Nachhaltig reisen: Die 5 wichtigsten Tipps

Die Umwelt muss geschützt werden – mehr als jemals zuvor. Bewusster, intelligenter und fairer unterwegs sein steht dabei ganz oben auf der Agenda von immer mehr Menschen. Fünf Experten-Tipps, wie man dieses Ziel in die Tat umsetzt.

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Fair reisen - das ist möglich Foto: nd3000/iStock/Getty Images Plus/Getty Images

Reisen und Nachhaltigkeit scheinen auf den ersten Blick nicht wirklich zusammenzupassen, da allein die Anreise kaum klimaschonend zu bewerkstelligen ist. Mit ein paar Tricks können wir den Urlaub allerdings nachhaltiger gestalten.

1. Gründliche Recherche und Planung

Unabhängig davon, ob Sie Ihren Urlaub individuell oder mit einem Reiseveranstalter planen, sollten Sie sich vorab über Unterkünfte, Reise-, Touren- und Aktivitäten-Veranstalter informieren, die auf sanften Tourismus setzen und die lokale Bevölkerung, Gemeindeprojekte oder andere Arten von Charity-Organisationen unterstützen. In der Regel erkennen Sie diese an entsprechenden Nachhaltigkeits-Label auf deren Websites.

2. Unterstützung lokaler Gemeinschaften

Nachhaltig Reisen bedeutet auch, dass die Einheimischen von Besuchern und Touristen profitieren. Bei der Wahl Ihrer Unterkunft und Planung Ihrer Reise halten Sie am besten Ausschau nach Hotels und Tour-Veranstaltern, die im Besitz von Nachhaltigkeits-Zertifikaten und Auszeichnungen sind, und mit ortsansässigen Inhabern oder einheimischen Mitarbeitern sowie lokalen Unternehmen eng zusammenarbeiten. Sie investieren Ihr Geld somit direkt in die Gemeinde und tragen auch dazu bei, die lokale Umgebung, Wirtschaft und Kultur zu erhalten. Bei Aktivitäten in der Wildnis beispielsweise sollten sie sicherstellen, dass Sie auch hier dem Anbieter vertrauen können, um eine ethisch korrekte Vorgehensweise zur Erhaltung der Organisation zu gewährleisten. Ein Erlebnis mit Elefanten in Thailand mag einen Traum erfüllen, aber sind Sie mit dem Unternehmen vertraut? Wissen Sie, wie die Tiere behandelt werden oder woher die Elefanten stammen?

3. Nächtigung

Investieren Sie mit der Wahl Ihrer Unterkunft in die lokale Wirtschaft, indem Sie auf Privatpensionen und B&Bs setzen. Bevorzugen Sie kleine inhabergeführte Unterkünfte. Sie gewährleisten nicht nur eine persönliche Betreuung, und lokale Geheimtipps, sondern auch, dass das Geld bei den Menschen im Land ankommt. Somit unterstützen Sie die Vielfalt der privaten Initiativen vor Ort.

4. Anreiseform und Verkehrsmittel

Beim Reisen ist es zwar schwierig, weniger CO2-Ausstöße zu verursachen, aber nicht unmöglich. Suchen Sie nach der kürzesten Reise- bzw. Flugroute zu Ihrem Ziel. Faustregel: Je weiter weg, desto länger vor Ort. Ab 700 Kilometer Entfernung sollte man mindestens acht Tage vor Ort sein (entspricht München – Rom), ab 2.000 Kilometer mindestens 15 Tage (entspricht Hamburg – Athen). Nutzen Sie statt eines Mietwagens öffentliche Verkehrsmittel, insbesondere zum Erkunden der Gegend vor Ort - oder planen Sie Fahrradtouren und Wanderungen.

5. (Souvenir-) Shopping

Unterstützen Sie die lokale Wirtschaft, indem Sie bei kleinen unabhängigen Händlern einkaufen, die ihre Produkte regional und nachhaltig beziehen. Besuchen Sie Straßenmärkte, kleine Läden und essen Sie in einheimischen Restaurants anstelle von bekannten Ketten. Verzichten Sie auf Kosmetikprodukte in Reisegröße wie Shampoo und Cremen. Billiger und umweltfreundlicher ist es, diese aus den großen Flaschen selbst in wiederverwendbare, kleinere Behälter umzufüllen.