Kurios: Nägelkauen ist gesund!

Nägelkauen gehört sich nicht! Als Kind bekommt man das stets von den Eltern eingetrichtert. Dabei zeigt eine Studie: Wer als Kind an seinen Nägeln knabbert, tut seinem Immunsystem etwas Gutes!

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Nervosität kann zu Nägelkauen führen – auch im Erwachsenenalter Foto: Brand X Pictures/Stockbyte/Thinkstock

Wieso kauen Menschen an ihren Nägeln rum? Dafür gibt es nicht den einen Grund. Anspannung und Nervosität sind jedoch häufig die Ursachen dafür. Genau Zahlen darüber, wie viel Prozent der Menschen Nägel kauen gibt es nicht, aber Forscher schätzen, dass beinahe 50 % der Kinder und Jugendlichen davon betroffen sind. Bei den Erwachsenen haben sich die meisten die unschöne Angewohnheit wieder abgewöhnt, nur noch jeder Zehnte knabbert im Erwachsenenalter an seinen Nägeln rum. Schließlich haben einem die Eltern ja klargemacht, dass es sich nicht gehört, an seinen Nägeln zu kauen. Dabei könnte genau das gesund sein.

Nägelkauen ist gut für das Immunsystem

Eine neuseeländische Langzeitstudie untersuchte über 1.000 Kinder und Jugendliche, ihre Neigung zum Nägelkauen und ihre Allergieanfälligkeit. Das Ergebnis? Fast die Hälfte der Kinder, die nicht an den Nägeln kauten, bekamen als Erwachsene Probleme mit Allergien. Wer als Kind jedoch häufig die Finger im Mund hatte, am Daumen nuckelte oder an den Nägeln knabberte, bekam nur zu 38 % als Erwachsener eine Allergie. Das liegt daran, dass die Kinder durch das Nägelkauen vermehrt mit Keimen und Bakterien in Kontakt kamen, das Immunsystem konnte sich so besser ausbilden. Und wer ein starkes Immunsystem hat, ist weniger anfällig für Allergien! Übrigens: Auch Haustiere in der Kindheit haben eine positive Auswirkung auf das Immunsystem – also vielleicht lieber den Kindern einen Hund schenken, als zum Nägelkauen zu erziehen. 

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