Pinguin-Roboter erobert die Antarktis: Flauschiger Forscher auf vier Rädern

Dieser als Babypinguin verkleidete Roboter wäre nicht nur in jedem Spielzeuggeschäft der absolute Renner – er erledigt in der Antarktis eine wichtige Aufgabe: Der flauschige Roboter hilft Forschern das Verhalten der scheuen Kaiserpinguine zu studieren.

Pinguin Roboter
Robochick hilft Wissenschaftern bei der Erforschung von Kaiserpinguinen. Foto: Getty Images

OMG! Haben wollen! – dachten wir uns beim Anblick dieses niedlichen Pinguin-Roboters. Vom hohen Cuteness-Faktor des flauschigen Vogerls sollte man sich aber nicht täuschen lassen: Der als Babypinguin verkleidete Roboter ist in einer wichtigen Mission unterwegs. Er wurde entwickelt, um das Verhalten der extrem scheuen Kaiserpinguine in der Antarktis zu erforschen.

Platz da, hier kommt Robochick!

Kaiserpinguine beim Brüten aus nächster Nähe zu beobachten, ohne sie aufzuschrecken, ist ein schier Unmögliches Unterfangen, denn die Tiere gelten als überaus scheu. Um die Erforschung der schüchternen Antarktis-Bewohner zu ermöglichen, haben Wissenschafter 34 Pinguine mit RFID-Chips ausgestattet, die unter anderem den Puls der Tiere übertragen können. Der Haken an der Sache: Sobald sich ein Mensch den brütenden Kaiserpinguinen nähert, reagieren die Tiere gestresst – der übertragene Wert wird verfälscht. Im ungünstigsten Falle werden die Pinguine sogar von ihrer Brut abgelenkt.

Aus diesem Grund wurde nun ein flauschiger Pinguin auf vier Rädern entwickelt, der die Forscher bei ihrer Aufgabe zu unterstützen soll. Auf die ersten Roboter-Versionen (ohne Kostüm) reagierten die scheuen Tiere genauso verstört wie auf Menschen, weswegen man auf die Idee kam, den fahrbaren Untersatz mit dem flauschigen Kostüm eines Pinguinbabies auszustatten. Und siehe da: Die Kaiserpinguine finden ihren ferngesteuerten Freund offenbar sympathisch und lassen ihn ganz nah an sich heran.

Einer von uns!

"Sie singen ihn mit einem speziellen Lied an, es klingt ein bisschen wie eine Trompete", sagt Studienleiter Yvon Le Maho. Einziges Manko: Einige Pinguine hätten den Roboter für einen potenziellen Spielgefährten gehalten, so Le Mahon: "Sie waren sehr enttäuscht, dass er nicht geantwortet hat. Das nächste Mal werden wir einen Rover haben, der Lieder abspielen kann."

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