Die 6 gesündesten regionalen Superfoods

Superfoods sollen einen gesünder, fitter und schöner machen. Meist denkt man dabei an Exoten wie Chia-Samen oder Acai-Beeren. Schade eigentlich, denn einheimische und regionale Lebensmittel stehen diesen in nichts nach.

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Heidelbeeren muss man einfach lieben Foto: Kuvona/iStock/Thinkstock

Superfoods haben einen regelrechten Hype erfahren und sind allseits beliebt. Sie zeichnen sich durch einen besonders hohen Nährstoffgehalt aus und sind deswegen in der Tat sehr gesund. Dabei sind die exotischen Pülverchen, Samen oder getrockneten Früchte aber alles andere als billig und müssen aufwendig importiert werden. Dabei wäre das eigentlich gar nicht nötig, denn auch unter den allseits bekannten einheimische Lebensmittel findet man wahre Kraftpakete. Deswegen: Bühne frei für unsere regionalen Superfoods!

1. Leinsamen

Wer braucht schon Chia-Samen, wenn man auch Leinsamen haben kann? Leinsamen kann wunderbar über das morgendliche Müsli gestreut werden oder auch zum Backen verwendet werden. Wichtig ist nur, dass man geschrotete Leinsamen benutzt – nur so kann der Körper all die wichtigen Inhaltsstoffe auch verwerten. Und davon sind in Leinsamen einige enthalten: Omega-3-Fettsäuren, Eiweiß, Antioxidantien und jede Menge Ballaststoffe. Bei regelmäßigem Verzehr garantieren die Samen eine geregelte Verdauung. Wichtig ist, viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Im Vergleich zu Chia-Samen stehen die Leinsamen in nichts nach, sind wesentlich günstiger und müssen nicht importiert werden. Einzig bei der Haltbarkeit muss man Abstriche machen: Geschroteter Leinsamen wird schnell ranzig, deswegen am besten immer nur so viel kaufen, wie man alsbald aufbrauchen kann. Bei dem guten Geschmack ist das aber sicher kein Problem. 

2. Heidelbeeren & schwarze Johannisbeeren

Heidelbeeren sind wahre Kraftpakete. Das Anthocyan verleiht den Beeren ihre schöne dunkle Farbe, soll den Stoffwechsel anregen und nebenbei auch noch vor Krebs schützen. Die enthaltenen Antioxidantien sorgen auch für eine faltenfreie und dellenfreie Haut. Nebenbei haben Heidelbeeren auch eine günstige Wirkung auf das Gehirn und sorgen für starke Nerven. Da man sie – im Gegensatz zu den exotischen Acai-Beeren, die nur als Pulver erhältlich sind – auch frisch bekommt, sind sie den teureren, importierten Acai-Beeren vorzuziehen. 

3. Grünkohl

Grünes Gemüse macht schön! Klar, auch Spirulina-Algen sind wertvolle Nahrungsmittel, aber wieso nicht einfach zu Grünkohl und Brokkoli greifen? Für die grüne Färbung ist der Stoff Chlorophyll verantwortlich, der vor Krebs schützen soll und zellreinigend wirkt. Grünkohl enthält viele Vitamine und Mineralstoffe, schon 200 Gramm reichen, um den Tagesbedarf an Vitamin A und C zu decken. Da kann man sich abends vor der Couch schon mal eine Portion Grünkohlchips schmecken lassen!

4. Braunhirse

Wer schöne, gesunde Haare und starke Nägel möchte, sollte einmal Braunhirse probieren. Das Getreide enthält nämlich hohe Mengen an Kieselerde, aber auch eine ordentliche Portion Eiweiß. Dabei ist es auch noch, genauso wie Quinoa, glutenfrei. Braunhirse kann man ganz praktisch über das Müsli streuen oder man verwendet das Mehl ganz klassisch zum Backen. Aber egal wie, schmecken wird es garantiert. 

5. Buchweizen

Buchweizen enthält mehr Lysin als jedes andere Getreide oder Pseudogetreide. Das ist ja wirklich super! Lysin ist besonders in der Schwangerschaft wichtig, da diese essenzielle Aminossäure die Zellteilung und das Knochenwachstum fördert. Auch bei der Wundheilung spielt Lysin eine wesentliche Rolle. Buchweizen enthält auch beachtliche Mengen an Kalium, ganze 324 Milligramm stecken in 100 Gramm Buchweizen! Auch Menschen mit Zöliakie finden im glutenfreien Buchweizen ein wertvolles Lebensmittel. 

6. Hagebutte

Die kleinen, roten Früchte bieten eine geballte Ladung Vitamin C. Nebenbei enthalten sie auch Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. So sind Hagebutten bestens dafür geeignet, das Immunsystem zu stärken, helfen gegen Akne und das stark konzentrierte Pulver wird sogar zur Behandlung von Arthrose eingesetzt. Die Früchte schmecken wunderbar als Tee oder Marmelade, können aber beispielsweise beim Kochen auch zum Fleisch gegeben werden – so erhält das Gericht sogleich das gewisse, gesunde Etwas!