Kopfschmerzen – Das sind die 10 häufigsten Ursachen

Jeder hat mal Kopfweh – manche Menschen aber sehr viel häufiger als andere. Die Ursachen dafür sind vielfältig.

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Kopfschmerzen können die unterschiedlichsten Ursachen haben Foto: Poike/iStock/Thinkstock

Kopfschmerzen können den normal Alltag massiv einschränken oder gar unmöglich machen. Wer nicht nur hin und wieder mit einem Brummschädel zu kämpfen hat, sondern regelmäßig darunter leidet, sollte dies von einem Arzt abchecken lassen. Denn es gibt viele verschiedene Ursachen für die Schmerzen – und kennt man die Ursache, ist auch eine Behandlung möglich. Von einer ständigen Einnahme von Schmerzmitteln sollte man absehen – denn auch ein zuviel an Medikamenten kann zu Kopfschmerzen führen! 

1. Fehlhaltung des Körpers

Wer ständig mit einem krummen Rücken am Schreibtisch sitzt, tut seinem Kopf damit gar nichts Gutes. Fehlhaltungen und damit einhergehende Verspannungen sind einer der häufigsten Gründe für langanhaltende Kopfschmerzen. Diese Fehlhaltung kann bereits in den Füßen ihren Ausgang nehmen – beispielsweise bei Plattfüßen – besonders sensibel reagiert der Kopf jedoch auf Fehlhaltungen im Schulter- und Nackenbereich. Wer also am Schreibtisch arbeitet, sollte auf eine gute Haltung achten. Bei durch Fehlstellungen verursachte Kopfschmerzen sollte man einen Orthopäden aufsuchen – oft helfen schon Einlegesohlen für die Schuhe, die Füße wieder in die richtige Position zu bringen und so die Kopfschmerzen zu reduzieren. Weitere Behandlungsmöglichkeiten sind Heilgymnastik, wohltuende Massagen oder der Besuch bei einem Osteopathen. Entspannt sich die Muskulatur und die Faszien durch diese Behandlungen wieder, können die Kopfschmerzen massiv verringert werden oder gar ganz verschwinden. 

2. Unbehandelte Fehlsichtigkeit

Wer eine Brille bräuchte, es aber aus optischen Gründen ablehnt eine zu tragen, schadet sich selbst. Für das Gehirn, das ständig versucht, diese Sehschwäche auszugleichen, bedeutet das nämlich Schwerstarbeit. Besonders eine unkorrigierte Weitsichtigkeit schlägt auf den Kopf. Die Behandlung in diesem Fall ist klar: Ab zum Optiker und ein schickes, gut angepasstes Brillenmodell aussuchen. 

3. Zähneknirschen 

Nächtliches Zähneknirschen ist weit verbreitet. Die Betroffenen wissen aber oft gar nicht, dass sie darunter leiden. Wer in der Früh mit Schmerzen im Kiefer aufwacht, sollte es in Betracht ziehen, dass er Nachts mit den Zähnen knirscht. Durch dieses ständige Zusammenpressen der Kiefermuskulatur entstehen Verspannungen, besonders der erste Halswirbel ist betroffen. Wer den Kiefer eher zusammenpresst, leidet meist an Schmerzen im Hinterkopf. Wer zusätzlich den Kiefer auch noch nach links und rechts bewegt, der verursacht so Kopfschmerzen im Schläfenbereich. Abhilfe kann hier eine individuell angepasste Knirscherschiene vom Zahnarzt bringen. 

4. Wetterfühligkeit

Schlechtes Wetter, schlechter Kopf? Das ist leider oft der Fall, aber nicht nur Schlechtwetter macht Schmerzen. Vielmehr ist es der Wechsel zwischen guten und schlechten Witterungsbedingungen und den damit einhergehenden Luftdruckschwankungen. Auch Wind, besonders Föhnwind, kann zu massiven Schmerzen führen. Die Behandlung bei Wetterfühligkeit besteht in einem gesunden Lebensstil. Sport und Bewegung an der frischen Luft können hilfreich sein, plötzliche Wetterumstellungen besser zu verkraften. Auch regelmäßig in die Sauna zu gehen, kann helfen.  Auf Alkohol oder Nikotin sollten solch sensible Menschen lieber verzichten. 

5. Entzündungen im Körper

Schon wieder diese Zähne: Nicht nur Knirschen, auch Entzündungen im Kiefer können zu Kopfschmerzen führen. Ebenso typisch ist Kopfschmerz bei einer Nebenhöhlenentzündung oder bei einer starken Erkältung. In diesen Fällen hilft nur ein Arztbesuch, um die Entzündung fachgerecht zu behandeln. Gefährlich wird es, wenn starke Kopfschmerzen in Verbindung mit Fieber auftreten: Hier sollte man abklären, ob es sich nicht eventuell um eine Hirnhautentzündung handeln könnte. 

6. Stress

Ein hektisches Leben, Sorgen, zu wenig Schlaf – all dies schlägt auf den Kopf. Wer sich selbst nicht genügend Ruhepausen und Erholung gönnt, ständig an die Arbeit denkt und stundenlang in den Bildschirm schaut, der mindert durch die daraus resultierenden Kopfschmerzen seine Leistungsfähigkeit. Die beste Behandlung ist in diesem Fall Entspannung. Gönnen Sie sich die Pausen, die Sie brauchen. So sind Sie im Grunde leistungsfähiger, als wenn Sie mit Schmerzen versuchen Ihre Arbeit zu verrichten. 

7. Stürze

Ein Schlag auf den Kopf tut nicht nur weh, sondern sollte auch ärztlich abgeklärt werden.Tritt Bewusstlosigkeit oder Gedächtnisverlust auf, kann eine Gehirnerschütterung eingetreten sein.

8. Ernährung

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist wichtig für den gesamten Körper. Bestimmte Nahrungsmittel können Kopfschmerzen verursachen. Besonders in Verruf geraten ist das Glutamat. Wer empfindlich darauf reagiert, der bekommt meist rasch nach dem Verzehr eines glutamathaltigen Gerichts Kopfschmerzen. Oft geht Übelkeit damit einher. Ebenso können unerkannte Allergien Schuld an den Schmerzen haben. Besonders häufig tritt dies bei einer Histaminintoleranz auf. Wer also nach Salami und Rotwein mit starken Schmerzen zu kämpfen hat, der sollte einmal eine Allergie in Betracht ziehen. 

8. Eisenmangel

Wer an einer Anämie leidet, leidet nicht nur unter Müdigkeit und gesteigerter Kälteempfindlichkeit, sondern auch an Kopfschmerzen. Eisenmangel ist weit verbreitet, besonders Frauen leiden häufig daran. Mittels eines einfachen Bluttests kann man seinen Eisenwert bestimmen und, sollte er zu niedrig sein, durch die Einnahme von Eisentabletten ausgleichen.

10. Hormonelle Ursachen

Frauen leiden oft kurz vor oder während der Periode an verstärkten Kopfschmerzen oder auch Migräneattacken. Dies liegt daran, dass der Östrogenspiegel zu dieser Zeit sinkt. Auch in den Wechseljahren können Schmerzen auftreten und zur wahren Belastung werden. In sehr gravierenden Fällen kann man seinen Arzt auf eine Hormonbehandlung ansprechen.

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