"500. Geburtstag": Wer war Mona Lisa wirklich?

Das Bild der "Mona Lisa" von Leonardo Da Vinci kennt beinahe jeder. Die Frage, wer sie war und wie sie lebte, beschäftigen Experten sowie Laien weltweit auch 500 Jahre nach Entstehung des legendären Porträts. Theorien gibt es dazu so einige.

Mona Lisa
Das weltberühmte Gemälde der Mona Lisa Foto: Ferrari Press Agency / Action Press / picturedesk.com

1. Die Ehefrau 

Die einfachste Erklärung ist, dass jene Frau, die für das Gemälde Modell stand, die Frau des Florentiner Händlers Francesco de Giocondo war, der seine Frau porträtieren lassen wollte. Vielen Kunsthistorikern scheint diese Möglichkeit aber offenbar zu einfach und unspektakulär zu sein.

2. Die Doppelgängerin

2012 wurde die angebliche Zwillingsschwester - die sogenannte "Isleworth Mona Lisa" von Mona Lisa - entdeckt. Jahrelang soll sie zuvor unbemerkt im Prado-Museum in Madrid gehangen sein. Die Museumsleitung vermutet nun, dass es sich um eine Kopie des Originals handelt, das etwa zur gleichen Zeit, also zu Beginn des 16. Jahrhunderts, nach dem Vorbild des Meisterwerks von Leonardo da Vinci angefertigt worden sein soll. Da Vinci selbst soll die Kopie aber nicht gemalt haben, sondern einer seiner Schüler. Durch zahlreiche Analysen sind sich die Experten aber sicher, dass es sich um dieselbe Frau handelt, die auf den Gemälden abgebildet wurde. 

3. Der Liebhaber

Eine andere Theorie geht davon aus, dass Mona Lisa keine Frau, sondern ein Mann war, und zwar Gian Giacomo Caprotti, ein Liebhaber und Schüler des homosexuellen Da Vinci. Bei kunsthistorischen Untersuchungen wurden angeblich die Buchstaben "S", welcher für den Künstlernamen "Salai" von Caprotti und "L", welches für Leonardo da Vinci selbst stehen soll, in den Augen der Mona Lisa gefunden. 

4. Die werdende Mutter

Wieder andere glauben zu wissen, dass die Frau auf einem der berühmtesten Bilder der Welt schwanger war. Für diese Vermutung gibt es zahlreiche wenn auch etwas bizarre Erklärungen. Manche sagen, dass die angeblich geschwollenen Finger der Frau ein klares Indiz für eine Schwangerschaft seien. Andere Forscher hingegen haben mit einer Infrarot-Kamera einen feinen Schleier entdeckt, der Mona Lisas Kleidung umhüllt. Dieser soll damals eine typische Kleidung für Frauen gewesen sein, die schwanger waren. 

5. Die Wimpern und Augenbrauen

Viele Kunstexperten sind sich sicher, dass Mona Lisa aufgrund der damals geltenden Schönheitsideale ohne Augenbrauen und Wimpern gemalt wurde. Aber auch hier wurden dank modernster Technik genauere Details entdeckt. So soll Da Vinci seiner Mona Lisa sehr wohl Wimpern und Augenbrauen gemalt haben, die aber mit der Zeit verblasst sind. 

Nur fünf von vielen Theorien, von denen keiner weiß, ob sie stimmen, die aber dafür sorgen, dass die Legende um die geheimnisvolle Mona Lisa weiterlebt.

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