Ehekrise: Hunderte Scheidungen wegen Videospiel

Affären, Lügen, Streit – nicht immer führen nur diese Dinge zur Scheidung. Immer öfter entpuppen sich Online-Games wie "Fortnite" als wahre Beziehungskiller.

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Videospiel als Scheidungsgrund Foto: Wavebreakmedia Ltd/iStock/Thinkstock

Endlich Feierabend. Da möchte man doch zu Hause mit seinem Schatz gemütlich zusammensitzen und über den anstrengenden Tag reden. Oder doch lieber erst eine Runde zocken?

Das gratis Online-Game "Fortnite" sorgt aktuell für Furore, der Shooter soll ähnlich süchtig machen wie das bekannte "World of Warcraft". Das Fatale daran: Auch immer mehr Beziehungen zerbrechen daran.

200 Scheidungen

Konkrete Zahlen gibt es aktuell nur für Großbritannien. Das Portal "Divorce Online", bei dem Kunden sich ganz bequem online scheiden lassen können, berichtete, dass "Fortnite" allein 2018 für 200 Scheidungen in Großbritannien verantwortlich sei. Hochgerechnet auf die gesamte Bevölkerung würde das bedeuten, dass fünf Prozent der Ehen aufgrund dieses Spiels zu Bruch gehen.

Ganz so genau darf man es bei dieser Hochrechnung allerdings nicht nehmen, online-affine Paare, die sich übers Internet scheiden lassen, neigen vielleicht tendenziell dazu, das Netz und somit auch Online-Games stärker zu nutzen, als die durchschnittliche Bevölkerung.  

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Online-Games können Beziehungen gefährden Foto: scyther5/iStock/Thinkstock

Spielsucht

So überraschend ist das Ergebnis dann aber doch nicht. Neben Alkohol und Drogenmissbrauch zählt Spielsucht zu den häufigsten Scheidungsgründen. Immer häufiger spielen die Betroffenen dabei nicht mehr in dunklen Spielhöllen, sondern auch Online-Spiele, bei denen es nicht einmal um Geld gehen muss, werden zusehends zum Problem und zerstören Beziehungen.