Aufgepasst: So gefährlich ist unser Alltag!

Achtung: Nach dem Lesen dieses Artikels werden Sie Kugelschreiber mit anderen Augen sehen und vielleicht sogar beschließen, Ihre Wohnung lieber nicht mehr zu putzen, geschweige denn noch selbst zu kochen.

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Es ist zum Fürchten: So viele Gefahren lauern in unserem Alltag! Foto: Koldunov/iStock/Thinkstock

Wir alle haben Angst – vor der Klimaerwärmung, Krebs oder davor, Opfer eines Terroranschlags zu werden. Sind diese Ängste gerechtfertigt? Oder ist es viel wahrscheinlicher, dass wir im Haushalt ganz banal eine Treppe hinunterfallen?

Falsche Risikobewertung

Menschen neigen dazu, Risiken völlig falsch einzuschätzen. So fürchten wir uns viel mehr vor einem Terroranschlag, als dass wir aus Angst vor Diabetes mal weniger Schokolade essen würden. Dabei werden wir, aller Wahrscheinlichkeit nach, eher irgendwann einmal daran oder an einem Herzversagen sterben. Das entscheidende Wörtchen ist hier: irgendwann. Risiken, die nicht akut sind, sondern abstrakt in der Zukunft liegen, jagen und meist weniger Angst ein, als Risiken, die uns plötzlich und aus heiterem Himmel treffen könnten. Doch man muss sich gar nicht vor extravaganten Sachen wie einem Flugzeugabsturz fürchten, unser Alltag hält genug Gefahren für uns bereit.

Treppen – unterschätzte Gefahr

Täglich benutzen wir sie und wer etwas für seine Gesundheit und seinen Po tun möchte, meidet extra den Lift. Dabei vergessen wir, dass diese Stufen ständig still und leise auf der Lauer liegen und stets auf einen Sturz von uns warten – den sie dann ganz stoisch hinnehmen. Aber tödliche Unfälle auf Treppen sind alles andere als ein Scherz: Im Jahr 2010 kamen in Deutschland 1.134 Menschen bei einem Treppensturz ums Leben. Zum Vergleich: 586 Motorradfahrer starben in diesem Jahr in Deutschland, neun Menschen kamen bei Wintersport- oder Inline-Skater-Unfällen ums Leben, 1.424 starben bei einem Verkehrsunfall mit dem PKW. Noch ein Vergleich, der zeigt, wie gefährlich Treppen sein können: Weltweit kamen im Jahr 2010 796 Menschen bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Treppensteigen hat es also ganz schön in sich – wie mutig wir doch eigentlich sind, dass wir sie jeden Tag so furchtlos nutzen!

Die Leiden der jungen Menschen

Traurig aber wahr: Junge Menschen sind zwar meist in der Lage, mit Bravour eine Treppe hoch und runter zu gehen, scheitern aber oft an den Herausforderungen des alltäglichen Lebens. Deswegen ist Selbstmord, neben Unfällen, eine der häufigsten Todesursachen bei Teenagern und Erwachsenen bis zum Alter von 40.

Smartphone – steter und tödlicher Begleiter

Zu viel ins Smartphone blicken ist ungesund und sogar gefährlich! Eine Studie zeigte, dass europaweit 22 Prozent der Verkehrstoten Fußgänger sind – und meist hatten die Passanten selbst Schuld. Das Handy lenkt so sehr vom Straßenverkehr ab, dass das Risiko, von einem Auto erfasst zu werden, gefährlich ansteigt.

Wäsche aufhängen in der Wohnung? Keine gute Idee

Wer die Wäsche in der Wohnung aufhängt, gefährdet seine Gesundheit! Denn die feuchte Kleidung lässt Schimmelpilzsporen gedeihen. In 25 Prozent der Wohnungen, in denen die Wäsche innen zum Trocknen aufgehängt wird, konnten Forscher einen Schimmelpilz feststellen, der zu Lungeninfektionen führt. Wäsche aufhängen ist also alles andere als ungefährlich. Wer kann, hängt die Kleidung am besten im Badezimmer auf und lässt den Ventilator gehen.

Putzen? Sollte man lieber sein lassen

Wem das eigene Leben liebt ist, der sollte nie wieder putzen. Gut, das geht nicht, aber Vorsicht ist angebracht: Denn nirgendwo sonst passieren mehr Unfälle im Haushalt, als beim Herumkraxeln auf Stühlen, um dieses hohe Altbaufenster auch im letzten Eckchen sauber zu kriegen … Statistisch gesehen sind Unfälle im Haushalt sogar wahrscheinlicher als Verkehrsunfälle.

Beim Gemüseschnibbeln nicht aufgepasst? Sehr gefährlich!

Da schneitet man mit Schwung die Zwiebel und ganz plötzlich – dunkles Blut quillt über das Schneidebrett. Da war man wohl ein wenig übermotiviert.  Nun sollte man aber schnell richtig handeln und die Wunde ordentlich desinfizieren, denn die Wahrscheinlichkeit, an einer Blutvergiftung zu sterben, ist höher, als an Darmkrebs zu erkranken.

Am Kugelschreiber knabbern

Wer das Büro lebend verlassen möchte, sollte lieber nicht an seinem Kugelschreiber nuckeln. Durch das Verschlucken von Kleinteilen sterben so jedes Jahr in Deutschland rund 300 Menschen! Und da fürchtet sich noch jemand vor Gewitter …

Ab ins Bett – aber bitte nicht rausfallen

Was? Sogar etwas so wohliges wie unser eigenes Bett soll gefährlich sein? Ja, nämlich dann, wenn man nicht drin liegt, sondern rausfällt! Passiert leider öfters als man denkt, besonders gefährlich ist es für Kinder und alte Menschen. In den USA starben so im Jahr 2010 über 1.000 Menschen. 

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