Top 10: Die gesündesten Lebensmittel im Winter

Wird es kälter und die Tage kürzer, möchte man sich oft am liebsten zu Hause verkriechen und mit etwas Süßem verwöhnen. Dazu gibt es aber Alternativen: Hier die zehn gesündesten Lebensmittel, um fit und schlank durch den Winter zu kommen.

940-ApfelThinkstockPhotos-536049297.jpg
Gesund und fit durch den Winter Foto: sUs_angel/iStock/Thinkstock

Im Winter steigt der Drang nach Süßem. Dies liegt daran, dass wir seltener wohltuende Sonnenstrahlen abbekommen und deswegen weniger Vitamin D produzieren. Dieses Vitamin ist allerdings wichtig für eine ausreichende Serotonin-Produktion. Und da unser Körper nicht mehr genügend Glückshormone selbst herstellt, helfen wir gerne mit Süßigkeiten nach. Das ist bis zu einem gewissen Grad natürlich in Ordnung – was wäre Weihnachten denn schon ohne Kekse? Es gibt aber eine Vielzahl an gesunden und regionalen Lebensmitteln, die im Winter Saison haben und mit denen man fit, schlank und energiegeladen durch die kalte Jahreszeit kommt.

1. Kraut

Ob weiß oder rot, beide Krautvarianten sind wahre Klassiker der österreichischen Küche. Egal ob Krautfleckerl als Hauptgericht oder ein Apfelrotkraut als Beilage zum Martinigansl, Kraut ist immer ein Genuss. Und obendrein noch ein äußerst gesunder: Es enthält kaum Kalorien, dafür aber eine geballte Ladung an Vitamin C, B und E, Folsäure, Kalzium und Magnesium sowie Ballaststoffe. Somit ist Kraut der ideale Sattmacher. Achtet man auf eine fettarme Zubereitung, kann man seinen Teller also ruhig richtig auffüllen. Um nach dem Verzehr einer großen Portion Kraut unangenehmen Blähungen entgegenzuwirken, empfiehlt es sich, das Kraut stets mit etwas Kümmel zuzubereiten.

2. Sauerkraut

Besonders zu empfehlen ist das Sauerkraut, das durch die Fermentation mittels Milchsäurebakterien besonders probiotisch wirkt und das Immunsystem unterstützt. Auch wer im Winter krank war und zu Antibiotika greifen musste, profitiert anschließend vom Sauerkraut: Die enthaltenen Bakterien helfen die Darmflora erneut aufzubauen, und der nächste Schnupfen hat so keine Chance mehr. Übrigens wussten auch schon die Seefahrer Sauerkraut zu schätzen: Die lange Haltbarkeit und der hohe Vitamin-C-Gehalt schützten die Mannschaft vor der gefährlichen Krankheit Skorbut.

3. Grünkohl

Besonders beliebt ist Grünkohl in Norddeutschland, doch auch hierzulande sollte man ruhig mehr davon verzehren. Das Gemüse liefert Calcium, Eisen, Vitamine und – als kleiner Tipp für Vegetarier – Eiweiß. 100 Gramm Grünkohl enthalten immerhin mehr als vier Gramm Protein, dabei jedoch so gut wie kein Fett. Bereitet man den Kohl auch noch fettarm zu, tut man sich mit dem Verzehr dieser Kohlart wirklich etwas Gutes. Wie wäre es denn beispielsweise mit gesunden Grünkohlchips

4. Äpfel

Es muss nicht immer ein Stück Schokolade sein, auch ein heimischer Apfel kann den Gusto auf Süßes vermindern. Dabei kann man den Spruch "One apple a day keeps the doctor away" ruhig ernst nehmen: Mit über 30 Vitaminen und Spurenelementen ist so ein Apfel ein wahres Kraftpaket und dank der enthaltenen Pektine sättigt er auch – der ideale Snack für das Nachmittagstief also. Bei der Vielzahl an Sorten kann man leicht den Überblick verlieren, für welche man sich denn nun entscheiden sollte. Im Hinblick auf die Gesundheit empfiehlt es sich aber, alte Sorten (z.B. Boskop, Golden Delicious) zu bevorzugen, da diese nicht nur gut schmecken, sondern meist auch mit weniger Spritzmittel auskommen und mehr gesunde Polyphenole enthalten. 

5. Ingwer

Verspührt man erste Anzeichen einer Grippe, lohnt es sich zum Ingwer zu greifen. Die in der Knolle enthaltenenen Gingerole wärmen den Körper. Dazu hilft Ingwer auch gegen Übelkeit und Schmerzen – die Inhaltsstoffe wirken im Körper ähnlich wie der vom Aspirin bekannte Wirkstoff Acetylsalicylsäure. Ein heißer Tee mit Ingwer und Zitrone ist im Winter also nie verkehrt.

6. Topinambur

Noch eine tolle Knolle, die dazu auch noch fantastisch schmeckt: Topinambur. Der darin enthaltene Ballaststoff Inulin macht nicht nur lange satt, er sorgt auch für eine intakte Darmflora. Und ein gesunder Darm ist die Grundlage eines stabilen Immunsystems. Der Geschmack erinnert ein wenig an Artischocken, in der Küche ist Topinambur vielfältig einsetzbar und verleiht zum Beispiel Suppen oder Püree das gewisse Etwas. 

7. Chicorée

Zugegeben, vielleicht aufgrund der enthaltenen Bitterstoffe nicht jedermanns Geschmack, dennoch sollte man auch diesem Gemüse eine Chance geben. Beliebt ist Chicorée vor allem in Belgien. Die enthaltenen Vitamine B1, B2 und C sorgen für Energie in der kalten Jahreszeit. Die Bitterstoffe wirken sich positiv auf die Verdauung aus und wirken zusätzlich blutzuckersenkend. Wem Chicorée geschmacklich nicht zusagt, der sollte einmal versuchen, die Blätter in lauwarmes Salzwasser einzulegen, dies sorgt für einen milderen Geschmack.

8. Kürbis

Im Herbst ein wahrer Klassiker: der Kürbis. Erhältlich in unzähligen Sorten – an die 800 sind bekannt – wird hierzulande besonders der Muskat-, der Butternuss- und der Hokkaidokürbis geschätzt. Ob als wärmende Kürbissuppe oder raffinierte Lasagne – dieses Gemüse bringt das Essen zum Leuchten. Die schöne Farbe kommt vom enthaltenen Beta-Carotin, eine Vorstufe von Vitamin A, das besonders für die Augen und Sehkraft wichtig ist. Damit der Körper die enthaltenen Carotinoide aber auch aufnehmen kann, benötigt es Fett: Ein Schuss hochwertiges Olivenöl ist dafür genau richtig.

9. Pastinaken

Botanisch gesehen eine Kreuzung aus Petersilie und Karotte sind Pastinaken vielen als Suppengemüse bekannt. Doch auch solo macht diese Wurzel einiges her und ist eine ideale Beilage mit einem angenehm süßlichen Geschmack. Pastinaken sättigen langanhaltend, enthalten kaum Fett, stecken voller Kalzium und Phosphor, und die ätherischen Öle sorgen für eine antibakterielle Wirkung. Wie wäre es mit einer veganen Pastinakencremesuppe?

10. Steckrübe

Besonders zu Kriegszeiten bildeten die nahrhaften Steckrüben eine wichtige Grundlage der Ernährung. Die Rüben können zwischen September und April geerntet werden und enthalten sehr viel Vitamin C sowie Calcium und Antioxidantien. Dabei sind sie kalorienarm und nahezu fettfrei – perfekt für eine figurbewusste Ernährung. Nur bitte nicht roh verzehren, in diesem Zustand sind die Steckrüben ungenießbar. Am besten gart man die Rüben ca. 40 Minuten in etwas Wasser, so entfalten sie ihren wunderbar süßen Geschmack, der auch Kindern zusagt.