Check: Duschen Sie richtig?

Duschen ist wie Zähneputzen. Man macht es in der Regel täglich und denkt nicht groß darüber nach. Dabei kann man bei diesem so simplen und routinierten Vorgang so viel falsch machen. Lesen Sie, was man unter der Dusche vermeiden sollte.

Cover Duschfehler
Unter der Dusche kann man so einiges falsch machen Foto: Oxana_m/iSTock/Thinkstock

1. Duschfehler: Zu heiß

Gerade im Winter, wenn man aus der Kälte kommt, freut man sich auf eine heiße Dusche, um sich wieder aufzuwärmen. Erst wenn sich im Badezimmer ein warmer Nebel, der die Glastüren beschlägt, ausbreitet, und der heiße Wasserstrahl die Haut erröten lässt, ist für viele die vermeintlich richtige Wassertemperatur erreicht. Aber genau hier liegt der erste fatale Fehler! Zu heißes Wasser spült zu viel vom natürlichen Fettfilm Ihrer Haut ab und trocknet sie aus. Besonders in der kalten Jahreszeit, wenn die Haut ohnehin schon unter trockener Heizungsluft leidet, und die eisigen Temperaturen Sie zusätzlich reizen, ein großes Problem. Duschen Sie besser handwarm und wärmen Sie sich im Anschluss - in eine warme Decke gekuschelt - bei einer Tasse Tee auf.

2. Duschfehler: Zu lange

Wenn's am schönsten ist, sollte man aufhören! Das gilt auch beim Duschen. Auch wenn es noch so angenehm und entspannend ist, unter dem warmen Wasserstrahl zu stehen, nach fünf bis zehn Minuten empfiehlt es sich, dem Ganzen ein Ende zu setzen. Je länger Sie duschen, desto stärker trocknet Ihre Haut aus. Um die schützende Fettschicht wieder herzustellen, hilft nur cremen, cremen, cremen.

3. Duschfehler: Zu oft

Die Haut hat einen natürliche Säureschutzmantel, der durch warmes Wasser und Pflegeprodukte angegriffen wird. Deshalb empfiehlt es sich, nicht täglich zu duschen. Es belastet die Haut unnötig, trocknet sie aus und macht sie anfälliger für Infektionen. Grundsätzlich würde es ausreichen, ein- bis zweimal in der Woche zu duschen. Gesicht, Intimbereich und Achselhöhlen können Sie trotzdem bedenkenlos täglich reinigen.

4. Duschfehler: Duschgel für Intimbereich

Fast jeder hat ein absolutes Lieblings-Duschgel, weil es so herrlich duftet oder es sich so gut auf der Haut anfühlt. Die meisten Menschen haben eine gewisse Routine beim Einseifen: Erst kommen die Achseln dran, dann der Bauch und dann geht es noch ein Stückchen tiefer. Doch genau hier liegt einer der größten Fehler beim Duschen! Der Intimbereich reagiert auf die meisten Duschgele sehr empfindlich. Die Folgen Jucken oder Brennen sein. Zusätzlich kann das Waschen der Intimzone mit normaler Seife auch dazu führen, dass die Intimflora nachhaltig gestört wird. Dadurch wird man anfälliger für Pilzinfektionen und andere Krankheiten, die allesamt unangenehm sind.

Es gibt eigene Pflegeprodukte für den Intimbereich, die den natürlichen pH-Wert nicht beeinträchtigen. In diesem Fall liegt er zwischen 4,5 und 5,5. Seife oder normales Waschgel liegen mit den Werten jedoch bei 8 bis 11 und somit um einiges höher.

5. Duschfehler: Hygienefalle Schwamm

Bakterien und Keime fühlen sich in feuchter Umgebung ganz besonders wohl. Ein feuchter Schwamm ist somit das reinste Paradies für die unerwünschten Untermieter. Um es ihnen möglichst schwer zu machen, achten Sie darauf, den Schwamm gründlich zu reinigen und ihn anschließend richtig zu trocknen. Tauschen Sie den Schwamm regelmäßig aus oder kochen Sie ihn aus, dann haben Bakterien und Keime nur noch geringe Chancen, es sich bei Ihnen gemütlich zu machen.

Duschfehler Schwamm
Achten Sie auf Ihren Duschschwamm Foto: gpointstudio/iSTock/Thinkstock

6. Duschfehler: Falscher Rasierschaum für Bikinizone

Nach dem Waschen kommt bei vielen das Rasieren dran. Ein wenig Schaum auf die Haut, und schon kann es losgehen. Dabei gibt es nur ein Problem: der Rasierschaum. Für Achseln und Beine ist er völlig in Ordnung und sehr praktisch. Für die Bikinizone eignet sich der normale Rasierschaum aber nicht. Auch hier ist es empfehlenswert, auf den pH-Wert zu achten, um die empfindliche Körperregion nicht unnötig zu reizen. Sonst können unschöne Rasurpickelchen und schmerzhafte Entzündungen die Folge sein.

7. Duschfehler: Richtig abtrocknen

Noch ein ganz klassischer Fehler, den fast jeder macht: falsches Abtrocknen. Vor allem die Zehenzwischenräume werden gerne vergessen. In den feuchten Innenräumen kann sich dadurch sehr leicht Fußpilz bilden. Wenn sich ein unangenehmes Jucken zwischen den Zehen einstellt, gefolgt von eingerissener Haut und Rötungen auf dem Fuß, hilft nur noch der Gang zum Hausarzt. Er kann das notwendige Präparat gegen die Pilzerkrankung verschreiben. Denn von alleine werden Sie den ungebetenen Gast nicht mehr los.