8 Pflegetipps für trockene Haut im Winter

Trockene, raue Haut ist nicht nur nervig, sondern auch hartnäckig. Deswegen macht es Sinn, die Hautpflege-Routine in der kalten Jahreszeit zu überdenken. Wir zeigen, wie Sie Ihre Haut geschmeidig erhalten, wenn das Thermometer unter die Null-Grad-Marke fällt.

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In der kalten Jahreszeit müssen Sie Ihrer Hautpflege besondere Aufmerksamkeit widmen Foto: gpointstudio/iStock/Getty Images Plus/Getty Images

Sobald die Tage kürzer werden, die Temperaturen sinken, und die Heizung wieder läuft, bemerken viele, dass Ihre Haut trockener wird. Warum das so ist, was dagegen hilft und welche intensiven, nährstoffreichen Pflegetipps Ihre Haut vor dem Austrocknen schützen, verraten wir.

Warum haben wir trockene Haut im Herbst und Winter?

Unser gesamter Körper ist von unzähligen Talgdrüsen übersäht, die nützliches Fett produzieren, wodurch in der Summe ein schützender Lipidfilm entsteht. Diese Schutzschicht bewahrt die Haut vor schädlichen Umwelteinflüssen und hilft, Feuchtigkeit im Inneren zu speichern. Wird es draußen kälter, arbeiten und produzieren die Talgdrüsen langsamer, und das Hautfett ist fester. Ähnlich wie ein Stück Butter, das sich kalt schlecht verstreichen lässt, verteilt sich der Talg nur mäßig. Das wiederum führt dazu, dass die Schutzschicht durchlässig wird: Feuchtigkeit aus dem Inneren tritt aus, und Schadstoffe dringen leichter ein. Die Folge: trockene, raue Haut, die spannt und mitunter sogar juckt.

Wie sieht die optimale Gesichtspflege im Herbst und Winter aus?

Leichte Gels und Fluids sind im Normalfall zwar die richtige Wahl für Ihre Haut, doch im bei Kälte sollten Sie vorsichtig mit Pflegeprodukten sein, die einen hohen Wasseranteil haben. Grund dafür: Sinkende Außentemperaturen unter dem Gefrierpunkt können das Wasser auf der Haut regelrecht gefrieren lassen. Die erweiterten Äderchen lassen Rötungen entstehen. 

Woran erkennen Sie eine geeignete Hautpflege für den Winter?

An der Konsistenz. Je fester die Creme, desto fetthaltiger ist das Produkt. Je milchiger und leichter, desto wasserreicher und damit ungeeigneter ist die Creme. Die Winterpflege sollte Feuchthaltemittel wie Urea, Glyzerin oder Panthenol enthalten -  sie helfen der Haut, die natürliche Feuchtigkeit zu halten und verhindern somit das Austrocknen. 

Unverträglichkeiten und Akneausbrüche von Fettcremes

Bei unreiner Haut ist es keine gute Idee, im Winter zwangsläufig auf eine fetthaltige Creme umzusteigen. Bei manchen Frauen und Männern können diese reichhaltigen Formeln die Poren verstopfen und Pickel hervorrufen. Als Faustregel gilt: Creme erst wechseln, wenn mit der gewohnten Pflege trockene Hautstellen auftreten, oder ein paar Tropfen Öl untermischen.

1. Reinigung im Winter: Weniger ist mehr

Lange und warm duschen tut gerade im Herbst und Winter gut. Weniger ist jedoch mehr. Denn heißes Wasser entzieht der ohnehin schon strapazierten Haut Fett und trocknet sie aus. Besser: Seltener baden oder duschen und auf lauwarmes Wasser setzen. Danach nur leicht abtupfen, nicht rubbeln - und eincremen nicht vergessen!

2. Die optimale Körperpflege im Winter

Tragen Sie Bodylotionen direkt auf, wenn die Haut noch leicht feucht ist. Vorteile: Erstens ziehen fetthaltige Cremes auf nasser Haut besser und schneller ein. Zweitens schließt die Pflege die Feuchtigkeit in der Haut ein.

3. Welche Seife eignet sich für trockene Hände?

Die meisten Seifen enthalten Laugen, die für eine gründliche Reinigung gut sind, aber trockene Haut irritieren. Benutzen Sie im Winter deshalb lieber fetthaltige Seifen mit Lanolin oder Kokosöl.

4. Die richtige Handcreme für trockene Hände

Am besten cremen Sie Ihre Hände nach jedem Wasserkontakt ein. Achten Sie wie bei der Gesichtspflege auf Inhaltsstoffe wie Glyzerin und Urea. 

5. Hausmittel gegen trockene Haut im Winter

Gegen trockene Haut hilft es, mit Hafermehl zu baden. Geben Sie dafür zwei Tassen fein gemahlenes Mehl in eine Wanne mit lauwarmem Wasser. Das macht das Wasser weich und pflegt die Haut.

6. Hilfe aus der Luft

Ständiges Heizen trocknet die Luft aus. Die Folge: Trockene Zimmerluft entzieht der Haut wichtige Feuchtigkeit. Um das Problem zu lösen oder gar nicht erst entstehen zu lassen, können Sie einen Luftbefeuchter verwenden. Dazu regelmäßig lüften und Grünpflanzen aufstellen. 

7. Pflichtprogramm: Eincremen

Um aufgerissene und ausgetrocknete Haut zu vermeiden, sollten Sie im WInter nach jedem Duschgang Ihren Körper eincremen. Am besten eignen sich dafür fetthaltige Cremen oder Körperöle - diese allerdings direkt auf die noch nasse Haut auftragen, damit sie schneller einziehen. 

8. Pflege für Lippen, Fingerknöchel, Ellenbogen und Knie

Diese Stellen werden bei Kälte sofort trocken und reißen schmerzhaft auf. Schuld ist der Aufbau der Haut, da dort kaum Talgdrüsen vorhanden sind. Schnelle Hilfe bieten ein reichhaltiger Balm, Sheabutter und Distelöl. Diese Produkte pflegen raue Stellen wieder weich und stärken die Barrierefunktion.

Allgemeiner Tipp:

Im Winter brauchen Sie extra viel Vitamin C, um Ihr Immunsystem zu stärken und sich vor Erkältungen zu schützen. Auch die Haut freut sich darüber - sie wirkt frischer, ebenmäßiger und strahlt.