Kevin Kline: Die sauberste Karriere Hollywoods!

Kevin Kline hat alles richtig gemacht und eine beispiellose, wenn nicht sogar perfekte Hollywood-Karriere hingelegt. Kaum war er mit einem Fuß im Filmgeschäft, war er schon groß gefragt und ist bis heute geschätzter Saubermann geblieben.

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Award für beste Performance in "Present Laughter" Foto: Michael Zorn / AP / picturedesk.com

Seine große Leidenschaft war schon zu Studienzeiten die Schauspielerei, jedoch weniger im Film, sondern im Theater. Dieser ist er bis heute treu geblieben. Stücke wie „Henry IV“, „The Play I Wrote“ oder das aktuelle „Present Laughter“ wurden durch seine Leistung beispiellos belebt. Vor drei Jahren bekam Kline an seiner Universität sogar einen Ehrendoktor verliehen.

Später Start

Ins Filmgeschäft ist der 70-Jährige jedoch verhältnismäßig spät eingestiegen – er war 35 Jahre alt. Der erste Erfolg ließ dann aber nicht lange auf sich warten: Für sein Filmdebüt in „Sophies Entscheidung“ an der Seite von Meryl Streep wurde er 1982 als bester Nachwuchsdarsteller für einen Golden Globe nominiert. Nur sechs Jahre später erhielt er für seine Nebenrolle in „Ein Fisch namens Wanda“ einen Oscar.

Spitzname „Decline“

Dennoch fallen den meisten Menschen vielleicht eine Handvoll Kevin Kline-Streifen ein, darunter „French Kiss“, Wild Wild West“, „Der rosarote Panther“ oder „Ich liebe dich zu Tode“. Das hängt nicht nur damit zusammen, dass sich der außerordentliche Schauspieler hauptsächlich auf Theaterproduktionen spezialisiert hat, sondern auch damit, dass er zahlreiche reputable Rollenangebote abgelehnt hat -  unter anderem in „Der weiße Hai“ und „Batman“. Warum? Kevin Kline ist wählerisch und wird in Hollywood daher auch gerne „Kevin Decline“ genannt. Er wollte seinen Ruf wahren und vielen Kollegen zum Trotz lediglich Rollen annehmen, die auch zu seiner Person passen. Sehr löblich. Aktuell ist er neben Emma Watson in der Realverfilmung von „Die Schöne und das Biest“ zu sehen.

Es geht auch anders!

Wenn Sie in der Google-Suchfunktion die Begriffe „Kevin Kline“ und „Skandale“ paaren, wird Ihre Suche erfolglos bleiben, denn der Oscarpreisträger hat weder mit Affären noch mit Drogeneskapaden oder Ausrastern für Schlagzeilen gesorgt. Alles an ihm ist sauber, ohne aber langweilig zu sein. Mit seiner bodenständigen, humorvollen und ambitionierten Art macht er wohl auch seine Frau Phoebe Cates, mit der er eine Tochter und einen Sohn hat, seit 28 Ehejahren glücklich und zufrieden. Vielleicht ist das Geheimnis eines ganzheitlich glücklichen Lebens eben doch, das (beruflich) zu machen, was man liebt.

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Kline mit seiner Frau Phoebe Cates Foto: ANGELA WEISS / AFP / picturedesk.com

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