OnePlus 7 Pro im Test: Der pfeilschnelle Androide

2019 hat bereits viele gute Flaggschiff-Smartphones hervorgebracht. Das OnePlus 7 Pro ist aber das wohl beste Gesamtpaket bisher. Alle Aspekte des Geräts können mehr als überzeugen und ergeben ein schnelles und ausgewogenes Smartphone. Mehr dazu im ausführlichen Test...

MVIMG_20190709_124140.jpg
Foto: Weekend Magazin/Steinberger-Weiß
IMG_20190709_124313.jpg
Foto: Weekend Magazin/Steinberger-Weiß
IMG_20190709_124239.jpg
Foto: Weekend Magazin/Steinberger-Weiß
IMG_20190709_124343.jpg
Foto: Weekend Magazin/Steinberger-Weiß
IMG_20190709_124454.jpg
Foto: Weekend Magazin/Steinberger-Weiß
IMG_20190709_124445.jpg
Foto: Weekend Magazin/Steinberger-Weiß
IMG_20190709_124513.jpg
Foto: Weekend Magazin/Steinberger-Weiß
IMG_20190709_124334.jpg
Foto: Weekend Magazin/Steinberger-Weiß
IMG_20190709_124415.jpg
Foto: Weekend Magazin/Steinberger-Weiß
IMG_20190709_124304.jpg
Foto: Weekend Magazin/Steinberger-Weiß

Als die damals völlig unbekannte Firma OnePlus im Jahr 2014 ihr erstes Smartphone auf den Markt brachte, war der Hype riesengroß. Es fiel immer wieder das Wort: Flaggschiffkiller. Durch ein neuartiges Einladungssystem war das OnePlus One nicht für jeden sofort erhältlich – auch das steigerte die Exklusivität und das „Habenwollen“ unter den Fans. Aber was war so besonders am Gerät? Einfach erklärt: Die technischen Daten gepaart mit einem Kampfpreis von damals rund 400 Euro. Mittlerweile sind fünf Jahre ins Land gezogen und das OnePlus 7 Pro ist am Markt. Der Preis ist fast um das Doppelte gestiegen, aber auch die technischen Specs sind nicht mehr Flaggschiffkiller, sondern absolut Flaggschiffwürdig. 

Technik – ein Biest!

Unter der schicken Haube des OnePlus 7 Pro werkt ein topmoderner Snapdragon 855, flankiert von gigantischen 12 GB RAM und 256 GB superschnellem UFS 3.0 Speicher. Dazu ein 6,67-Zoll großes Fluid AMOLED Display mit einer Bildwiederholrate von 90 Hz (Standard ist 60 Hz). Alles in allem ergibt diese Kombi ein superflottes Smartphone, welches in jeder Situation souverän bleibt und nie ins Schwitzen kommt. Der UFS 3.0 Speicher ist in etwa doppelt so schnell wie der bisher verwendete UFS 2.1. Das merkt man vor allem bei der Installation von Apps. Bei der Ersteinrichtung landen die Apps im Sekundentakt auf der Platine des OP7 Pro. So schnell waren meine rund 140 Apps im Backup noch nie installiert. Das Kamerasetup des OP7 Pro verspricht viel: Der 48-Megapixel Hauptsensor wird von einem 8-Megapixel Telephoto und einem 16-Megapixel Weitwinkelsensor ergänzt. Das Resultat sind sehr sehr gute Fotos, die zwar nicht mit der Referenz Huawei P30 Pro und Google Pixel 3 gleichziehen, aber sehr nahe dran sind. Während meiner Testphase kamen mehrere Updates, die vor allem auf die Verbesserung der Kameraleistung abzielten. Auch da ist OnePlus sehr löblich unterwegs. Die restlichen Daten sind absulot Top-Notch. Bluetooth 5.0, ultraschnelles WLAN, Dual-Band GPS, GLONASS, Galileo uvm. Der Fingerabdrucksensor ist optisch und unter dem Display verbaut. Er reagiert in 9 von 10 Fällen sehr sehr schnell. Der Akku ist mit 4.000 mAh zwar ordentlich dimensioniert, hat im Vergleich zu anderen Smartphones mit der Stärke jedoch weniger lange durchgehalten. Das dürfte an der höheren Wiederholrate des Displays liegen, die 90 Hz fordern da ein wenig Tribut. Das einzige was dem Flaggschiff fehlt, ist Wireless-Charging, für mich jedoch in dem Fall kein Dealbreaker.

IMG_20190709_124157.jpg
Foto: Weekend Magazin/Steinberger-Weiß

Ein sehr spannender Aspekt ist die ausfahrbare Frontkamera. Das 16-Megapixel-Teil fährt auf der Oberseite aus und ermöglicht Selfies in sehr guter Qualität. Es macht richtig Spaß, dem kleinen Teil beim Ein- und Ausfahren zuzusehen. Das Positive an dieser Technik: Es ermöglicht ein Smartphone ohne hässliche Displayeinkerbung (auch „Notch“ genannt). Der negative Aspekt: Aufgrund der motorisierten Technik ist kein Wasserschutz nach IP67 oder IP68 möglich. Sehr nützlich ist die Fallerkennung, die bei einem Sturz des Geräts die Kamera blitzschnell einfährt, damit kein Schaden daran entsteht. 

IMG_20190709_124359.jpg
Foto: Weekend Magazin/Steinberger-Weiß

Software – einfach und übersichtlich

Auf dem Gerät läuft das hauseigene Oxygen OS 9.5.9 auf Basis von Android 9 Pie. Schon beim Einrichten flitzt das Gerät durch die Menüs, dass es eine Freude ist. Die Software ist perfekt aufs Gerät abgestimmt und ermöglicht eine unglaublich flüssige Bedienung. Während meiner rund dreiwöchigen Testphase kamen drei Updates, die jeweils Teilaspekte des Geräts verbesserten und den Sicherheitspatch von Android auf die neueste Version anhoben. Bei anderen Geräten ist es oft so, dass – wenn überhaupt – einmal im Monat ein Update kommt. OnePlus ist hier mehr als vorbildlich. Die Einstellungsmöglichkeiten gehen weit über Stock-Android hinaus – es wurde sinnvoll erweitert, ohne das System zu sehr aufzublasen. Alles in allem ein superschlankes und rasend schnelles Betreibssystem mit einem eigenen Modus für ungestörtes Gaming.

Fazit – derzeit unschlagbar!

Wer den puren Speed im schönen Kleid sucht, muss 2019 an das OnePlus 7 Pro denken. Kein Smartphone konnte mich bisher dieses Jahr derart fesseln. Ja, das Huawei P30 Pro hat eine noch bessere Kamera und ja, andere Geräte eine minimal bessere Akkuleistung und Wireless-Charging. Aber das Gesamtpaket ist beim OnePlus 7 Pro einfach am Stimmigsten. Man bekommt ein megaflottes Gerät mit sehr guter Kamera und einer lustigen Innovation in Form einer ausfahrbaren Frontkamera. Der Preis ist für das von mir getestete Topmodell mit 829 Euro mehr als fair! Mit weniger RAM und weniger Speicher (trotzdem pfeilschnell) gibt es das OnePlus 7 Pro bereits ab 699 Euro. Das etwas abgespeckte, aber immer noch empfehlenswerte OnePlus 7 (ohne Pro) gibt es ab superfairen 549 Euro. Daher gibt es von mir 10 von 10 Bewertungspunkten und eine klare Kaufempfehlung für jene, die ein superschnelles Flaggschiffgerät suchen, ohne dabei das Sparbuch auflösen zu müssen. Das Gerät ist in Österreich unter oneplus.net erhältlich.

Bis zum nächsten Mal!

Hinweis: Das Testgerät wurde mir von OnePlus für einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung gestellt.

Weekend-Redakteur Lukas Steinberger-Weiß ist ein Technik-Freak sondergleichen. Wobei ihn die Bezeichnung „Nerd“ nicht beleidigt, sondern ehrt. Er saugt alle Neuheiten in sich auf und ist immer am neuesten Stand, liebt Computerspiele, beschäftigt sich ausführlich mit den neuesten Smartphones und den dazugehörigen Gadgets und ist ein Experte für Unterhaltungselektronik. In seinem Blog testet er Spiele, Konsolen, Smartphones, Gadgets und vieles mehr und lässt die Leser an seiner Faszination für die spannende Technik-Welt teilhaben.

Alle Blog-Artikel von Lukas Steinberger

Alle Magazin-Artikel von Lukas Steinberger

Lukas Steinberger auf Facebook folgen

 

 

Mehr zum Thema: