Traumjob Housesitter: 3 Dinge, die man wissen muss

In schönen Häusern und edlen Anwesen weltweit wohnen, ohne einen Cent Miete dafür zu bezahlen? Housesitting macht es möglich.

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Traumhaus auf Zeit - seit "Liebe macht keine Ferien" voll im Trend Foto: Eak8dda/iStock/Getty Images Plus/Getty Images

Plant ein Hausbewohner für längere Zeit zu verreisen, verlässt er sich heute gerne auf die Dienste eines Housesitters. Dieser sorgt für das Überleben von Pflanzen, pflegt den Garten, betreut Haustiere, kümmert sich um die Post und schreckt durch seine Anwesenheit Einbrecher ab. Eine Win-win-Situation: Der Auftraggeber kann mit gutem Gefühl verreisen, der Betreuer bewohnt das Haus, ohne Miete zahlen zu müssen. Eine Wohnart, die sich besonders für Work und Traveller, Langzeitreisende, Freelancer, und Selbstständige anbietet. Auch der Urlaub in fernen Ländern lässt sich so kostengünstig bestreiten.

1. Onlineportale

Wie aber wird man Housesitter? Auf Plattformen wie www.trustedhousesitters.com kann man gegen eine Gebühr ein Profil anlegen und sich um dort ausgeschriebene Housesitter-Jobs bewerben. "Das Onlineprofil und das Bewerbungsschreiben sollte man so ernst nehmen wie eine Jobbewerbung", raten die Blogger Anna und Christoph Bochert. Das Ehepaar bereist über House-Sits ganz Europa. "Die Konkurrenz ist groß, daher bewirbt man sich anfangs besser nicht nur für die glamouröse Villa an der Côte d’Azur." Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Ordentlichkeit und Sauberkeit sind Pflicht. Empfehlenswert ist es, auf ­Referenzen verweisen zu ­können.

2. Geben und nehmen

Als Haushüter muss man sich bewusst sein, dass man selbst auch eine Dienstleistung anbietet. Die tatsächlichen Pflichten variieren von Fall zu Fall. "Von einfach Urlaub machen, sich um einen Hund mit Diabetes kümmern bis hin zur Instandhaltung des Hauses und Betreuung einer Farm ist alles möglich", erklärt das Bloggerpaar. Wichtig ist, dass man sich vorab informiert, ob der Sit auch wirklich zu einem passt. Wird etwa die Betreuung von Haustieren verlangt, und man selbst hat eine Tierhaarallergie, sollte man von einer Bewerbung die Finger lassen. Kommt es zu einem Austausch, sollte man so viele Fragen wie möglich stellen und die Aufgaben anschließend im Detail festlegen. Nicht zu unterschätzen ist auch die Sympathie zwischen allen Beteiligten.

3. Urlaub mit Aussicht

Dafür hat der Job natürlich seine Sonnenseiten. Housesitting kann auch der Eintritt in eine Luxuswelt sein. Porsche, Sauna, Pool: Erfahrene Housesitter kommen in den Genuss so mancher Extras. "Wir haben auch schon mal auf sechs Hunde und 14 Katzen aufgepasst", erzählen die Blogger. "Dafür haben die Hausbesitzer uns sogar ein Auto angemietet. Vom Haus konnten wir eine unglaubliche Aussicht auf Gibraltar und Marokko genießen."

Short Talk

Christoph und Anna Bochert, blogaufmeer.de/house-sitting

Weekend: Wie wird man Housesitter?

Man legt ein Profil bei einer Onlineplattform an wie z. B. bei www.trustedhousesitters.com oder www.nomador.com. Dann sucht man sich den passenden House-Sit, bewirbt sich, führt ein Gespräch und mit etwas Glück erhält man eine Zusage. Das klingt einfach, aber es steckt einiges an Arbeit dahinter.

Weekend: Hat es bei euch von Anfang an funktioniert?

Unseren ersten Wunsch-House-Sit haben wir nicht bekommen. Aber nach einigem Suchen und Bewerben hat es für unseren gewünschten Zeitraum geklappt.

Weekend: Habt ihr einen Tipp für Interessierte?

Fragen, fragen, fragen! Nur so ist man sicher, dass man nicht zu einem House-Sit greift, der einen unglücklich macht. Sobald man zusagt, trägt man Verantwortung und sollte nur mit triftigem Grund absagen. Einfach das "Hotel wechseln", nur weil einem das Zimmer nicht gefällt, geht dann nicht.