  - damit möchten sie einen doppelten Fehltritt verdeutlichen. Schluss mit Generalisierungen: die stimmen nämlich NIE!

2. „Hätte ich mich bloß mehr ausgelebt!

Schwer zu schlucken, so ein Satz – egal ob für Frau oder Mann. Man drückt damit ein sexuelles Verlangen aus, das in der Regel nicht gesättigt oder nachgeholt werden kann und gibt dem Partner das Gefühl unzureichend zu sein,  obwohl das in den wenigsten Fällen beabsichtigt ist. Es ist manchmal einfach nur eine Äußerung des momentanen Frusts oder lediglich eine (unbedeutende) Reflexion über die eigene Vergangenheit.

3. „Wieso kannst du nicht so sein wie...“

„Warum kannst du nicht so sein wie Manfred, der seine Frau immer und überall verhätschelt?“ oder „Warum kannst du nicht so sein wie Melanie, die nie meckert?“ Großer Fehler, an solch einen Vergleich überhaupt zu denken, geschweige denn, ihn laut zu äußern. In solchen Situationen verdrängt man gerne, dass Manfred und Melanie auch ihre Defizite haben, die uns auf die Palme bringen würden. Ein Vergleich mit einer anderen Person bringt nichts, außer 100-prozentig noch mehr Ärger.

4. „Ist mir egal!“

So nichtig diese Worte auch klingen, so massiv können Sie beim anderen einfahren. Meist ist es einem nicht egal, was der Partner denkt/ sagt/ tut. Wenn es aber doch der Fall ist, blinkt Alarmstufe Rot.

5. „Du bist verrückt!“

"Verrückt" kann man natürlich auch im positiven Sinne sein, was schließlich den großen Reiz für den Partner unter anderem ausgemacht hat. In weniger guten Phasen ist dieser Satz aber eine Beleidigung und daher ein No-Go – vor allem bei Frauen! Sie riskieren damit, dass sie tatsächlich ihren Verstand verliert. Sprechen Sie ein Stoßgebet, dass Sie da wieder heil herauskommen...

6. „Wie siehst du denn aus?“

Sowohl Männer als auch Frauen können in Sachen äußere Erscheinung sensibel sein. Auch wenn Ihnen die neue Frisur nicht zu Gesicht steht, lässt sich Kritik auch anders verpacken.

7. „Das erinnert mich an meine(n) Ex“

Egal, ob es die aggressive schrille Stimme im Streit ist oder das neue schicke Holzfällerhemd: jegliche Verbindungen zur Liebesvergangenheit, seien sie nett oder bösartig gemeint, sind Tabu.

8. „Sorry, ich hab auf dich vergessen!“

Auf den Partner vergisst man nicht! Punkt.

9. „Wann hast du eigentlich vor, wieder zu gehen?“

Kaum angekommen, fühlt man sich schon unwillkommen. Wenn wirklich dringende Aufgaben erledigt werden müssen, dann sollte man das auch so kommunizieren. Den Satz jedoch so zu äußern, führt zweifelsohne zu einer weniger angenehmen "Zeitverschwendung".

10. „Ich weiß nicht, ob unsere Liebe für die Ewigkeit ist!“

Ja, das ist ein sehr vernunftgeleiteter Gedanke, denn niemand von uns kann in die Zukunft sehen. Er ist für die meisten Menschen nur etwas ZU rational, weckt eine gewisse Spur von Sinnlosigkeit und ist daher schwer verdaulich. „Wenn die Beziehung vielleicht gar keinen Bestand hat, wozu dann die Mühe?“ Wer übers Leben philosophieren will, sollte sich lieber ein anderes Terrain als die eigene Beziehung suchen.