Zum Tag der Kuh: 10 kuriose Fakten über Kühe

Heute ist Tag der Kuh! Höchste Zeit, mehr über die Tiere zu erfahren. Denn wüssten Sie’s: Können Kühe rückwärts gehen, Treppen steigen und was passiert eigentlich, wenn die Tiere "Wildecker Herzbuben" hören?

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Kühe sollten gewürdigt werden! Foto: fotojog/iStock/Thinkstock

Weltweit gibt es rund eine Milliarde Rinder! In Indien gelten Kühe auch heute noch vielerorts als heilig und der heutige Tag ist ein guter Anlass, einmal mehr über diese Tiere zu erfahren und den morgendlichen Cappuccino einmal etwas bewusster zu genießen. Hier zehn spannende und lustige Fakten über Kühe.

1. Höhenangst

Da werden sicher einige mit den klugen Tieren mitfühlen können! Denn auch Kühe leiden unter Höhenangst.

2. Treppen steigen

Es geht der Mythos um, dass Kühe zwar Treppen hinauf-, nicht aber wieder hinabsteigen können. Jetzt wird eine Kuh in ihrem Leben eher selten in die Verlegenheit kommen, eine Wendeltreppe erklimmen zu müssen, doch ist an diesem Mythos etwas dran? In der Tat haben Kühe keine Probleme damit, eine Treppe zu besteigen, der Abstieg fällt ihnen aber schwer – zum einen aufgrund ihrer Höhenangst, zum anderen, weil sie ihre Knie nicht optimal beugen können.

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Nicht in allem sind Kühe geschickt Foto: prestongeorge/iStock/Thinkstock

3. Erlesener Musikgeschmack

Kühe haben einen ausgezeichneten Musikgeschmack! Eine US-Studie ergab, dass Kühe um 7,5 Prozent mehr Milch gaben, wenn man ihnen klassische Musik vorspielte. Eine deutsche Studie versuchte 1998 die Tiere hingegen auf den Geschmack von Schlagermusik zu bringen, die "Wildecker Herzbuben" mussten dafür herhalten und siehe da: Die 180 Kühe gaben um 2,5 Prozent weniger Milch.

4. Beste Freundin

Kühe sind sehr soziale Tiere und haben, ach wie wunderbar, eine beste Freundin. Dabei sind sie durchaus wählerisch, schließlich hängt es sich nicht mit jeder Kuh gleich gut ab. Trennt man befreundete Tiere, ist der Kummer bei beiden wirklich groß.

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BFF Foto: shaggstock/iStock/Thinkstock

5. Sabber sabber

Sagenhafte 200 Liter Speichel produziert eine Kuh täglich. Dabei rinnt ihr beim Anblick von frischem Gras nicht dermaßen das Wasser im Mund zusammen, der Grund für diese Speichelmenge ist das Wiederkäuen. Rund neun Stunden täglich kaut eine Kuh jeden Tag vor sich hin und macht somit 30.000 Kaubewegungen täglich.

6. Moo, muu, meuh

Kühe machen Muh? Nicht überall, man ist ja schließlich auch auf seine Herkunft bedacht. In Spanien machen Kühe deswegen muuuu, in England moo, in den Niederlanden boeh, in Norwegen bø und in Ungarn bú. Besonders akademisch klingen jedoch die finnischen Kühe, sie machen klangvoll ammuu.

7. Kühe haben Heimweh

Nicht nur Menschen, auch Kühe vermissen ihr angestammtes Zuhause. Festgestellt hat das im Jahr 1798 der Naturforscher Johann Gottfried Ebel. Er schreibt: "Wenn Kühe von Alpenzucht, aus dem Geburtslande entfernt, diesen Gesang hören, werfen (sie) augenblicklich den Schwanz krumm in die Höhe, fangen an zu laufen, zerbrechen alle Zäune und Gatter und sind wild und rasend."

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Foto: pixabay

8. Das passt auf keine Kuhhaut

Das bekannte Sprichwort stammt aus dem Mittelalter. Die Menschen waren überzeugt davon, dass der Teufel über jede kleine Verfehlung Buch führte. Dabei nutzte er natürlich das zu dieser Zeit übliche Pergament, das aus Kuhhaut bestand. Sündigte ein Mensch jedoch allzu häufig, dann passten seine Schandtaten irgendwann natürlich auf keine Kuhhaut mehr.

9. Literarisch gewürdigt

Zugegeben, sehr viel Literatur über Kühe wird man nicht finden, doch Größen wie Bertolt Brecht und Friedrich Nietzsche nahmen sich der Tiere an. Brecht schrieb das wohlkomponierte Sonett "Kuh beim Fressen", das mit den Worten "und (sie) nützt die Abendstimmung aus und scheißt" endet. Prädikat lesenswert! Und auch der große Philosoph Friedrich Nietzsche sah in den Tieren ein großes Potenzial. So schrieb er in dem Werk "Also sprach Zarathustra": "So wir nicht umkehren und werden wie die Kühe, so kommen wir nicht in das Himmelreich", sowie "Es ist nicht mehr wahr, dass die Armen selig sind. Das Himmelreich aber ist bei den Kühen."

10. Schönheitsideal

Beschreibt man jemanden heutzutage als kuhäugig, ist das nicht gerade ein Kompliment. Doch man wisse: Schönheitsideale unterliegen einem steten Wandel. Bei den alten Griechen galten die großen, sanften und gütigen Augen einer Kuh als durchaus erstrebenswert und so bekam niemand geringerer als Hera, die mächtigste Göttin des Olymps, den Beinamen Boópis, "die Kuhäugige".

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Wer kann diesen Augen widerstehen? Foto: bririemoments/iStock/Thinkstock