Ausgepowert: Hilft Sport bei Cellulite & Co.?

Cellulite? Hühnerbrust? Hüftgold? Kann man da einfach mehr Kniebeugen, Liegestützen und eine ausgedehnte Joggingrunde machen oder lässt sich so manch gewichtiges Problem auch mit Sport nicht in den Griff bekommen?

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Nicht immer ist Sport die Lösung Foto: jacoblund/iStock/Thinkstock

So gut wie jede Frau hat sie, so gut wie jede Frau hasst sie: Cellulite. Wie gerne wäre man die lästigen Dellen einfach los. Und so mancher Spargeltarzan mit Hühnerbrust wünscht sich einige Kilo mehr auf den Rippen. Hilft da der konsequente Gang ins Fitnessstudio oder muss man manche Dinge einfach hinnehmen?

1. Cellulite

Die gute Nachricht zuerst: So gut wie jede Frau hat mit Orangenhaut zu kämpfen. Nun die weniger gute: Cellulite kann man nicht wegtrainieren. Dennoch hilft Sport, da Muskeln aufgebaut werden, die die Haut von innen heraus aufpolstern können. Doch gänzlich gewinnen kann man den Kampf gegen ungeliebte Dellen so nicht. Denn Cellulite ist vor allem genetisch bedingt. Eine gesunde Ernährung und Sport sind aber dennoch hilfreich und können Cellulite zumindest mindern.

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Cellulite ist genetisch bedingt Foto: Anetlanda/iStock/Thinkstock

2. Hühnerbrust

Hier muss man zuallererst einmal unterscheiden, ob es sich um eine Hühnerbrust im herkömmlichen Sinne handelt, also sprich einfach eine etwas untrainierte Männerbrust gemeint ist oder ob der Betroffene tatsächlich an einer sogenannten Kielbrust oder am Poland-Syndrom leidet. Bei einer Kielbrust ist das Brustbein keilförmig mehr oder weniger stark ausgeprägt vorgewölbt. Betroffene haben – besonders in der Pubertät – mit Scham zu kämpfen und auch Schmerzen beim Schlafen gehören dazu.

Beim Poland-Syndrom hingegen fehlt den Betroffenen ein Brustmuskel, auch beide Brustmuskel können betroffen sein. Wie man schon erahnt, hilft bei einer stark! Ausgeprägten Kielbrust oder dem Poland-Syndrom der Gang ins Fitnessstudio ganz und gar nicht, hier ist man mein Arzt besser aufgehoben.

Bei einer Hühnerbrust im herkömmlichen Sinne, also einfach einer schwach ausgeprägten Brustmuskulatur oder einer schwach ausgeprägten Kielbrust helfen die richtigen Übungen allerdings sehr. Liegestützen und Klimmzüge kann man wunderbar zu Hause ausführen, im Fitnessstudio kann man mit Gewichten und Geräten nachhelfen. Und immer wichtig: Haltung bewahren. Denn eine Kielbrust kommt auch von einer falschen Körperhaltung. Als weiteren Trainingstipp werden bei einer Kielbrust Atemübungen empfohlen.

Auch wenn bei einer Hühnerbrust nicht immer bloß ein gezieltes Training ausreichend ist, sind die richtigen Übungen dennoch empfehlenswert und helfen dabei, Symptome zu lindern. Nichts wie ran an die Hanteln.

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Ran an die Gewichte Foto: Nastco/iStock/Thinkstock

3. Spargeltarzan

Man kann essen was man will, ohne ein Gramm zuzunehmen. Wie furchtbar. Wie bitte, furchtbar? Da werden alle Diätgeplagten vor lauter Neid so grün im Gesicht wie ihr gesunder Frühstückssmoothie. Essen ohne zuzunehmen, schön wär's. Für die Betroffenen – besonders Männer – ist die Situation jedoch belastend. Wer will schon Ärmchen und Beinchen, wenn von den Hochglanzmagazinen muskelbepackte Oberarme und durchtrainierte Waden strahlen? Viele müssen sich Hänseleien aussetzen und beschließen, nun mit Schokolade und Milchshakes gegen das Untergewicht anzukämpfen. Doch das ist nicht die beste und vor allem nicht gesündeste Wahl. Spargeltarzane sollten auf ihre Ernährung und ihre Kalorienzufuhr achten, es gibt viele Lebensmittel, mit denen man gesund zunehmen kann, beispielsweise Nüsse, Avocados oder fettreiche Fischsorten.

Und auch Sport ist eine gute Methode, die Muskulatur aufzubauen und so gleich einen fitteren Eindruck zu hinterlassen. Aber bitte nicht stundenlang joggen, Krafttraining ist hier der beste Sport.  

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Hilft Sport bei allen Problemen? Foto: Lacheev/iStock/Thinkstock

4. Übergewicht

Klar, wer ein paar Kilo abspecken möchte, muss mehr Sport machen. Oder? Es mag erstaunen, aber Sport ist nicht wirklich das beste Mittel, um den Weihnachtspfunden den Kampf anzusagen. Klar, Bewegung verbrennt Kalorien, macht Spaß, baut Muskelmasse auf und man fühlt sich wohler in seinem Körper. Doch wer wirklich an Gewicht verlieren will, muss weniger an der Geschwindigkeitseinstellung seines Laufbandes, sondern vielmehr an seiner Ernährung schrauben. Denn für die Kiloanzeige auf der Waage ist die Ernährung wichtiger als der Sport, 70 Prozent des Erfolges einer Diät hängen vom Essen ab, Sport kann das Abnehmen zu 30 Prozent unterstützen.