Wahre Wälzer: Die 5 beliebtesten Romane mit den meisten Seiten

Ausgangsbeschränkungen, der Ausfall vieler Volksfeste und die Aussicht auf einen Sommerurlaub zu Hause wecken die Lust, mal wieder einen Schmöker zu lesen. Die "dicksten Wälzer" unter den beliebtesten Romanen.

Bücher - Cover
Zeit zum Lesen - perfekte Auszeit vom Alltag Foto: iStock.com/RossHelen

1. "Krieg und Frieden" - über 2.000 Seiten stark

Ein Klassiker der Weltliteratur mit satten 2.288 Seiten: Das ist das Epos "Krieg und Frieden" von Leo Tolstoi. Machtkämpfe, Familien- und Liebesgeschichten in einer friedlichen Welt, die ständig vom Krieg bedroht ist. "Hypnotisierend geschrieben", "der größte aller Romanciers" und "die erzählerische Macht dieses Werkes ist ohnegleichen" - so urteilten andere Autoren über seinen historischen Roman, der 1868/69 erstmals erschien. Zu seinem 100. Todestag hat Barbara Conrad 2011 eine deutsche Neuübersetzung geschaffen, die mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet wurde.

2. "ES - mehr als 1.500 Seiten Horror

Das Böse ist immer unter uns - das ist wohl eines der Dinge, die Stephen King, der Meister der Horror-Literatur, in seinen seitenfüllenden Bestsellern vermitteln möchte. Mit "ES", dem 1.536 Seiten fassenden Thriller um die Kinder in der Kleinstadt Derry und das Böse in Form des Clowns "Pennywise", schaffte King 1986 (deutsche Erstausgabe) einen Horrorklassiker, der inzwischen zweimal verfilmt wurde. Noch einen drauf, was die Seitenzahl betrifft, gibt er in dem Roman "The Stand - das letzte Gefecht" mit 1.712 Seiten. Dieser erschien zunächst in gekürzter Fassung 1978, später, 1990, mit 400 Seiten mehr. Im Moment ist dieser Wälzer allerdings nur etwas für Hartgesottene, denn es geht um eine weltweite Pandemie, die durch einen Grippevirus ausgelöst wird. Dieser rafft die Bevölkerung dahin, und nur wenige sind immun. Wer lieber hört als liest: "The Stand" in seiner ungekürzten Fassung erschien 2012 als Hörbuch und bietet satte 54 Stunden Hörgenuss.

3. "Der Herr der Ringe" - satte 1.568 Seiten lang

"Der Herr der Ringe" gehört zu den kommerziell erfolgreichsten Romanen des 20. Jahrhunderts. Mit seinem Epos, das in Mittelerde spielt und von kleinwüchsigen Hobbits handelt, die "DEN" Ring vor dem Bösen in Sicherheit bringen müssen, hat J.R.R. Tolkien überhaupt erst das Genre der Fantasy-Literatur erschaffen. Das englische Original wurde 1954/1955 veröffentlicht, die erste deutsche Übersetzung gab es erst 1969/1970. Weltweit wurde der Roman etwa 150 Millionen Mal verkauft. 2020 erschien in 9. Auflage die klassische Ausgabe (drei Bände, 1.568 Seiten) in neuer, grüner Ausstattung.

4. "Die Säulen der Erde" - 1.312 Seiten langes Epos

"Die Säulen der Erde" (1989) ist Ken Folletts erster Band über die Ereignisse rund um die Stadt Kingsbridge. Mitten im stetigen Konflikt des Erbfolgestreits im 12. Jahrhundert träumt der Steinmetz Tom Builder davon, eine Kathedrale zu bauen, und zwar im Stil der lichtdurchfluteten und grazilen Gotik. Über 50 Jahre lang begleitet man die Protagonisten durch die genau dargestellte Welt des mitunter grausamen Mittelalters und beobachtet als Leser dabei, wie die Kathedrale in den Himmel wächst. Weitere Bände der Trilogie sind "Die Tore der Welt" (1.312 Seiten, 2008) und "Das Fundament der Ewigkeit" (1.168 Seiten, 2017).

5. Warningham-Saga - 6 Bände zu je 1.000 Seiten

Von 1997 bis 2002 veröffentlichte die deutsche Autorin Rebecca Gablé ihre Saga um das Adelsgeschlecht der Warninghams. Die Bestsellerautorin hat (laut ihrem Verlag) mit der "Warningham-Saga" ein monumentales Epos erschaffen, das mittlerweile nicht nur bei Historienfans Kultstatus genießt. Vom Mittelalter bis in die Neuzeit hinein begleitet der Leser das dramatische Schicksal der Familie Warningham vor dem Hintergrund großer Politik, denn Gablé vermischt in ihren Romanen Fiktives mit Realem und schafft so eine Welt von Liebe, Feindschaften, politischen Verstrickungen, von Kriegen, Schuld und Sühne. Jeder einzelne Band hat rund 1.000 Seiten.