Weihnachtsgruß: Wie österreichische Promis das Weihnachtsfest feiern

So zelebrieren Arnold Schwarzenegger, Roland Düringer, Larissa Marolt und Toni Polster das Christkind: Wir stellen euch sehr persönliche Texte von vier österreichischen Persönlichkeiten zum Thema Weihnachten vor.

Arnold Schwarzenegger
Arnie verrät, wie er X-Mas feiert. Foto: privat

Arnold Schwarzenegger

Bereits drei Wochen vor dem Heiligen Abend wird in meinem Haus ein etwa vier Meter hoher Christbaum aufgestellt. Ich fange zunächst ganz allein an, ihn zu schmücken. Da ist viel Vorfreude dabei und auch viel Erinnerung an die Weihnachten, daheim in Thal bei Graz. Damals haben meine Eltern ja ganz heimlich den Baum geschmückt und mein Bruder und ich haben atemlos auf das Läuten der Glocke gewartet. Wenn wir es dann gehört haben, ist das Christkindl gekommen.

Es war „Magic“. Unter dem Baum sind die Geschenke gelegen. Die meisten davon hat meine Mutti gestrickt oder gehäkelt.

Hauben, Pullover, Fäustllinge, Socken…

Dann haben wir uns an den Händen gehalten und gemeinsam „Stille Nacht“ gesungen. Später sind wir – in den neuen Pullovern – Zur Mitternachtsmette gegangen. Hinaus ins Dunkel, hinaus in die Kälte.

Meine Mutti war tief gläubig und hat immer gesagt, dass Weihnachten das Fest ist, bei dem man sich an die Geburt von Jesus Christus erinnern sollte. Die Geschenke gehörten natürlich auch dazu, aber sie waren nicht das Wichtigste. Daran erinnere ich mich sehr intensiv, wenn ich jetzt, daheim, meinen Baum schmücke.

Ich lebe jetzt ja in einer völlig anderen Welt. Wenn ich die Türe aufmache, dann schreite ich bei 25 oder mehr Plusgraden hinaus in den Sonnenschein. Kalifornien eben. Aber Weihnachten ist für mich trotzdem das Fest, das ich mit Menschen teile, die mir sehr viel bedeuten. Jeder, der in dieser Zeit zu mir auf Besuch kommt, darf mir helfen, den Baum zu schmücken. Dazu werden Weihnachtslieder gespielt. Auch alle, die in meinem Haus beschäftigt sind, werden da eingebunden.

Ich halte es auch heute noch an die Weihnachtsregeln meiner Mutti. Geschenke sollen etwas ganz Persönliches sein. In eine Geschäft zu gehen und möglichst viel Geld für Sachen auszugeben, die der Beschenkte am Ende ja doch nicht Braucht, ist phantasielos. Etwas für Menschen, die man liebt, zu malen, oder zu basteln hat für mich viel mehr Wert.

Nach der Weihnachtsfeier in meinem Haus, reise ich in mein Ferienhaus nach Sun Vally in Idaho. Dort kann ich mich mit Freunden bei meinem liebsten Wintersport, dem Skifahren, so richtig entspannen.

Ich wünsche allen Österreichern ebenso schöne und entspannte Weihnachten, wie jene, die ich genieße.

Larissa Marolt

Larissa Marolt
Foto: Picturedesk.com

Weihnachten gehört für mich zur schönsten Zeit des Jahres und ist für mich ein Fest der Familie. Das Handy wird ausgeschaltet und wir sehen uns am Nachmittag alte Familienvideos aus unserer Kindheit an. Wir haben jedes Jahr eine 3 Meter Tanne aus Unterkärnten, welche wir dann gemeinsam schmücken. Dafür brauchen wir 3 Stunden. Wir haben sogar noch Christbaumschmuck von meiner Urgroßmutter, welche meine Mutter wie einen Schatz hütet.

Am frühen Abend des 24. Dez. kommt dann das Christkind und es gibt die Bescherung, wobei die Geschenke absolut nicht im Vordergrund stehen. Es gibt für jeden max. 1 bis 2 Geschenke unterm Christbaum. Zu Essen gibt es an diesem Tag bei uns frische Selchwürstel mit Sauerkraut oder Wienerschnitzel mit Kartoffelsalat. Und vor der Christmette noch ein paar leckere Brötchen.

Toni Polster

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Foto: Picturedesk.com

Ich freue mich schon auf Weihnachten, vor allem, weil mich da meine Kinder besuchen kommen. Sie sind jetzt zwar schon 21 und 24 Jahre alt, aber wenn sie zu Weihnachten da sind, dann singen wir noch immer ein paar Lieder, und ich lese ihnen einige kurze Gedichte vor. Das Beisammensein ist mir wichtig, es ist viel wichtiger als die Geschenke. Wir schenken uns schon was, aber nichts Großartiges, die gemeinsame Zeit ist uns am wichtigsten.

Ich bin übrigens ein gläubiger Mensch, in die Weihnachtsmette gehe ich zwar nicht, aber ich geh auf den Friedhof, zünde Kerzen an und gehe in mich, denke nach. Weihnachten ist für mich eine schöne Zeit, die ich ruhig angehe und das wünsche ich auch euch: schöne, ruhige Weihnachten!"

Roland Düringer

Roland Düringer
Foto: Picturedesk.com

Zu Weihnachten sitz ich heuer mit meiner Frau bei deren Eltern. Das Beisammensein ist schön, das sollten wir alle öfter machen, aber dazu braucht es keine Weihnachten. Meine Frau ist ja Friseurin und damit Therapeutin und bekommt so manches zu hören. Da geht es viel um Stress, Druck und Streit. Gestalten wir Weihnachten lieber anders. In Ruhe. Ohne Hektik. Ohne zwanghaftes Schenken. Mal ehrlich: Den meisten Krempel brauchen wir sowieso nicht. Der kollektive Wahnsinn des Weihnachtsfestes schadet häufiger als er hilft. Die katholische Kirche und die Politik pauschal zu verurteilen, hilft nicht weiter. Zur Wahl gehen und danach über die Politiker schimpfen ist wie zu Weihnachten ein fettes Gansel essen und sich danach über Bauchschmerzen zu beschweren. Viel sinnvoller wäre die Frage, woher die Gans kommt und ob man den Verzehr mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Die Antwort enttäuscht im ersten Moment zwar vielleicht aber dann lernt man zumindest dazu und das wäre doch wünschenswert. Gerade zur Zeit der Besinnung. Wichtig ist: Jeder soll feiern, wie er will und mit wem er will. Lasst euch nichts aufzwingen. Ihr müsst mit eurer Familie nicht zusammensitzen, wenn ihres nicht wollt.

Die Texte sind von der Plattform fischundfleisch.at. Weekend Magazin ist Kooperationspartner dieser neuen Meinungsplattform, die von Prominenten unterstützt wird – jeder kann mitmachen und mitschreiben."