Die Katze – dein Freund und Helfer!

Auf der Suche nach einer Putzhilfe? Oder einem Experten, der Ihnen zeigt, wie Sie ihre Wohnung umdekorieren sollten? Jemanden, der Ihnen hilft, sich von alten unnützen Dingen zu trennen? Legen Sie sich eine Katze zu und all Ihre Probleme sind gelöst!

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Carlos hilft mir beim Ausmisten. Foto: Conny Engl
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Alles bestens im Blick am Chefplatz. Foto: Conny Engl
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Wenn sich Carlos als Tarzan versucht ... Foto: Conny Engl
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"Diese Deko finden wir toll!" Foto: Conny Engl
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"Heute hast du dich beim Putzen gar nicht so schlecht angestellt. Jetzt darfst du mich streicheln." Foto: Conny Engl

Ohne meine Katzen wäre ich aufgeschmissen ... Ella und Carlos helfen mir beim Ausmisten, sie geben mir einen Grund regelmäßig zu putzen und sie halten mich davon ab, mein Leben zu verschlafen.

Kaufe 6, behalte 4

„Tusch“, „Rumms“, „Klirr“, „Brack“ ... Früher habe ich mich erschrocken, wenn ich solche Geräusche in meiner Wohnung gehört habe. Seit ich Mitbewohnerin meiner beiden Katzen bin, gehört es quasi zum Alltag, dass irgendwo etwas hinunterfällt (gestoßen wird) oder in tausend Teile zerbricht oder beides. „Was habt ihr jetzt schon wieder angestellt?“ ist wohl die häufigste Frage, die aus meinem Mund kommt.

Dabei wollen sie mich ja nur davor bewahren, ein Messie zu werden! Zu viele Sachen zu haben, ist einfach nicht gut ... Ich hatte bis vor kurzem zum Beispiel noch ein Set aus sechs Kaffeetassen inkl. Untertassen – weiß mit schwarzen Verzierungen, recht schön. Aber wer braucht als Single schon sechs Tassen?! Carlos ist so nett und hilft mir nach und nach beim Entsorgen. Derzeitiger Stand: vier heile Tassen. Zehn Jahre lang ein- und dasselbe Geschirr ... da wird es eh höchste Zeit für etwas Neues.

Ich Tarzan, du kaputt!

Etwas Neues hat Carlos letzte Woche für sich entdeckt ... den Schiebetürenschrank. Die Türen mit seinen Krallen aufzubekommen um das Spielzeug (Dirndl, Jacken, Gürtel & Co.) herauszufischen, hat mittlerweile an Reiz verloren. Aber aus der Vogelperspektive betrachtet eröffnen sich schon beim Gedanken daran ganz neue, spannende Welten!

22:00 Uhr, ich liege im Bett, Carlos hüpft herauf zu mir ... ich freue mich, dass er sich zu mir kuscheln und mich mit seinem beruhigenden Brummen in den Schlaf wiegen will – wie ein Vater, der seinem Kind eine Gute-Nacht-Geschichte erzählt. Doch da fällt es ihm auf einmal wie Schuppen von den Augen: „Der beste Platz, an dem ich alles gut überblicken kann, ist auf dem Schrank da oben und vom Nachtkästchen aus ist es nur „ein Katzensprung“ hinauf. Miau! Wieso ist mir das bis jetzt nie aufgefallen?!“

Hops ... mit einem Satz schafft es Carlos auf den Schrank und nimmt gleich seine gechillte Chef-Position ein. Da liegt er nun wie der König der Löwen, der sein Rudel überwacht. „Na, da bin ich gespannt, wie seine Majestät wieder runter kommt,“ denke ich mir noch, während mir die Augen vor Müdigkeit zufallen. Vor dem Schrank der Wäscheständer, rechts die Wand und links das kleine Nachtkästchen, auf dem ein Glas Wasser steht, der Wecker, ein Buch, etc. Plötzlich macht es einen „Tuscha“ ... noch bevor mein Kopf meinen Gliedmaßen sagen konnte „Aufstehen! Bewegung!“, hat mich mein alarmierter Körper bereits in eine aufrechte Position gebracht. „Ein Einbrecher?“

Carlos hüpft auf meinen Schoß, gefolgt von einem kleinen, leisen „Miau“. Ich schalte das Licht an ... dann ist mir alles klar. Mein kleiner Tarzan wollte sich vom Schrank hinüber auf die Lampe schwingen. Doch der große orange Papierlampenschirm von Ikea ist eben keine Liane. Danke, Carlos! Das „orange Licht“ ist mir eh schon seit Jahren auf den Keks gegangen.

Mehr Disziplin

Man kann sogar sagen, meine Katzen haben mir Disziplin beigebracht. Sowas wie die Pfanne mit den Speiseresten stehen zu lassen oder das Geschirr nach dem Essen nicht gleich wegzuräumen, geht nicht, wenn man Haustiere hat. Sie stellen sicher, dass ihre Wohnung immer aufgeräumt ist. (Bis auf das ein oder andere Spielzeug, das herumliegt oder verschobene Teppiche.) Manchmal sind Ella und Carlos der Meinung, dass zu viele Kerzen herumstehen. Da lassen die beiden Houdinis dann ein, zwei Teelichter unter der Couch verschwinden. So wirkt es gleich wieder viel aufgeräumter.

Carpe diem!

Das Bett wird natürlich regelmäßig nach wenigen Tagen frisch gemacht (vom Winterfell befreit). Denn in so einer gemeinsamen Kuschelzone sammeln sich die „Haare“ genauso schnell wie derzeit der Blütenstaub auf der Windschutzscheibe. Und das obwohl ich gar nicht so viel Zeit im Bett verbringe, weil sie mich so früh wie möglich aus den Federn jagen – ob Wochenende ist und ich den Schlaf als Lebenselixier dringend benötige, stört die beiden genauso viel, als würde in China ein Rad umfallen. Die Futtergeberin hat schließlich zu funktionieren! Na, wie heißt es so schön: Schlaf bekommst du am Friedhof genug ... carpe diem! Ja, langweilig wird es zum Glück nie mit Ella und Carlos. Selbst etwas so Banales wie Bett-Überziehen ist mit zwei verspielten Helferlein eine „Mords-Gaudi“. (Jeder, der eine Katze hat, weiß warum.)

Pedante Helferchen

Sogar beim Frühjahrsputz gehen mir die beiden zur Hand. Und sie nehmen die Mission definitiv ernster als ich. Nach dem Fensterputzen zum Beispiel. Da schlecken sie das, was ich übersehen habe, weg und polieren mit ihren Pfoten noch nach. Katzen haben eben „bessere“ Augen als wir. Beim Putzen der „Küchenkastln“ verfolgen sie jede meiner Bewegungen mit prüfendem Blick und überzeugen sich (wenn ich mich kurz umdrehe) auch gleich davon, ob das Innere nun wirklich richtig sauber ist. Woraufhin ich (dank Pfotenabdrücke) nochmal drüberwische. Naja, doppelt hält besser!

Was würde ich nur ohne die beiden machen ... !? Eines ist klar: Dank ihrer Hilfsbereitschaft geht mir auch nach 20 Blog-Beiträgen der Stoff nicht aus.

 

Weekend-Redakteurin Conny Engl ist seit einigen Monaten Katzenmama. Ella und Carlos heißen ihre beiden Mitbewohner, wobei sie scherzhaft einräumt, dass mittlerweile eher sie die Mitbewohnerin ist als umgekehrt. Auf weekend.at teilt sie ihre Erfahrungen und Erlebnisse und vieles mehr rund um das Thema Katzenhaltung.

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