Top 5: Diese Lebensmittel enthalten kaum Pestizide

Bio? Konventioneller Anbau? Die Wahl ist auch eine Frage des Geldes. Doch nicht bei allen Obst- und Gemüsesorten muss man auf Bio zurückgreifen, manche benötigen auch beim konventionellen Anbau kaum Schadstoffe.

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Spargel kommt aus der Region, ist gesund und enthält dazu auch noch kaum Pestizide! Foto: FlairImages/iStock/Thinkstock

Bestimmte Obstsorten wie Weintrauben oder Erdbeeren sollte an – wenn möglich – in Bio-Qualität kaufen. In ihnen konnten besonders viele Schadstoffe nachgewiesen werden. Da fühlt man sich schon gleich wohler, wenn man auf ein Bio-Produkt zurückgreift. Doch ist Bio immer unbedenklich?

Ist Bio immer besser?

Die Antwort mag überraschen, aber nein. Bio ist auch nicht immer unbedenklich. Denn auch bei Bioware wurden Schwermetalle und Schadstoffe nachgewiesen. Ein weiterer Aspekt ist die Regionalität des Produkts: Ist es ökologisch vertretbar, den Bio-Apfel aus Neuseeland zu kaufen anstelle des konventionell angebauten Apfels aus Österreich? Bei dieser Rechnung gewinnt in der Tat der konventionell angebaute, österreichische Apfel. Was die Pestizidbelastung angeht, da ist Bio wirklich besser. Aber es gibt auch in der normalen Landwirtschaft einige Obst- und Gemüsesorten, die von Natur aus so widerstandsfähig sind, dass sie mit sehr wenig Pestiziden auskommen. Hier ist es also nicht unbedingt nötig, auf Bio auszuweichen.

Und noch ein wichtiger Tipp: Egal ob Bio oder normaler Anbau, aann immer möglich sollte man zu österreichischen Produkten greifen. Hier ist die Schadstoffbelastung meist geringer als bei importierter Ware und die Klimabilanz fällt besser aus. Also: Am besten saisonal und regional einkaufen und genießen!

1. Avocado

Das wird jetzt sicher viele freuen, die leckeren Avocados enthalten, egal ob Bio oder konventionell angebaut, kaum Pestizide. Aber es gibt einen Haken bei der Sache: Der Anbau der Früchte ist extrem umstritten, für ein Kilogramm Avocado werden 1.000 Liter Wasser benötigt. Große Firmen verdrängen kleine Produzenten und die Früchte haben anschließend auch noch einen langen Transportweg vor sich. Bei Bio-Produkten könnte es eventuell wenigstens so sein, dass kleine Bauern unterstützt werden. 

2. Zwiebel

Zwiebeln sind gesund und enthalten sekundäre Pflanzenstoffe, die sie vor unbeliebten Fressfeinden schützt. So ist es gar nicht nötig, zum Spritzmittel zu greifen, die Zwiebel wehrt sich erfolgreich selbst!

3. Ananas

Ananas aus konventionellem Anbau zu verzehren ist unbedenklich, da die Früchte geschält werden. Es gibt aber einen Aspekt, der einem den Verzehr der gesunden Früchte vermiest: Die Arbeitsbedingungen der Arbeiter. In Costa Rica wird durch den Anbau auch das Trinkwasser mit Pestiziden verunreinigt. 

4. Kraut

Kraut: Im Winter saisonal, regional – und gesund! Dieses Lebensmittel steckt voller Vitamin C und sorgt so für ein gutes Immunsystem. Dabei beinhaltet es kaum Pestizide, man kann sich seine Krautfleckerln also guten Gewissens schmecken lassen! 

5. Spargel

Das hört man gerne: Auch Spargel kommt mit wenig Pestiziden aus. Von April bis Juni hat das Gemüse Saison und sollte auch nur dann frisch verzehrt werden. Denn wer auf Importware verzichtet, der tut auch dem Klima etwas Gutes.