Horror Herbst: Warum die Jahreszeit unlustig ist!

Es gibt zwei Sparten von Menschen: Jene, die sich auf kühlere Zeiten freut und das Ende des Sommers feiert und jene, die in der Halbzeit des Sommers schon Torschlusspanik bekommt, weil sie nur noch 45 Mal baden gehen kann.

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Wie düster! Foto: Syntheticmessiah/iStock/Thinkstock

Wir zählen zur zweiten Sparte und möchten, wie es sich für anständige Wiener gehört, rechtzeitig und detailverliebt über den Herbst raunzen. Der Horror kann beginnen!

1. Schöne Outfits adé

Putzige Sommerkleidchen und Riemchensandalen gehören von nun an der Vergangenheit an. Die besten Outfits lassen sich nun mal im Sommer zusammenstellen, unter anderem deswegen, weil wir bei der fundamentalen Wahl des Schuhwerks so frei wie in keiner anderen Jahreszeit sind. Nun müssen wir unsere Füße, die so lange ihre Freiheit gewöhnt waren, wieder in enge, geschlossene, wasserdichte Schuhe zwängen. Unumgänglich sind aber auch Übergangsjacken und später die Herbstmäntel, die nicht nur warm (aber nicht ZU warm), sondern auch noch schön sein sollen.

2. Tschüss Bräune!

Unsere ebenmäßige Bräune, an der wir den ganzen Sommer akribisch gearbeitet haben, ist vermutlich morgen schon ausgebleicht. Jetzt sehen wir wieder aus, als wären wir gerade aus der Maske für einen Tim Burton-Film geflohen. Dafür müssen wir uns für Halloween nicht großartig verwandeln... Pluspunkt!

3. Hallo Übergewicht!

Diäten und Kuren können Sie im Herbst vergessen! Überall werden Halloween-Süßigkeiten und Kekse angeboten, außerdem strebt der Körper an, Fettreserven für den Winter anzulegen, damit wir ja weich fallen, wenn wir ausrutschen. Danke!

4. Von normal zu extrem

Sind Sie Jogger? Dann viel Spaß beim Laufen, das zum Extremsport wird. Sie werden immer wieder von schnell wandelnden Wetterverhältnissen überrascht werden und nie genau wissen, ob Ihnen zu heiß oder zu kalt sein wird.

5. Schluss mit Spaß

Eis, Rosé, Serotonin, Urlaubsfeeling, Grillerei, Leichtigkeit – alle guten Dinge verabschieden sich. Von nun an werden wir uns immer öfter in unsere Kuscheldecke verkriechen und allerhöchstens grausigen Tee mit Rum trinken, während die Heizkosten steigen.

6. Tageslicht hin – Depression her

Genießen Sie es, dass Sie noch ohne Taschenlampe aus dem Büro gehen können, denn bald werden Ihre Augen ab 16 Uhr gar nichts mehr sehen. Da wir durch die bescheidene Sonneneinstrahlung folglich einen akuten Serotonin-Mangel erleiden werden, müssen wir uns Wege überlegen, mit unserer neuen Herbstdepression vorliebzunehmen.

7. Wieder RICHTIG arbeiten

Im Sommers erwartet niemand von Ihnen, WIRKLICH etwas zu tun und Ihre To-Do-Liste minuziös abzurackern. Das wird sich jetzt ändern und - da wir Arbeit nicht mehr gewöhnt sind - natürlich Stress herbeiführen, der sich mit der Herbstdepression nicht besonders gut verträgt.

8. Spoiler-Alert

Im Herbst wird unglaublich viel ferngesehen - was sollte man auch sonst machen?  Sie denken sich: „Na und? Ich hab ja Netflix!“ Ja, das stimmt, Netflix ist tatsächlich ein Lichtblick, ABER: Da nicht nur Sie dem TV-Exzess verfallen, sondern auch alle Ihrer Arbeitskollegen, können Sie davon ausgehen, dass egal welche Serie von irgendjemandem gespoilt wird. Und dann bleibt Ihnen gar nichts mehr...

9. Winter kommt

Noch schlimmer als Herbst ist Winter – und der ist jetzt zum Greifen nah!

10. Weihnachtslieder: Jetzt schon!

Aber das absolut SCHLIMMSTE am Herbst ist, dass gewisse lustige Menschen meinen, sich schon übervorzeitig auf Weihnachten einstimmen und von „Last Christmas“ bis „All I Want for Christmas Is You“ Weihnachtslieder für Ihr gesamtes Umfeld spielen zu müssen. Und das natürlich so bald wie möglich, denn ab Herbstbeginn sind es schließlich nur noch dreizehneinhalb Wochen bis Weihnachten.