SOS-Tipps für 6 Hautprobleme im Sommer

Pusteln am Körper, Rasierpickel & Co sind die Folge von trockener, gestresster und irritierter Sommer-Haut. Die sechs häufigsten Hautprobleme im Sommer, und was Sie dagegen tun können.

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Unreine Haut durch Hitze mit der richtigen Pflege versorgen Foto: shironosoviStock/Getty Images Plus/Getty Images

Der Urlaub steht bevor, der Sommer-Body ist in Top-Form und plötzlich kämpfen wir mit unreiner Haut. Grund dafür ist oft die starke Hitze, die uns schwitzen lässt und Pickelchen sowie Hautirritationen hervorruft. Neben einem Sonnenbrand zählen Ausschläge am Po und Dekolleté, eingewachsene Haare vom Rasieren und Unreinheiten am Rücken zu den meist verbreiteten Übeltätern. Hilfe in Sicht: Hier kommen unsere SOS-Tipps für die gereizte Haut im Sommer.

1. Eingewachsene Haare und Rasierpickel

Ursache: Egal ob wir uns rasieren, epilieren, waxen oder zum Sugaring gehen – die Haut kann leicht verletzt und gereizt werden. In diesen für uns nicht sichtbaren Rissen können eingewachsene Härchen und Bakterien eindringen. Vor allem in der Bikinizone werden diese Hautprobleme schnell sichtbar, da das feuchtwarme Klima ideal für Bakterien ist.

Hilfe: Es heißt abwarten. Lassen Sie die Pickel abklingen, verzichten Sie in dieser Zeit auf jegliche Haarentfernungs-Methoden und cremen Sie die Stellen mit Wundheilsalben ein. Auf gar keinen Fall selbst herumdoktern und versuchen, eingewachsene Härchen zu entfernen! Das kann zu üblen Entzündungen führen.

Vorbeugen: Machen Sie zwei- bis dreimal wöchentlich ein Ganzkörper-Peeling. Es löst abgestorbene Hautschuppen ab, zaubert eine zarte Haut und bereitet perfekt auf die Haarentfernung vor. Falls Sie zum Rasierer greifen, unbedingt auf saubere und scharfe Klingen achten. Diese sollten Sie regelmäßig wechseln und vor der Rasur desinfizieren.

2. Pusteln am Dekolleté

Ursache: Besser bekannt als Hitzepickel, breiten sich die kleinen Übeltäter auf unserem Dekolleté aus, wenn die Haut bei Hitze aufquillt. Grund: Die Ausgänge der Schweißdrüßen sind verstopft. Das macht sich in Form von wasserklar gefüllten Pusteln bemerkbar. Eine Entzündung liegt erst vor, wenn sie rot und angeschwollen sind. Diese entsteht aufgrund der Kombination aus Salz (Schweiß) und vermehrten Bakterien auf der feucht-warmen Haut.

Hilfe: Streichen Sie fest über die Pusteln. Sie platzen auf, der Schweiß fließt ab, und der Ausgang ist wieder frei. Falls es bereits entzündete Rötungen sind, auf keinen Fall aufkratzen. Am besten betupfen die betroffenen Stellen mit einer antibakteriellen Creme betupfen.

Vorbeugen: Empfehlenswert ist es, weite, luftige Kleidung zu tragen, damit der Schweiß verdunsten kann. Vergessen Sie bei ihrer täglichen Reinigungsroutine auch nicht auf das Dekolleté. Es ist wichtig, auch in diesem Bereich allfällige Schweiß- und (Sonnen-) Cremerückstände gründlich zu entfernen.

3. Pickel am Po

Ursache: Es juckt, fühlt sich unangenehm an und sieht nicht schön aus. Pickel am Po entstehen meistens durch Schwitzen, ständiges Sitzen und mechanische Reizungen wie beispielsweise zu enge Jeans oder Sportbekleidung. Entzündete Haarfolikel sind die Folge.

Hilfe: Finger weg! Drücken Sie keinesfalls herum und versuchen Sie nicht die Entzündungen zu öffnen. Dadurch wird der Ausschlag nur schlimmer. Greifen Sie auch in dem Fall zu antibakteriellen Pickelcremen oder Wundheilsalben mit Aloe Vera. In einigen Tagen sollte die Entzündung abklingen. Ist das nicht der Fall, unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Vorbeugen: Mit der richtigen Kleidung ist bereits ganz viel getan. Tragen Sie Unterwäsche aus Baumwolle, Hosen aus weichem Stoff und steigen Sie auf luftige Röcke und Kleider um. Außerdem: Verschwitzte Kleidung sofort ausziehen und nicht auf der Haut trocknen lassen.

4. Rissige Fersen

Ursache: Nachlassende Hautelastizität, Reibung und Druck durch Schuhe, trockene Haut und stark beanspruchte Füße führen oft zu dicken Hornhautschichten und Rissen an den Fersen.

Hilfe: Täglich eincremen! Besorgen Sie eine Pflege mit Harnstoff, die die Feuchtigkeit bindet. Die Wirkung kann verstärkt werden, wenn Sie davor eine medizinische Fußpflege machen lassen. Pflegestoffe haben somit eine bessere Chance, in die Haut einzudringen. Tipp: Für tolle Füße – nicht nur im Sommer – eine Fußmaske anwenden und Frischhaltefolie herumwickeln.

Vorbeugen: Einmal im Monat zur Pediküre oder medizinischen Fußpflege gehen, die Füße täglich mit Harnstoffcreme eincremen und einmal wöchentlich mit einer Fußmaske pflegen.

5. Pickel am Rücken

Ursache: Sind die Talgdrüßen überaktiv, kann der Talg nicht abfließen - abgestorbene Hautzellen verstopfen die Poren, und Mitesser oder Pickel entstehen. Da die Rückenpartie nicht so gründlich wie das Gesicht oder Dekolleté gereinigt werden kann, ist der Bereich auch anfälliger für Bakterien. Schweiß und synthetische, enge Kleidung fördern die Entstehung der Unreinheiten zusätzlich.

Hilfe: Gegen Mitesser helfen am besten regelmäßige Körper-Peelings machen. Bei (entzündeten) Pickeln helfen Fruchtsäurepeelings  und eine auf Ihre Haut abgestimmte Akne-Creme. Bevor Sie allerdings alles selbst in die Hand nehmen, lassen Sie sich von einem Arzt beraten. Hilfreich ist, regelmäßig zum Ausreinigen der Rückenpartie zur Kosmetikerin zu gehen.

Vorbeugen: Luftige Baumwollkleidung tragen, um unangenehme Reibung und übermäßiges Schwitzen zu vermeiden, regelmäßig eine Rückenbürste verwenden - und Peelen nicht vergessen!

6. Raue Oberarme

Ursache: Eine genetisch bedinge Überproduktion von Hornzellen verstopft die Folikelöffnungen der Härchen, und es bilden sich kleine, rote Punkte an den äußeren Oberarmen. Die Hautschicht wird dicker und fühlt sich rau ein – Reibeisenhaut. Laut Studien hat jeder Zweite Probleme damit.

Hilfe: Sowie bei den Füßen, heißt es auch hier: Lotionen mit Harnstoff auf die betroffenen Stellen schmieren. Sie verbessern das Wasserbindungsvermögen der Haut und machen sie geschmeidig.

Vorbeugen: Reibeisenhaut ist hartnäckig und verschwindet leider nicht dauerhaft. Nur regelmäßiges Cremen und Peelen verschafft Abhilfe. In extremen Fällen starker Verhornung verschreibt der Arzt Lotionen mit Salicyl- oder Vitamin-A-Säure.