Wenn man den eigenen Partner nicht riechen kann

Ihr Partner gibt Ihnen Sicherheit, Liebe und überhaupt alles, was für Sie immer schon obligatorisch für eine funktionierende Beziehung war. Sie weisen zahlreiche Gemeinsamkeiten auf, die das Zweierleben aufwerten. Kein Wunsch bleibt scheinbar offen.

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Wenn alles passt, nur der Geruch nicht Foto: Ondine32/iStock/Thinkstock

Doch was ist, wenn ein elementarer, laut Wissenschaft unentbehrlicher Faktor fehlt? Es heißt, ein guter Test darauf, ob eine Bindung dauerhafte Chancen hat, findet bereits in den ersten Momenten der Kontaktanbahnung statt: Das unbewusste Wahrnehmen des Geruchs. Finden Sie sich auch einer kleiner Beschnupperung noch attraktiv, ist alles im Lot. Wenn nicht, wird's schwierig... Dass sich jedoch große Verzweiflung auftut, weil man gedacht hat, Mr. oder Ms. Perfect sei endlich in unser Leben getreten, ist einleuchtend. Dieses Problem kann aber auch Paare betreffen, die schon ihr halbes Leben miteinander verbracht haben.

Geruch evolutionär sinnvoll

Der Geruch des Partners gibt uns unterbewusst einen Hinweis darauf, wie stark und gesund unser Nachwuchs sein würde. Riechen können wir jene Personen gut, die ein zu unserem unterschiedliches Immunsystem aufweisen. Gepaart begünstigen sie ein gesundes Nachkommen. Doch was ist mit jenen Paaren, die ein ähnliches Immunsystem aufweisen und den Körpergeruch des anderen nicht unbedingt als betörend bezeichnen würden? Hat diese Liebe überhaupt eine Chance?

Alarmzeichen laut Forschung

Grundsätzlich ist kein Paar vor diesem Problem gefeit, denn mit dem Alter verändert sich der Hormonhaushalt und somit der Körpergeruch. Die Forschung zeigt aber, dass ein Körpergeruch, denn wir aus unerklärlichen Gründen nicht mögen, ein Alarmzeichen ist, denn ohne passenden Geruch, hält die Beziehung nicht lange – auch wenn Sie ansonsten wie füreinander gemacht sind. Wer seinen Partner nicht riechen kann, wird es tendenziell schwieriger haben, die Partnerschaft aufrecht zu erhalten.

Achtung: Hormone!

Was jedoch viele nach wie vor nicht wissen, ist, dass sowohl eine Schwangerschaft als auch die Pille oder andere hormonelle Verhütungsmethoden an dem olfaktorischen Problem schuld sein können. Der weibliche Hormonhaushalt wird vehement auf den Kopf stellt. Das Gleiche gilt natürlich auf für Männer, deren Hormonhaushalt sich durch unterschiedliche Behandlungen verändert.

Glück nicht erzwingen

Wer seinen Freund beispielsweise zu einem Zeitpunkt kennenlernt, zu dem die Frau bereits die Pille nimmt, läuft Gefahr, ihn beim Absetzen nicht länger riechen zu können – ist man sich dessen nicht bewusst, ist eine Trennung quasi vorprogrammiert. Wer sich andererseits erst nach einer bestimmten Zeit für eine Hormonbehandlung entscheidet, trägt ebenfalls das Risiko, den Partner nicht mehr wie anfänglich riechen zu können. Hier ist die Lösung einfacher: Steigen Sie hormonfreie Methoden um. Wer seinen scheinbaren Traumpartner jedoch aus einem unerklärlichen Grund nicht anziehend findet, sollte die Bindung nicht erzwingen – die Chancen für das ewige Glück stehen nämlich schlecht.

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