Pflege mit Hanf: Was man wissen sollte

Die Natur hat viel für unsere Schönheit zu bieten. Neben Klassikern wie Kollagen und Hyaluron tauchen bestimmte Inhaltsstoffe immer häufiger in Produkten auf: Hanföl und CBD. Was sie können – und woran man noch forscht.

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Hanf - das neu entdeckte Beauty-Produkt Foto: rezkrr/iStock/Getty Images Plus/Getty Images

Mit einem Mal steht sie im Mittelpunkt: Die eher unscheinbare Grünpflanze Cannabis erlebt einen Hype. Nein, nicht wegen der berauschenden Wirkung der weiblichen Blütenstände, die sie der Substanz THC verdankt. Sondern wegen eines anderen Inhaltsstoffes – dem Cannabidiol (CBD). Kapseln und Tropfen zur Einnahme sollen allerhand Gutes bewirken: Sie würden beruhigen, guten Schlaf fördern, Entzündungen hemmen und gegen Übelkeit helfen – heißt es. Mehr als 400 Studien, die das belegen sollen, werden derzeit weltweit durchgeführt.

Mit Brief und Siegel

Mario Eimuth hat ein Unternehmen gegründet, das auf vielspektrales Medizinal-Cannabis spezialisiert ist. Zum Portfolio des ehemaligen Modemanagers gehört neben CBD-Kapseln und -Tropfen auch eine Lotion. 300 mg CBD (übrigens eine Säure) stecken in 50 ml Lotion, dazu weitere Öle aus Lavendel, Teebaum und Rosmarin. Eimuth: "Die Hautverträglichkeit der Lotion wurde vom unabhängigen dermatologischen Testinstitut Dermatest mit 'sehr gut' bewertet."

Natürlich

Auch andere Hersteller machen sich Hanf für Pflegeprodukte zunutze. Sie enthalten aber nicht auto­matisch CBD, sondern meist „nur“ Hanfsamenöl, denn das ist reich an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Bei ­Pflege für empfindliche Haut muss immer das Gesamt­paket stimmen, gibt Firmengründer Eimuth zu bedenken: "Dafür, dass man sich wieder wohl in seiner Haut fühlt, sind die besondere Zusammensetzung und die Verwendung rein natürlicher Inhaltsstoffe verantwortlich, die alle pflegend, antibakteriell und entzündungshemmend sind."