"Fack Ju Göhte"-Star Elyas M’Barek im Weekend-Talk

Mit seiner Paraderolle als Zeki Müller in „Fack Ju Göhte“ wurde er zum Publikumsliebling. Zur Premiere des dritten und letzten Teils trafen wir den 35-Jährigen zum Interview und fanden heraus, welche derben Ausdrücke ihm auch mal privat über die Lippen kommen.

Elyas M'Barek
Gefragt und beliebt: Schauspieler Elyas M'Barek Foto: Francesco Gulotta/Action Press/picturedesk.com

Weekend: In "Fack Ju Göhte" spielen Sie ­einen Lehrer mit eher unkonventionellen Lehrmethoden. Wie war Ihre eigene Schulzeit?

Elyas M’Barek: Ich bin ein paar Mal sitzen geblieben und auch aus der Schule geflogen. Ich hab einfach keinen Bock gehabt. Irgendwann hat sich das aber geändert, und dann hab ich meinen Schulabschluss gemacht. Ich habe sogar alle gemacht: Hauptschul-, Lehrschulabschluss und Abitur. Aber ich glaube, das ist nicht so originell. In Deutschland gibt es viele Leute, die ­sitzen bleiben. Aus mir ist trotzdem was geworden.

Weekend: Welche Szene hat Ihnen beim Dreh vom dritten Teil besonders Spaß gemacht?

Elyas M’Barek: Da fällt mir eine ein, die allen Spaß gemacht hat: die Zäpfchen-Szene. Die hatte ich im Drehbuch schon als sehr krass empfunden. Da geht es um ein Zäpfchen, das ich in meinen Allerwertesten bekommen soll – weil Zeki Müller auf Drogen ist und ruhig gestellt werden muss. Wir hatten Probleme, die Szene hinzukriegen, weil einfach alle lachen mussten. Die ist wirklich krass und auch sehr eklig.

Weekend: Sie haben im Moment den Status als totaler Frauenschwarm. Bringt das Vorteile mit sich?

Elyas M’Barek: Das ist ein Stempel, den man auf­gedrückt bekommt, wenn man in der Öffentlichkeit steht. Der eine ist der ­Lustige, der andere ist der Frauenschwarm. Das betrifft mich in meinem wirklichen Leben gar nicht, weil mich die Leute nicht anders behandeln als früher.

Weekend: Es kommt nicht oft vor, dass ein deutscher Film dermaßen erfolgreich ist. Hat man da nicht Angst, in ein Loch zu fallen, wenn der Hype zu Ende ist?

Elyas M’Barek: Es ist ja nichts vorbei, ganz im Gegenteil. Gerade bei den jungen Kollegen geht es jetzt erst richtig los. Und auch ich kann mich nicht über zu wenig Rollenangebote beschweren. Wir freuen uns auf alles, was kommt. Es geht in unserem Beruf ja auch nicht nur darum, die größten Hits zu landen. Es geht darum, gute Filme zu machen und gute Geschichten zu erzählen. Insofern ist so ein Hype schön, aber es ist eben nicht das Einzige in unserem Berufsleben.

Weekend: Sie sind für viele ­Jugendliche ein Vorbild. Wie nutzen Sie das?

Elyas M’Barek: Gar nicht. Ich bin mir dessen zwar bewusst, aber ich hab mir das ja nicht ausgesucht. Ich glaube, jeder, der in der Öffentlichkeit steht, hat irgendwie auch eine Vorbildfunktion. Aber man muss trotzdem noch ein Recht darauf haben, sein Leben so zu leben, wie man es für richtig hält und kann es nicht nur für die Öffentlichkeit leben. Prinzipiell möchte ich nicht für mich beanspruchen, ein Vorbild zu sein. Das kann ich auch gar nicht.

Weekend: Schnauze, Möpse, Wichser: Kommen Ihnen ­diese Ausdrücke auch privat über die Lippen oder nur als Zeki Müller?

Elyas M’Barek: Niemals (lacht). Ach, das ist ja noch harmlos! In "Fack Ju Göhte" gibt es viel ärgere Ausdrücke wie „Suizidf***“. Da kann man ­alles sagen, was man sich sonst nicht traut.