Natur pur: Vier neue Öko-Stoffe für Edel-Hipster

Aus Ananas, Holz und Plastikmüll lassen sich It-Pieces herstellen, um die sich die Trendsetter der Welt reißen. Und da wir beim Kauf ­etwas Gutes für die Umwelt tun, kann uns das schlechte ­Gewissen gar nicht einholen. Ganz egal, wie viel wir shoppen!

Öko Wolle Frau - Cover
Einst alternativ, heute chic: Stoffe aus reinen Naturmaterialien Foto: NelliSyr/iStock/Thinkstock

1. Ananas

Nachhaltiges Leder. Die süße Frucht ist nicht nur ein beliebtes Motiv auf T-Shirts, Ohrringen und Tischtüchern, sondern revolutioniert nun auch als reines Naturleder die Modebranche. Das aus der Ananas verarbeitete Material heißt Piñatex und wird bereits für die Herstellung von Rucksäcken, Taschen und Sneakers verwendet.

2. Holz

Ich und mein Holz. Das berühmte Lied des deutschen Hip-Hop-Duos "257ers" wird zur Philosophie – und zwar nicht nur für die Holzfäller am Land, sondern auch die Fashionistas in den Modemetropolen. So hatten die Gründer von "Kerbholz" damit begonnen, ihre ersten Uhren und Brillenmodelle aus einem selbst gefällten Baumstamm herzustellen. Heutzutage findet man bereits eine riesige Auswahl an Produkten, kann sich aber dennoch sicher sein: Alle gekauften Stücke werden nachhaltig produziert.

3. Plastik

Vom Ozean in den Kleiderschrank. Müllberge von gestrandeten Plastikflaschen auf den Stränden der Malediven – nicht nur für die Tiere und die Natur eine Katastrophe, sondern auch alles andere als eine perfekte Selfie-Kulisse. O’Neill hat dieser Umweltverschmutzung den Kampf angesagt und ein revolutionäres Konzept entworfen: Das Label stellt funktionale Sportkleidung aus Eco-Textil her, das von Bionic aus recyceltem Küsten-Plastik gewonnen wird. Und auch adidas zieht mit: Der UltraBoost-Laufschuh besteht aus elf Plastikflaschen.

4. Milch

Tragen statt trinken. Ob man mit guten Ideen die Welt retten kann? Vielleicht! Mit Qmilk hat sie eine junge Mikrobiologin jedenfalls ein Stückchen besser gemacht. Das Unternehmen stellt aus Restbeständen der Milch, die normalerweise entsorgt werden, eine besondere Milchfaser her, aus der in Folge Kleidungsstücke gefertigt werden. Die Produktion: Zu 100 % nachhaltig. Kein Wunder also, dass mittlerweile auch schon in der Möbel-, Auto- und Medizinbranche immer mehr Interesse am unkonventionellen Allround-Stoff bekundet wird.