Exportschlager Oktoberfest: So feiert die Welt

O'zapft ist: Das Oktoberfest in München hat seine Tore geöffnet – doch nicht nur in Bayern feiert man, Bier und Dirndl sind international geworden. Hätten Sie gedacht, dass in China und Uganda ein Oktoberfest gefeiert wird?

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Das "Qingdao International Beer Festival" ist das größte Oktoberfest außerhalb Deutschlands Foto: Li Ziheng Xinhua / Eyevine / picturedesk.com

Seit 1810 findet in München das Oktoberfest statt. Im Mittelpunkt stehen dabei Bier, Dirndl und ausgelassene Laune. Das Oktoberfest in München kann sich jedes Jahr über Millionen Besucher freuen, durchschnittliche eine Milliarde Umsatz mach das größte Volksfest der Welt. Kein Wunder, dass auch andere Städte auf die Idee gekommen sind, ein eigenes Oktoberfest abzuhalten. Die Einheimischen freut's, immerhin spart man sich die Anreise nach München – da ist dann das ein oder andere Extra-Bier locker drinnen.

1. Qingdao, China

In China gibt es mit rund drei Millionen Besuchern das größte Oktoberfest außerhalb Münchens. Das ganze nennt sich "Qingdao International Beer Festival" und fand bereits 1992 zum ersten Mal statt. Es startet am zweiten Augustwochenende und dauert 16 Tage. Bis zu 200 verschiedene Biermarken kann man auf diesem Fest verkosten, kulinarisch wird man mit Sauerkraut und Bratwurst versorgt.

2. Blumenau, Brasilien

600.000 Menschen feiern jedes Jahr in Brasilien mit deutschem Bier und deftigem Essen. Das Fest dauert 18 Tage und findet auf dem Deutsch Village Park statt. Das Fest wurde 1984 ins Leben gerufen, Grund dafür war eine Überschwemmung, für den Wiederaufbau benötigte man dringend Finanzmittel. Das benötigte Geld kam schnell zusammen, mittlerweile ist das Fest, nach dem Karneval in Rio das zweitgrößte Brasiliens. Pro Jahr werden rund 650.000 Liter Bier getrunken.

Blumenau wurde übrigens 1850 von deutschen Einwanderern gegründet, die vielerorts zu sehenden Fachwerkshäuser entstanden aber erst später.

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Blumenau wirkt mit seinen Fachwerkhäuschen richtig deutsch Foto: Werner Rudhart / Visum / picturedesk.com

3. Kitchener, Kanada

Neun Tage lang wird in Kanada das Oktoberfest gefeiert und das bereits seit 1969. 700.000 Besucher kommen jährlich und rund 21 Millionen Umsatz werden jährlich gemacht. Auch spendabel sind die Menschen, 1,5 Millionen US-Dollar werden jedes Jahr gespendet, 50 Organisationen profitieren so von diesem Fest. Die Oktoberfest-Parade verfolgen jährlich 1,8 Millionen Menschen an den Bildschirmen. Das Essen ist natürlich typisch bayrisch, so werden jährlich an die 25.000 Brezeln und 51.000 Würste verzehrt.

4. Zinzinnati, Cincinnati

Das Oktoberfest in Cincinnati ist das größte in den USA und mehr als eine halbe Million Menschen schauen hier auf Bier und Brezen vorbei. Das Fest wird sei 1976 gefeiert und soll an die deutschen Vorfahren erinnern, deswegen die Schreibweise Zinzinatti.

Eröffnet wird das Fest mit einem großen Dackelrennen, gefolgt von Sportarten wie Bierfassrollen und Bratwurstwettessen. Das Oktoberfest findet im September für drei Tage statt.

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Ein Hunderennen der besonderen Art  Foto: Ernest Coleman / Zuma / picturedesk.com

5. Marco Polo German Oktoberfest, Hongkong

Im Marco Polo Hotel findet alljährlich das Oktoberfest statt, bei dem man in Wettbewerben wie Maßkrughalten glänzen kann. Apfelstrudel, Sauerkraut und Würste gibt es selbstverständlich auch! Das Fest dauert 24 Tage lang, der Eintritt kostet rund 30 Euro, inklusive Bier und Bierkrug. Prost!

6. Brisbane, Australien

In Australien gibt es zahlreiche Oktoberfeste, das größte davon in Brisbane. Sechs Tage lang wird hier Bier, Breze und Wurst gehuldigt. Organisiert wird das Fest von zwei australisch-deutschen Familien, die jährlich nur 40.000 Tickets verkaufen, um das Fest klein und fein zu behalten.

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Brezen und Bier: Ein Muss bei jedem Fest Foto: NatashaBreen/iStock/Thinkstock

7. Kampala, Uganda

Auch in Afrika wird das Oktoberfest gefeiert, heuer bereits zum dritten Mal. Auch hier gibt es neben der typischen Kulinarik Spiele wie Beer Pong, Maßkrughalten und Armdrücken. Veranstaltet wird das Fest im Garten des Uganda Museum, es ist also nicht wirklich groß, doch Dirndln und blau-weiße Wimpel findet man auch hier in Hülle und Fülle.

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