Ordnung mit System: Nie mehr Chaos im Kleiderschrank

Jeder kennt das Chaos, das früher oder später im Kleiderschrank Einzug hält. Wenn Sie die Unordnung leid sind, ist die Lösung nur noch wenige Zeilen entfernt. Mit diesen Tipps wird auch Ihr Schrank zum perfekt sortierten Vorzeigestück.

Cover Ordnung mit System
Die Wahl des richtigen Kleiderbügels kann Ordnung in ihren Kleiderschrank bringen Foto: Tverdohlib/Getty Images Plus/Getty Images

Ordnung mit System ist einfacher als gedacht. Sie werden überrascht sein, welche Auswirkungen ein ordentlicher Kleiderschrank auf Sie, Ihre Kleidung und die Zeit, die Sie mit der Auswahl selbiger verbringen, hat. Es mag eigenartig klingen, aber je weniger gern Sie Ordnung halten, umso mehr Fächer, Schübe und Kisten sollten Sie in Ihrem Kleiderschrank einsetzen. Wenn Sie schon dabei sind, neue Ordnung zu schaffen, verpassen Sie Ihrem Kasten doch auch gleich noch eine Schrank-Diät.

1. Ordnungsboxen

Verwenden Sie Ordnungsboxen in verschiedenen Größen, Farben und Varianten. Die nützlichen Schachteln bieten staubfreien Stauraum für selten Getragenes, wie saisonale Pullover oder T-Shirts. Auch Mützen, Schals, Handschuhe und andere kleinere Kleidungsstücke, wie Strumpfhosen, lassen sich in den praktischen Boxen optisch ansprechend verstauen. Vor allem bei letzteren ist es sehr nützlich, getrennte Boxen für verschiedene Strumpfhosenarten wie Nylons und blickdichte Strümpfe zu verwenden. Boxen haben gegenüber den Fächern den großen Vorteil, dass Sie immer ein sauberes Bild abgegeben. In Fächern lässt sich die Kleidung nur stapeln, und die Stapel geraten zwangsläufig in Unordnung, sobald man ein Teil herausgezogen hat.

Ordnung mit System
Ordnungsboxen und Co. sorgen für eine saubere Optik im Kleiderschrank Foto: KhongkitWiriyachan/Getty Images Plus/Getty Images

2. Schubladen

Schubladeneinsätze sind hilfreich, um in den Laden Ordnung zu halten und die Übersicht zu behalten. Ein Foto - vorne an der Schublade befestigt - kann dabei helfen sich zu merken, was sich in welcher Lade befindet. Besonders praktisch sind Drahtkörbe, die sich wie Schubladen herausziehen lassen. Sie bieten einen luftigen Aufbewahrungsort für Socken, Slips und alles, was täglich in Gebrauch ist.

3. Beleuchtung

Um gute Sicht auf den Inhalt des Kleiderschranks zu haben, ist es empfehlenswert, eine Schrankbeleuchtung einzubauen. Die gibt es in jedem Baumarkt oder Möbelgeschäft kostengünstig zum Nachrüsten für jeden Kasten. Wer sich das Betätigen eines Schalters ersparen möchte, kann sich auch ein Schranklicht mit Bewegungsmelder zulegen.

4. Kleidersäcke

Die praktischen Kleiderhüllen, die einfach über den Kleiderbügel gestreift werden, schützen die Kleidung vor Staub. Besonders für empfindlichere Stücke aus Samt, Velours, Seide oder Leder ist es ratsam, einen Kleidersack zu verwenden. Für robustere Kleidung, die man saisonal benötigt, wie Mäntel, Jacken oder Pullover bieten sich dagegen Boxen an. Diese können platzsparend unter dem Bett verstaut werden. Wer noch mehr Raum gewinnen möchte, kann unempfindliche Klamotten auch vakuumverpacken.

5. Kleiderbügel

Falls auch Sie ein Sammelsurium an Bügeln in Ihrem Besitz haben, denken Sie darüber nach, ob Sie diese nicht gegen eine einheitliche Aufhängevorrichtung austauschen wollen. Die unterschiedlichen Kleiderbügel beanspruchen unnötig viel Platz, da jedes Modell eine etwas andere Form hat. Bei einer einheitlichen Sorte Bügel hängt alles in Reih und Glied und fügt sich platzsparend zusammen. Falls Sie überlegen, ob Sie Holz- oder Plastikbügel nehmen sollen: Holzbügel sehen sehr edel aus, die Plastikvariante braucht dafür weniger Platz. Damit Blusen oder Kleider an den Ärmeln nicht ausbeulen, empfehlen sich Bügel in unterschiedlicher Breite. Um einen schnelleren Überblick in Ihrem Schrank zu haben, empfiehlt es sich, die Kleidung nach Saison und Farbe zu ordnen.

6. Ab in die erste Reihe

Alles, was im Schrank in der zweiten Reihe gelagert wird, gerät leicht aus dem Blick und in weiterer Folge aus den Gedanken. Wenn es der Platz erlaubt, stapeln Sie Ihre Kleidung nebeneinander, statt hintereinander. Die zweite Reihe eignet sich für saisonale Stücke, die gerade nicht gebraucht werden.

7. Das Rollen-Prinzip

Für mehr Platz und Übersicht rollen Sie Ihre T-Shirts, Longsleeves, leichte Pullis, Tücher, Tops und sogar Hemden und Blusen und stellen Sie hochkant auf. Das Prinzip ist so einfach wie es klingt: Legen Sie Ihr Kleidungsstück mit der Vorderseite nach unten auf eine flache Oberfläche. Glätten Sie alle Falten sorgfältig mit den Händen. Jetzt falten Sie die Ärmel zur Mitte hin und rollen zum Beispiel das Shirt, vom unteren Saum nach oben, auf. Die fertigen Rollen verstauen Sie in einer Ordnungsbox. Weil Ihre Kleidung nicht gestapelt ist, sehen Sie sofort, was sie haben und schaffen beim Herausnehmen keine Unordnung. Unter der Devise "Magic Cleaning" hat Ordnungsexpertin Marie Kondo dieses Prinzip perfektioniert.

Ordnung mit System Rollen
Rollen Sie Ihre Shirts um Platz zu sparen Foto: Tatomm/Getty Images Plus/Getty Images