Übertriebene Kritik? Was Stars einstecken müssen!

Die großen Stars werden weltweit bewundert, können sich jedoch auch nie gänzlich frei bewegen, denn nur ein „falscher“ Schritt reicht und sie stehen unter Beschuss. Oft ist die Kritik berechtigt, häufig jedoch auch sinnlos und übertrieben.

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Paris Jackson, Olivia Wilde & Chrissy Teigen Foto: Birdie Thompson/Sonia Moskowitz/Admedia/Zuma/picturedesk.com

Vor allem viele Promi-Frauen stehen am Pranger, denn offenbar handeln sie nicht so, wie die moralische Gesellschaft es gerne hätte. Wir haben mehrere Beispiele genauer unter die Lupe genommen...

Bussi auf den Mund

Olivia Wilde hatte nicht damit gerechnet, dass die Öffentlichkeit so sensibel auf ein Foto reagieren würde, auf dem sie ihrem dreijährigen Sohn Otis ein Bussi auf den Mund gibt. Sekunden später wurde die Schauspielerin von negativen Kommentaren überspült und bezichtigt, ihren Sohn auf gleiche Weise wie ihren Ehemann zu küssen. Ein anderer Nutzer fragte, ob diese Handlung auch dann noch angebracht wäre, wenn die Geschlechter getauscht wären, also ein Vater seiner Tochter ein Bussi auf den Mund gäbe. Im gleichen Kreuzfeuer der Kritik befanden sich auch andere Promis wie Victoria und David Beckham, Katie Price, Jennifer Garner oder Sarah Jessica Parker. Doch woher diese neumoderne Übersensibilität? War früher das Elternbussi nicht ein ganz normales, nicht-sexualisiertes Verhalten? Die Zeiten haben sich eben geändert, doch dürfen wir in diesem Kontekt kulturelle Unterschiede nicht beiseite schieben. Während die Österreicher ein Bussi auf den Mund bei Kindern weitläufig als akzeptabel erachten, sind beispielsweise Nordamerikaner empfindlicher, was zum Teil sprachliche Barrieren als Ursache haben kann. Im Englischen gibt es demnach nur den Kuss „kiss“ – jedoch kein „Bussi“ - das allein kann schon zu Abneigungen führen. Laut Psychologen zählt jedoch: Solange das Kind nicht dazu gezwungen wird, ist an dem Bussi auf den Mund nichts zu beanstanden.

Zu fit als Mutter

Das Model macht der Öffentlichkeit zufolge alles falsch, was man als Mama falsch machen kann. Nicht nur soll sie ihr Baby falsch gehalten haben, kurze Zeit nach der Geburt von Baby Luna hat sie auf Instagram den Nutzern zufolge zu gut und fit ausgesehen. Die Schlussfolgerung der Mütter: Sie kümmert sich zu viel um sich selbst und ihre Figur und zu wenig um ihr Baby. Nachdem sie und ihr Mann John Legend später auch noch bei einem gemeinsamen romantischen Dinner gesichtet wurden, wurde Teigen von allen Seiten angegriffen, da sie ihr Kind nicht dabei hatte. Eine derartige Kritik sorgt für sehr viel Druck unter neuen Müttern, die sich in Folge nicht trauen, offen über die Schattenseiten der Mutterschaft sowie den sporadischen Drang, zumindest für eine Stunde auch einmal ohne Kind durchzuatmen, zu sprechen. Wichtig dahingehend ist: Solange das Kind nicht vernachlässigt wird, darf Mama auch Frau sein.

Stillen in der Öffentlichkeit

Stillen in der Öffentlichkeit ist nach wie vor ein heikles Thema – auch hierzulande. Die einen stört’s nicht, die anderen empört’s! Viele prominente Frauen wie Miranda Kerr, Gisele Bundchen oder Bruce Willis’ Frau Emma Heming wollten sich jedoch die natürlichste Sache der Welt nicht nehmen lassen und posteten Fotos vom Stillen ihrer Frischlinge, damit das Füttern des Babys kein Tabu mehr ist. Ein Protest lässt jedoch nicht lange auf sich warten: Emma Hemings Fotos zierten Kommentare wie: „Beim Stillen? Das ist ja ekelhaft!“ oder „Muss ich das sehen?“, denn vielen Menschen ist dieses Bildmotiv zu intim. Am besten ist es, sich für das öffentliche Stillen ein gemütliches, ruhiges Plätzchen zu suchen, wo auch das Baby entspannen kann und sich auch Mama ungestört fühlt.

Weibliche Körperbehaarung

Lourdes Leon, Jemime Kirke und Paris Jackson wollen es im Winter warm haben und tragen ihre Achselhaare stolz zur Schau. Das stört allerdings das Auge vieler Betrachter und veranlasst sie, die Feministinnen mit fiesen Bemerkungen zu rügen. Wie jemand auszusehen hat, bestimmen offenbar wir im Kollektiv, sonst werden wir ungemütlich. Ob man den Trend aber schön oder abstoßend findet, muss jeder für sich entscheiden. Ein Drama aus dem Aussehen anderer zu machen, ist aber reine Zeitverschwendung.

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