"Game of Thrones" in den U.S.A. scharf kritisiert: Zu viel Sex und Gewalt

Wegen gezeigten Vergewaltigungen & Inzest erntet "Game of Thrones" in den U.S.A. immer mehr Kritik: Zuschauer empört, weil die Serie immer mehr Sex- und Gewaltszenen beinhaltet. Kritiker warnen, dass gezeigte Brutalität die Zuschauer abstumpfen lasse.

Game of Thrones
"Game of Thrones" wird den Amerikanern schön langsam zu brutal. Foto: HBO

"Game of Thrones" ist derzeit DIE Fernsehserie überhaupt! Alleine in den U.S.A. schauen 14 Millionen Menschen die Fantasy-Saga, die inzwischen in dutzenden Ländern ausgestrahlt wird. Doch George R.R. Martin, der Schöpfer von "Game of Thrones, verfolgt seit jeher ein Konzept, dass immer mehr Zuschauer in Amerika empört: Sex, Suff und Gewalt werden in der Serie deutlich visualisiert. In der eben gestarteten vierten Staffel vergewaltigt Jaime Lannister sogar seine Schwester Cersei am Totenbett des gemeinamen, durch Inzest entstandenen Kindes. Eine Folge später ist bei "Game of Thrones" eine Massenvergewaltigung zu sehen. Zu viel des Guten!

Kritische Stimmen

In Blogs, bei Facebook und Twitter beschweren sich Fans darüber, dass auch Sex unter Geschwistern oder Minderjährigen in der Serie gezeigt werden. Laut der "New York Times" warnen Kritiker, dass die gezeigte Gewalt, vor allem jene gegen Frauen, die Zuschauer abstumpfen lasse.

R. R. Martin verteidigt Themenwahl

Die Fantasy-Serie basiert auf der Romanreihe "Das Lied von Eis und Feuer" von George R. R. Martin. Der Schriftsteller verteidigte sich gegenüber der Zeitung damit, dass es "Vergewaltigungen und sexuelle Gewalt in jedem Krieg der Geschichte gab, von den alten Sumerern bis zum heutigen Tag". Diese Themen auszulassen, sei "falsch und unehrlich". R.R. Martin gab in einer an die "New York Times" verfassten E-Mail an, dass er sich dazu berufen fühle, Geschichte und die menschliche Natur wahrheitsgemäß wiederzugeben.

Die 4. Staffel von "Game of Thrones" läuft in den U.S.A. seit 6. April 2014.

Alles zur Serie: Game of Thrones - HBO.com

Mehr zum Thema: