Unglaublich: Die 10 skurrilsten Museen der Welt

Am Wochenende noch nichts vor? Wie wäre es mit einem Besuch im Museum? Wem klassische Kunstgemälde zu öde sind, der findet ja vielleicht an einem dieser zehn – sagen wir einmal, sehr speziellen – Museen Gefallen.

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Plötzlich allein: Im Museum der zerbrochenen Beziehungen sieht man Relikte vergangener Liebesbeziehungen Foto: Morgan_studio/iStock/Thinkstock

Museen erinnern Sie an Ihre Schulzeit, an langweilige Vorträge in verstaubten Gängen vor biederen Bildern? Schade, es gäbe so viel aufregende, lustige und skurrile Museen auf dieser Welt, bei deren Besuch man sicher eine Menge Spaß hätte!

1. Museum der zerbrochenen Beziehungen, Zagreb

Und gleich das erste Museum unserer Top 10 Liste ist dabei gar nicht so lustig. In Zagreb kann man im Museum für zerbrochene Beziehungen Relikte schmerzvoller Trennungen begutachten, 2011 wurde es sogar zum "Europäischen Museum des Jahres" erkoren. Was man in diesem Museum sieht? Vom Brautkleid, Teddybär und Kochplatte bis hin zur Axt ist alles dabei und so stummer Zeuge unerfüllter Träume und Enttäuschungen. Vielleicht freut man sich nach einem Besuch in diesem Museum aber ja doch: Nämlich darüber, dass man einen lieben Partner an seiner Seite hat (oder mit seinem Liebeskummer nicht allein ist). 

2. Zauberkastenmusem, Wien

Verzaubern lassen kann man sich in Wien im Zauberkastenmuseum im 12. Bezirk. Wer schon immer wissen wollte, wie Zauberkästen früher und heute genau aussehen oder welche Requisiten ein Magier so alles benötigt, wird sich hier gewiss wohlfühlen. Denn dieses Museum hat mit 3.000 Zauberkästen die größte Zauberkastensammlung der Welt vorzuweisen und kommt sogar im Guiness Buch der Rekorde vor. 200 Zauberkästen sind permanent im Museum ausgestellt. 

3. Schnarchmuseum, Deutschland

Ob man in diesem Museum entspannt vor sich hindösen kann, oder ob einem unangenehmen Schnarchgeräusche davon abhalten? Auf jeden Fall erfährt man eine Menge über die Geschichte des Schnarchens. Als erster Schnarcher gilt übrigens der Gott Dionysos, der mit einem Stab mit einem Pinienzapfen vorne drauf unsanft geweckt wurde, wenn er mal wieder vor sich hin schnarchte. Mittlerweile gibt es modernere Methode und so kann man im Schnarchmuseum jede Menge Geräte gegen Schlafapnoe (dem plötzlichen Aussetzen der Atmung während der Nacht) bestaunen.

4. Phallusmuseum, Island

Wer beim Schnarchmuseum müde wurde, ist jetzt sicherlich wieder hellwach: Schließlich kann man in diesem Museum Penisse von jeder Säugetierart bestaunen. Männer sollten sich aber bitte nicht mit dem Exponat des Blauwals vergleichen, immerhin gibt es noch 200 andere "beste Stücke" zu bewundern. Übrigens: In Österreich wurde vor einigen Jahren übrigens ein virtuelles Vaginamuseum gegründet – Eintritt frei!

5. Instant Ramen Museum, Osaka

Nudelliebhaber aufgepasst! In Japan kann man ein Museum bewundern, dass sich ganz den japanischen Ramen-Nudeln verschrieben hat. Von verschiedenen Nudelverpackungen bis hin zur Geschichte der Ramen (die übrigens in China und nicht in Japan erfunden wurden) ist hier alles mit dabei. Da kann man nur hoffen, dass das Museumscafé dann auch Ramen auf der Karte stehen hat …

6. Slip-Museum, Brüssel

Wissen wer was drunter trägt, das interessiert die Menschen. Im Slip-Musuem des Aktionskünstlers Jan Bucquoy sieht man deswegen nicht nur politische Kunstwerke des Künstlers, die man als Slip-Art bezeichnen kann, sondern kann auch die Boxershorts des ehemaligen belgischen Finanzministers begutachten. 

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Die Unterhosen des belgischen Finanzministers Foto: DOMINIQUE FAGET / AFP / picturedesk.com

7. Toilettenmuseum, Indien

Das stille Örtchen: Viel benutzt, selten gewürdigt. Da in Indien die sanitäre und hygienische Lage mancherorts zu wünschen übrig lässt, wurde in Delhi das internationale Toilettenmuseum errichtet. Toiletten aus aller Welt und aus allen Epochen können hier bestaunt werden. Wer also wissen möchte, wie ein 2.500 vor Christus erbauter Ziegelsteinabfluss aussieht, sollte dieses Museum auf seine To-do-Liste schreiben. 

8. Makkaronimuseum, Rom

Nudeln scheinen ein beliebtes Objekt für Museen zu sein. In Italien gibt es bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts ein Museum, das sich ganz der Nudel verschrieben hat. Wie kocht man richtig Pasta, damit sie auch ja al dente ist? Das und mehr lernen Besucher in diesem Museum. Küchenutensilien aus längst vergangener Zeit, Briefmarken mit Makkaroni und andere skurrile Objekte werden ausgestellt und im Museumsshop gibt es natürlich: Pasta!

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Ein Muss für jeden Nudelliebhaber Foto: LeszekCzerwonka(iStock/Thinkstock

9. Museum der Kanalisation, Paris

Es geht nach unten: Über eine Strecke von 500 Metern erstreckt sich das Museum der Kanalisation unter der französischen Metropole. Ausgestopfte Kanalratten sowie der – doch etwas penetrante – Geruch machen dieses Museum zu einem authentischen Ausflug in die Pariser Kanalisation.

10. Museum of Bad Art, USA

Nur gute Kunst kommt ins Museum? Wär doch schade. Das dachten sich auch die Betreiber vom MOBA in Massachusetts und stellen stolz die Werke von Künstlern aus, die es in kein "normales" Museum geschafft hätten. Zwischen 20 und 30 Werke werden wechselnd ausgestellt. Die Anforderung, um ausgestellt zu werden? Die Absichten des Künstlers müssen ernsthaft sein und Langeweile ist ebenso nicht erwünscht. Also: Nur Mut und ran an die Pinsel!