Erwachsen und Pickel? Die 10 häufigsten Ursachen

Mit nervigen Pickeln haben nur Teenager zu kämpfen? Stimmt leider nicht, jede zweite Frau leidet an unreiner Haut. Dabei könnte man manche Auslöser ganz einfach vermeiden.

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Pickel im Erwachsenenalter haben viele Gründe Foto: Anetlanda/iStock/Thinkstock

Mit 15 ist man wegen eines monströsen Pickels schon mal der ein oder anderen Party fern geblieben, mit 30 kann man aber nun mal nicht einfach ein paar Tage bei der Arbeit fehlen, bis die Haut wieder makellos scheint. Ist aber auch ärgerlich, sich im Erwachsenenalter noch mit Pickeln herumschlagen zu müssen. Doch mit dem Problem ist man nicht alleine und laut Kosmetikindustrie leiden immer mehr Menschen an sogenannter Akne Tarda. Bei Befragungen gab die Hälfte aller Frauen an, an Hautunreinheiten zu leiden. Wie kann das sein? Hier die zehn häufigsten Ursachen.

1. Hormonungleichgewicht

Viele Frauen bekommen besonders gerne dann Pickel, wenn sie ihre Periode haben. Aber auch in der Menopause kann es zu vermehrter Pickelbildung kommen, genauso wie Frauen, die an einem Testosteronüberschuss leiden, zu Hautunreinheiten neigen. Gegen die Hormone kann man im Grunde nicht viel machen. Bestimmte Antibabypillen können sich jedoch vorteilhaft auf die Haut auswirken – ob die Nebenwirkungen das wert sind, muss jede Frau selbst entscheiden.

2. Falsche Pflege

Viel hilft viel? Stimmt leider nicht immer. Wer die Haut mit zu reichhaltigen Cremes "verwöhnt", riskiert Pickel. Die pflegenden Cremes verstopfen die Poren und führen zu Akne. Besonders häufig rufen nährende Anti-Falten-Cremes Pickel hervor. Geht mit dem faltenfreien Gesicht also picklige Teenagerhaut einher? Zum Glück nicht, die Kosmetikindustrie reagiert und bietet extra Cremes für Problemhaut an.
Hat man einmal eine Pflege gefunden, mit der man gut zurechtkommt, sollte man dabei bleiben, der ständige Wechsel bekommt der Haut nämlich ebenfalls nicht gut. Auch Make-up verstopft die Poren und lässt die Haut weniger atmen.

3. Richtig abschminken

Nicht nur was ins Gesicht kommt, sondern auch wie es wieder runterkommt, ist wichtig für eine gesunde Haut. Morgens und abends sollte man die Haut schonend reinigen. Waschlotionen für Teenagerhaut sind für die reife Haut meist zu aggressiv. Die Haut wird zu massiv von Talg und produziert so noch mehr, um den Verlust auszugleichen. Besser geeignet sind milde Waschlotionen mit einem hautneutralen pH-Wert.

4. Stress

Stress schlägt sich auf die Haut nieder, da der Körper mehr Cortisol produziert und die antimikrobielle Substanz auf der obersten Hautschicht abnimmt. In der Medizin ist sogar der Begriff der Scheidungsakne bekannt. Hier hilft nur regelmäßig Zeit zur Entspannung einzuplanen und sich seiner Bedürfnisse bewusst zu werden.

5. Ernährung

Der Mensch ist, was er isst. Stimmt auch in diesem Fall, denn wer gerne zu Fast Food, fettigem oder salzigem Essen greift, lässt die Pickel sprießen. Auf Weißmehl und Zucker sollte man am besten verzichten, doch auch Milchprotein kann sich ungünstig auf die Haut auswirken und Entzündungen beschleunigen. Wer aber weiß, welche Lebensmittel schöne Haut machen, kann lästige Pickel ganz einfach von innen besiegen. Am besten ist eine Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse und möglichst wenig industriell verarbeiteten Lebensmitteln.

6. Verdauung

Wer an einer ungeregelten und trägen Verdauung leidet, kann ebenfalls an Hautunreinheiten leiden. Hier hilft es, denn Ballaststoffanteil in der Nahrung zu erhöhen. 30 Gramm am Tag sollte man laut Empfehlungen schon zu sich nehmen. Das bringt die Verdauung auf Trab und die Haut wird wieder rein.

7. Pickel ausdrücken

Hat man einen Pickel, ist es schwer, der Versuchung, wild daran rumzudrücken, zu widerstehen. Selbst die Pickel auszudrücken aber ein schwerer Fehler. Denn erstens sind die Hände meist nie wirklich sauber und können so Entzündungen verstärken und zweitens verteilt man die Aknebakterien auf das ganze Gesicht.

8. Zu viel Sonne

Zu viel Sonnenlicht führt nicht nur zu Sonnenbrand und Falten, sondern auch zu Hautunreinheiten. Denn wird die Haut regelmäßig einem Sonnenbad ausgesetzt, wird die Oberfläche der Haut dicker und weniger durchlässig und die Poren verstopfen leichter. Deswegen sollte man nicht zu häufig den Sonnenschein genießen und immer eine Sonnencreme mit hohem UV-Schutz auftragen. Es gibt sogar spezielle Sonnencremes für Akne-Patienten.

9. Rauchen

Rauchen lässt die Haut fahl erscheinen und führt zu einer erhöhten Fettproduktion. Die im Zigarettenrauch enthaltene Arachidonsäure führt zusätzlich dazu, dass sich die Akne stärker entzündet. Am besten verzichtet man auf das Rauchen – das bringt reine, faltenfreie und frisch aussehende Haut.

10. Bettwäsche

Auch etwas so unscheinbares wie das Schlummern im eigenen Bett kann Akne hervorrufen. Wer den Kissenbezug zu selten wechselt, fördert Entzündungen, da sich auf dem Polsterbezug jede Menge Bakterien tummeln können. Wer wirklich stark mit Pickeln zu kämpfen hat, sollte den Bezug am besten täglich wechseln!