Stimmt’s? 5 Klischees über Mann und Frau auf dem Prüfstand

Männer wollen nicht über Probleme reden und haben Angst vor festen Beziehung, Frauen sind ständig am Quasseln und zickig? Ist da etwas Wahres dran? Das sagt die Wissenschaft zu den gängigen Klischees über Mann und Frau.

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Wir haben 5 Geschlechterklischees genauer unter die Lupe genommen Foto: HbrH/iStock/Thinkstock

Klischees über die beiden Geschlechter gibt es zur Genüge. Alle können da doch nicht der Wahrheit entsprechen, oder? Um sich eine fundierte Meinung bilden zu können, sollte man am besten schauen, was die aktuellsten Forschungsergebnisse zu dem Thema sagen.

1. Männer haben Angst vor Beziehungen

Schon das erste Klischee über den wilden, unabhängigen Mann, der ein freies Leben einer festen Beziehung vorzieht, kann man getrost widerlegen. Eine Studie ergab, dass Männer Beziehungen nötiger brauchen als Frauen. Auch sind Männer in einer Beziehung zufriedener. Woran liegt es aber, dass Männer sich sehnlicher als Frauen eine Beziehung wünschen? Psychologen vermuten, dass das Single-Leben für Männer ein Zeichen von Schwäche ist und sie stärker unter der Einsamkeit leiden als Frauen. 43 % der Männer gaben übrigens auch an, dass sie mit der richtigen Partnerin eine Familie gründen möchten. 

2. Männer wollen immer nur das Eine

Auch dieses Vorurteil kann in Studien widerlegt werden, schließlich geht es in einer Beziehung mehr als nur um Sex. Dennoch zeigen die Ergebnisse auch, dass Männern Sex und Abwechslung wichtiger ist als Frauen. Eine andere Studie ergab, dass Männer durchschnittlich 19-mal am Tag an Sex denken, Frauen hingegen nur zehnmal. 

3. Frauen müssen immer reden und reden und reden 

Reden Frauen wirklich mehr als Männer? Eine Studie der Universität Boston ergab, dass auch dieses Vorurteil nicht so ganz stimmt. Wichtig ist der Kontext, in dem das Gespräch stattfindet. Als die Forscher die Mittagspause analysierte, zeigten sich kaum Unterschiede, Männer redeten genau so viel wie Frauen. Ging es hingegen um die Realisierung eines Projektes, suchten Frauen öfter das Gespräch mit anderen und baten auch öfters um Hilfe. 

4. Frauen verbünden sich und bilden Allianzen

Das Vorurteil kann die Wissenschaft bestätigen. Gibt es Konflikte, beispielsweise im Büro, so rotten sich Frauen eher zusammen als Männer. Sie bilden schneller Allianzen und verschwören sich. Männer hingegen tragen ihre Kämpfe lieber alleine und offen aus und sind auch eher zu physischer Gewalt bereit. Frauen stehen neuen Frauenbekanntschaften auch meist zurückhaltender gegenüber als Männer neuen Männerbekanntschaften. 3 Frauen sind also meist eine zu viel, über die beste Freundin lässt man schließlich nichts kommen. Männer sehen ihre Freundesbeziehungen da lockerer.

5. Männer gehen öfters fremd

Das Vorurteil vom untreuen Mann hält sich hartnäckig … Dabei ergaben sogar mehrere Studien aus den USA oder auch Deutschland, dass Frauen häufiger einen Seitensprung begehen! Die nackten Zahlen der Studie aus Göttingen: 55 % der Frauen und 49 % der Männer sind schon einmal fremd gegangen. Dabei handelte es sich auch nicht immer nur um einen einmaligen Ausrutscher, sondern über 40 % der Befragten gaben an, dass sie eine mehrwöchige Affäre gehabt hätten. Am ehesten gehen wir übrigens nach drei Jahren Beziehung fremd. Hat die Liebe aber erst einmal zehn Jahre überdauert, sinkt das Risiko wieder. Eine amerikanische Studie zeigte, dass Männer von schwangeren Frauen fünfmal öfter fremdgehen, Frauen hingegen sind um die Zeit des Eisprungs besonders am anderen Geschlecht interessiert.