Eurovision Song Contest 2014: Alf Poier lästert über Conchita Wurst

Der Eurovision Song Contest 2014 wurde gerade erst eröffnet – schon sorgt Conchita Wurst für Schlagzeilen. Während sich Presse und Fans in Kopenhagen um die Sängerin reißen, wettert Kabarettist Alf Poier, Conchita sei ein "künstlich hochgezüchtetes Monster."

Alf Poier, Conchita Wurst
Poier über Conchitas Song: "Verschwulte Zumpferl-Romantik" Foto: Getty Images

Der Eurovision Song Contest 2014 in Kopenhagen wurde am 4. Mai offiziell eröffnet. Beim Einzug der 37 Nationen schritt Österreich-Vertreterin Conchita Wurst als achte Song Contest-Teilnehmerin über den Red Carpet – und eroberte im Sturm das Herz von Fotografen und Presse. Nach der "Welcome Reception" besuchte Conchita die dänische Talkshow "Söndag Live". Danach ging es weiter in den Euroclub, wo Conchita auf der Hauptbühne ihren Song Contest-Song "Rise Lika a Phoenix" sowie "That's What I Am" und Chers "Believe" performte. Das Publikum zeigte sich begeistert und verlangte applaudierend nach einer Zugabe. Erst als Wurst "My Heart will go on" von Celine Dion und dann noch einmal ihren Song Contest-Song zum Besten gab, zeigten sich ihre Zuhörer befriedigt. Conchita gegenüber dem ORF: "Auf den Auftritt im Euroclub hatte ich mich schon sehr gefreut, weil man da die Fans ganz nah an sich dran hat."

"Hochgezüchtetes Monster"

Conchita Wurst
Conchita Wurst beim Eurovision Song Contest 2014. Foto: Getty Images

Doch während sie in Dänemark gefeiert wird, scheint einer Frau Wurst den Erfolg nicht zu gönnen. Kabarettist und Ex-ESC-Teilnehmer Alf Poier lästerte jetzt in einem Interview mit "Die ganze Woche" über Conchita - und sorgt mit seinen schwulenfeindlichen Aussagan für Wirbel. "Wenn jemand nicht weiß, ob er ein Manderl oder ein Weiberl ist, dann gehört er eher zum Psychotherapeuten als zum Song Contest", so Poier, der 2003 mit seinem Song "Weil der Mensch zählt" den 6. Platz beim Song Contest machte.

Alf Poier
Ehemaliger Song Contest-Teilnehmer Alf Poier ätzt gegen Frau Wurst. Foto: Getty Images

Auch "Rise Like a Phoenix" haut Alf nicht vom Hocker. Der Komiker: "Mit dieser verschwulten Zumpferl-Romantik kann ich nichts anfangen. Wie jemand seine Sexualität auslegt, ist jedem selbst überlassen. Aber dass ständig an die große Glocke gehängt werden muss: 'Ha, wir sind so benachteiligt – und wir sind eine Minderheit', dieses Gesülze geht mir ordentlich auf den Wecker." Und als wäre das nicht schon der Frechheiten genug, meinte Poier auch noch, Conchita sei nicht durch Publikumswahl sondern dank einer ORF-Entscheidung nach Kopenhagen geschickt worden: "Die schicken ein künstlich hochgezüchtetes Monster hin."

Conchita ist das alles zum Glück "wurst" - immerhin wird sie bereits als eine der Favoritinnen gehandhabt.

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